24, Season 6 (2007)

24 - Twenty Four

24, Season 6 (2007) 24 - Twenty Four

Oder: Jack Bauer keeps going and going and going...

24, Season 6

"Koffer, willst du mich heiraten?"

Bereits seit 20 Monaten wird CTU-Agent Jack Bauer (Kiefer Sutherland) in China gefangen gehalten und gefoltert. Was die Befreiung betrifft, sind der amerikanischen Regierung die Hände gebunden. Erst als der Terrorist Abu Fayed (Adoni Maropis) explizit nach Bauer verlangt, erwirken die Amerikaner die Freilassung. Doch Fayeds Absichten sind nicht viel nobler als die der Chinesen. Fayed will Vergeltung für den Tod seines Bruders, den Jack vor ein paar Jahren zu Tode gefoltert hat. Im Austausch für Jack gibt Fayed den Aufenthaltsort des Terroristen Assad (Alexander Siddig) bekannt, der für mehrere kürzlich verübte Terroranschläge verantwortlich ist.

24, Season 6

"Ich will mein Bett. Aber sofort".

Was die CTU nicht weiss: Fayed selbst ist der Drahtzieher der Anschläge und will Assad die Taten anhängen. Assad hat nämlich dem Terrorismus abgeschworen und will das Töten beenden. Wenig später nach der Übergabe von Jack an Fayed kann sich der Agent befreien. Er versucht nun Assad zu retten, um dann in einem weiteren Schritt Jagd auf Fayed zu machen. Dieser ist nämlich im Besitz von fünf Atombomben, die er gewillt ist, auf amerikanischem Boden zu zünden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, welcher Jack und den neuen Präsidenten Wayne Palmer (D. B. Woodside) an ihre Grenzen stossen lässt.


DVD-Rating

Seit geraumer Zeit turnt ein CTU-Agent namens Jack Bauer alljährlich einmal ganze 24 Stunden am Stück umher, um Amerika von den Bösen zu schützen. Geschlafen wird in diesen 24 Stunden selten bis gar nicht, denn wer will schon einen Agenten sehen, der seinen Schönheitsschlaf braucht und ihn auch durchführt. In ihrer bereits sechsten Staffel hat die Serie 24 aber mit ganz anderen Problemen zu kämpfen als mit Schlafmangel der Protagonisten.

Eigentlich geht es immer um dasselbe: Es gibt eine Bedrohung und eine Verschwörung, und bei beiden kann nur Jack Bauer helfen. In der sechsten Staffel werden nun verschiedenen Themen aus vorherigen Staffeln wieder aufgegriffen: Eine Atombombe oder ein Attentat auf den Präsidenten hatten wir alles bereits schon mal. Das Ganze wirkt so wie eine Kopie der vorherigen Staffeln. Lieber konservativ als innovativ, lautet die Devise.

Also gibt es im Westen nicht Neues in Sachen Story. Dazu gesellt sich ein Problem, welches man früher nicht hatte: Die Story ist nach 18 Stunden eigentlich an ihrem Ende. Doch da die Serie nun mal 24 heisst, baut man noch schnell einen an den Haaren herbeigezogenen Twist ein, welcher zwar nochmals schöne Action zu bieten hat, den es aber eigentlich nicht gebraucht hätte.

In den ersten 18 Stunden wird jedoch eine spannende Terroristenstory erzählt, der man bereit ist, zu folgen. Leider leidet auch diese an seltsamen Wendungen, die nur den Zweck haben, die Staffel länger zu machen. Einen Twist mit Ex-Präsident Logan hätte man getrost weglassen können, da man diesen nicht gebraucht hätte und der zu allem Überfluss auch noch peinlich ist.

Bei der Figur des Jack Bauer wird einmal mehr klar gemacht, dass es keinen besseren Schauspieler für die Rolle gibt als Kiefer Sutherland. Er füllt jede seiner Szenen vollkommen aus. Im Hintergrund nervt der von D.B. Woodside gespielte Präsident Palmer. Er erreicht nie das Format eines Dennis Haysbert. Auch Rick Schroder überzeugt mit seinem Milchgesicht weniger als knallharter Agent. Ansonsten werden anständige Leistungen geboten.

Fazit: 24, the 6th Season kämpft eindeutig mit Abnutzungserscheinungen. Es wird in 24 Episoden das abgespult, was der Fan sehen möchte. Innovativ ist dies bei weitem nicht, aber nichtsdestotrotz bleibt die Serie etwas vom Besten, was das Fernsehen zu bieten hat. Man darf auf den Kinofilm gespannt sein.

Die 6. Staffel kommt auch in einer schönen Box nach Hause. Bild- und tontechnisch wird anständige Qualität geliefert. Auch beim Bonusmaterial hat man sich nicht lumpen lassen: Neben Audiokommentaren zur Hälfte alles Episoden findet man auf Disc 7 genügend Bonusmaterial für mehrere Stunden. Verlängerte und gelöschte Szenen sind ebenso drauf wie Blicke hinter die Kulissen, bei denen man Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Die SFX werden ebenso separat behandelt wie die Schreiberlinge hinter der sechsten Staffel. Kurzepisoden, ein Cameo von Ricky Gervais und Webcast Diaries stellen sicher, dass einem so schnell nicht langweilig wird und man beinahe alles rund um die Staffel erfährt. Als Zückerchen gibt es noch eine Folge Prison Break gratis dazu. Wer ein wenig sucht, findet dann sogar noch eine kleine Szene aus der Simpsons-Parodie "24 Minutes". So muss eine Staffelbox aussehen!

4.3 Sterne 4.8 Sterne
4.3 Sterne (13 Bewertungen) | 0 Kommentare

3.53.5
12.05.2010 / crs


DVD-Infos

DVD erschienen am 02.10.2008

  • Bildformat: 1:1.78 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch; Englisch
  • Extras: 12 Audiokommentare; 23 nicht verwendete und erweiterte Szenen; 3 Featurettes; 24 Webcast Tagebüche; 24 Minifolgen; Einsatzbesprechung für Tag 6; Prominenter Gast: Ricky Gervais; Prison Break Season 2 - Episode 1: Jäger und Gejagte; Vorschau auf Season 7