4 months, 3 weeks and 2 days - 4 luni, 3 saptamini si 2 zile (2007)

4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage

4 months, 3 weeks and 2 days - 4 luni, 3 saptamini si 2 zile (2007) 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage

Oder: Vera Drake auf Rumänisch

4 months, 3 weeks and 2 days - 4 luni, 3 saptamini si 2 zile

Wenn's beim "Magischen Auge" mal wieder länger dauert.

Ein Studentenwohnheim irgendwo im Rumänien. Der Schwarzmarkt blüht, und in den einzelnen Zimmern der Studenten kriegt man, was das Herz begehrt. Man muss nur wissen, in welchem. Gabita (Laura Vasiliu) und Otilia (Anamaria Marinca) aber packen ihre Koffer. Dabei bemerken sie, dass einiges fehlt. Vor allem Geld. Also beschliesst Otilia ihrem Freund einen kurzen Überraschungsbesuch abzustatten. Aber auch dieser hat eine kleine Überraschung für sie parat. Seine Mutter hat heute Geburtstag und möchte endlich seine Freundin kennen lernen.

Als ob das noch nicht genügend Probleme wären, gibt es auch noch welche beim Einchecken ins Hotelzimmer. Es scheint, das etwas mit der Reservation nicht geklappt hat. Also macht sich Otilia auf, ein anderes Zimmer in einem anderen Hotel zu suchen. Sie wird zwar fündig, dieses ist dann jedoch auch ein wenig teurer. Otilia hat keine Zeit sich Sorgen zu machen, verständigt Gabita über die Planänderung und macht sich wieder auf, um Herrn Bebe (Vlad Ivanov) zu treffen. Dieser ist mehr als nur sauer, als er feststellen muss, dass nicht wie verabredet Gabita am Treffpunkt erscheint. Schliesslich zeigt Bebe so was wie Verständnis, und die beiden treffen doch noch im Hotel ein, wo Gabita bereits auf sie wartet, um die Sache endlich hinter sich zu bringen. Denn Gabita ist seit 4 Monaten, 3 Wochen und 2 Tagen Schwanger...


Kinofilm-Rating

4 luni, 3 saptamani si 2 zile ist ja bekanntlich der diesjährige Gewinner des Filmfestivals in Cannes. Dementsprechend habe ich mich auf ein gutes, cineastisches Erlebnis gefreut. Doch leider wurde ich ein wenig enttäuscht.

Denn ganz im Gegenteil zum Hotelzimmer ist der Film sehr steril und in gewisser weise auch gefühlskalt. Und dies, obwohl es ein hochemotionales Thema ist. Zugegeben, vielleicht habe ich die Finessen im Spiel der Schauspieler auf Grund des Rumänischs nicht so genau bemerkt. Aber die Schauspieler sind es auch nicht, die diese Emotionslosigkeit zu verantworten haben. Im Gegenteil, sie spielen sehr gut und nicht zuletzt dank ihnen erhält der Film einen beinahe dokumentarischen Charakter. Dies rührt wohl aber auch daher, dass fast keine Musik eingesetzt wird, mit sowenig Schnitten wie möglich gearbeitet wird und die Kamera sich auch wirklich nur dann schwenkt, wenn es wirklich nötig ist.

Alles in allem kann man sagen, dass es dem Film zwar gelingt, mit nur wenigen Mittel ein beklemmendes Gefühl beim Zuschauer auszulösen. Aber genau darin auch gleich sein Schwachpunkt liegt. Denn von einem Gewinner eines so prestigeträchtigen Festivals wie Cannes hätte ich erwartet, dass die Möglichkeiten des Mediums noch besser ausgeschöpft werden. So wirkt der Film fast zu dokumentarisch und punktet vor allem mit der überaus tragischen Geschichte.

4.9 Sterne
4.9 Sterne (14 Bewertungen) | 0 Kommentare

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10.10.2007 / mab