88 Minutes (2007)

88 Minutes (2007)

Oder: Länger als eine Sitzung beim Büschiater!

88 Minutes

Klar und deutlich: Die Zeit verrinnt...

Jack Gramm (Al Pacino) ist Gerichtspsychiater und hat mit seinen Feststellungen dafür gesorgt, dass Jon Forster (Neal McDonough) zum Tode verurteilt wird. Jahre später, kurz vor der Vollstreckung taucht ein Serienkiller auf, der auf die genau gleiche Art und Weise tötet wie Forster. Das FBI geht von einem Nachahmer, Copycat genannt, aus, Gramm eher davon, dass Forster aus der Zelle das ganze steuert um seine Unschuld zu beweisen.

88 Minutes

... da nützt auch ein Stossgebet nichts.

Dann erhält Gramm einen mysteriösen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wird, dass er noch genau 88 Minuten zu leben habe. Gramm ist gerade an einer Vorlesung an der University von Seattle und vermutet zuerst einen seiner Studenten, die den Professor nicht sonderlich mögen, als Verursacher der Drohung. Als auch noch Gramms Liebelei der vergangenen Nacht tot aufgefunden wird, auf die selbe Art und Weise ermordet, zieht sich der Strick um Gramm immer mehr zusammen. Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit um der Sache auf den Grund zu gehen.


DVD-Rating

Jon Avnet kennt der Filmfan als Regisseur von gelungenen Werken wie Fried Green Tomatoes oder Up Close and Personal aber auch von Stumpfsinn wie Red Corner. Man weiss also nie so richtig, was beim nächsten Avnet-Film auf einen zukommt. Dieses Mal ist immerin Al Pacino mit von der Partie, das könnte schon mal entschädigen.

Aber so ganz überzeugt der Film, dessen letzte 88 Minuten in Echtzeit ablaufen, nicht. Die Story ist bekannt und lässt den gestandenen Thrillerkenner kaum ins Schwitzen bringen. Zu früh ist klar, dass der Bösewicht unter den vorgestellten Personen sein muss. Und nach gut der Hälfte des Films deutet vieles darauf hin, wer der ominöse Anrufer sein könnte - die Indizien sind genrebekannt klar präsentiert, man braucht kein Columbo zu sein, auch so juckt die gewohnte Thrillernase - das Ende ist demnach kaum eine Überraschung.

Was dem Film aber komplett abgeht, ist das Spannungsgefühl eines Echtzeitfilms, wie es etwa bei Nick of Time der Fall war. Irgendwie ist es egal ob es jetzt noch 72 Minuten, oder nur noch 55 Minuten sind, die Dr. Gramm bleiben. Mehr Spannung, wie man es hätte erwarten können, kommt damit nicht auf. Irgendwie scheint Al Pacino auch nicht gehetzt genug und die Aktionen sind zu wenig spannungstreibend ausgelegt.

So bleibt am Schluss nur ein Durchschnittsthriller mit guten Absichten und recht guten Darstellern, übertreffen tut sich aber niemand, weder der Drehbuchautor, noch der Regisseur oder die Schauspieler. Der PR-Spruch "Spannend bis zur letzten Minute" ist wieder einmal gewaltig übertrieben.

Extras: Nur das Gewohnte und wenig Informatives wird hier an Bonusmaterial geboten, wie im Film also auch hier keine Überraschungen. Der Bildtransfer geht in Ordnung, viel gibt es daran nicht zu mäkeln ausser vielleicht, dass das Bild etwas zu dunkel erscheint. Auch in Sachen Ton erfüllt die DVD die Durchschnittskriterien. Mühsam ist, dass die Deutschen Untertitel bei der Originalfassung nicht ausblenbar sind - Steinzeit-DVD.

3.1 Sterne 3.6 Sterne
3.1 Sterne (23 Bewertungen) | 6 Kommentare

3.0 Sterne3 von 0.0-6.0
06.11.2007 / pb


DVD-Infos

DVD erschienen am 02.11.2007

  • Bildformat: 2.35:1
  • Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch (nicht ausblendbar!)
  • Extras: Behind the Scenes; Fotogalerie; Biografie Al Pacino; Trailer.