X-Men: The Last Stand (2006)

X-Men - Der letzte Widerstand

X-Men: The Last Stand (2006) X-Men - Der letzte Widerstand

Oder: Links oder rechts?

X-Men: The Last Stand

Endlich frei?

Der Mutanten-freundliche Präsident der USA (Josef Sommer) hat zusammen mit Botschafter Dr. Henry "Hank" McCoy aka Beast seit den Mutantenverfolgungen einiges erreicht. Das Zusammenleben mit den normalen Menschen klappt so gut, dass sich viele der Mutanten nun an die Öffentlichkeit wagen. Nur Professor Charles Xavier (Patrick Stewart), Gründer und Leiter der X-Men-Akademie, traut dem Frieden nicht...

X-Men: The Last Stand

Keine Schmusekatze

Und einmal mehr sollte er Recht behalten. Eine Technologiefirma hat ein Medikament gegen die Mutationen entwickelt. Die Impfung macht die genetischen Veränderungen rückgängig - für immer! Die einen Mutanten sehen darin die lange erwartete Heilung, die anderen wittern einen bevorstehenden Genozid. Magneto (Ian McKellen) nutzt die Unruhe, um mit einer Armee von willigen Mutanten den Menschen endlich zu zeigen, wer das Sagen hat.

Die X-Men stehen zwischen den Fronten und müssen sich für eine Seite entscheiden. Doch die eigentliche Bedrohung kommt von ganz anderswo her. Mit einer bislang ungeahnten, gewaltigen Kraft...


Kinofilm-Rating

Nach einem genialen Start, einem ebenso erfolgreichen zweiten Teil sind die Ansprüche an den dritten Teil der Trilogie hoch. Dass Bryan Singer lieber Superman Returns dreht, als sich erneut mit den Mutanten zu beschäftigen, hat einiges an Spekulationen verursacht. Doch kein Grund zur Sorge: Das neue Filmteam um Regisseur Brett Ratner (Red Dragon, Rush Hour 1 & 2) hat mit X-Men 3 einen würdigen Abschluss erstellt.

Das Wiedersehen mit alten Bekannten macht eine Menge Spass. Hugh Jackman als Wolverine ist auch weiterhin cool - und seine entsprechenden Sprüche dezent eingesetzt. Endlich darf auch Storm (Halle Berry) bedeutend mehr unternehmen als nur Wetterfrosch zu spielen. Verwandlungskünstlerin Mystique (Rebecca Romijn) schlüpft auch dieses Mal in diverse Charaktere - bis sie sich selber in einer ganz neuen Rolle wieder findet.

Daneben tummeln sich auch weiterhin zahlreiche grössere und kleinere Nebenrollen in der illustren Schar von Mutanten. Cyclops, Iceman, Pyro und viele der jungen Studenten von Professor Xavier kennt man bereits aus den ersten beiden Teilen. Daneben gibt es viele neue Gesichter aus den Comics. Besonders Beast (Kelsey Grammer) als Botschafter, der beinahe unstoppbarer Juggernaut (Vinnie Jones) und der geflügelte Angel (Ben Foster) werden näher vorgestellt. Leider lässt die Fülle an verschiedenen Charakteren kaum Zeit, diese auch tatsächlich in die Handlung einzubinden. So lernt man zwar Angel als kleinen Jungen sowie später als rebellierenden Erwachsenen kennen, und ein Grossteil des X3-Promomaterials dreht sich um ihn - doch für die eigentliche Handlung trägt die Figur schlussendlich leider überhaupt nichts bei...

Das ist vielleicht auch gut so - bleibt doch so mehr Zeit für Jean Grey (Famke Janssen), welche - wie bereits kurz vor dem Abspann von X2 zu sehen war - ihr grosses Comeback "feiern" darf. Der Filmcharakter bringt einige Männer "durcheinander" - und sorgt so mehr als einmal für überraschende und total unerwartete, dafür umso eindrücklichere Momente.

Die Handlung an sich ist wie erwartet simpel. Nach dem einfachen Strickmuster "gut gegen böse" kämpfen in alter Manier böse Mutanten gegen gute Mutanten. Wer gewinnen wird, braucht deshalb hier auch gar nicht zu verraten werden. Wie immer ist nicht das "wer", sondern das "wie" das Spannende. Dank den guten Actionsequenzen, gepaart mit den vielen verschiedenen Charakteren vermag X-Men 3 zu überzeugen. Und am Ende bleibt die Gewissheit: in dieser Form werden wir die X-Menschen nicht mehr wieder sehen. Aber wer weiss...

4.4 Sterne
4.4 Sterne (168 Bewertungen) | 73 Kommentare

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16.05.2006 / th