Die wilden Hühner (2006)

Die wilden Hühner (2006)

Oder: Girlpower im Hühnerstall

Die wilden Hühner

Schnuckel steht heute rechts im Bild

Jedes Mädchen braucht in den Jugendjahren eine beste Freundin. Wenns dann grad noch eine ganze Bande ist, umso besser. Sprotte (Michelle von Treuberg) ist die Chefin der "Wilden Hühner", einer Mädchenbande der fünften Klasse, deren Freundschaft alle Übel dieser Welt überstehen soll. Zusammen mit der extrem niedlichen Melanie (Paula Riemann), der immer auf ihren kleinen Bruder aufpassen müssenden Frieda (Lucie Hollmann) und der pummeligen Trude (Zsa Zsa Inci Bürkle) steht Sprotte im ständigen Revierkampf gegen die Bande von Jungen, die sich "Die Pygmäen" nennen.

Oma (Doris Schade) bringt dann auch die ganze Unruhe ins Rollen, als sie ankündigt, ihre 15 Hühner schlachten zu wollen. Sie seien alt und zäh, drum wolle sie eh keiner mehr kaufen. Das kann Sprotte natürlich nicht auf sich sitzen lassen und trommelt die Mädchenbande zusammen. Wenn sie ihre Maskottchen nicht retten können, dürften sie sich nie mehr wieder "Wilde Hühner" nennen. Und das wird natürlich mit dem "Hühner-Schwur" (der extrem dem vulkanischen Gruss ähnelt) besiegelt. Die Operation "Hühnchen-Rettung" läuft also an.

Die wilden Hühner

"I can see you right now"

Während jedes der Mädchen zuhause eigenen Probleme zu bewältigen hat und Sprottes Mutter (Veronica Ferres) sogar nach Amerika auswandern will, steht das Unterfangen, die Hühner zu retten, unter einem schlechten Stern. Denn alleine schaffens die Mädchen nicht und drum sehen sie sich dazu gezwungen, mit dem "Feind" zu kooperieren. Die Pygmäen sollen helfen.

Samstag Abend ist es dann soweit. Die Mädels sind mit schwarzer Farbe geschminkt und haben durch Wilma (Jette Hering) Verstärkung bekommen und die Jungs sind in ihren Bankräubermasken praktisch nicht zu erkennen. Doch Sprotte hat nochmals schlechte Nachrichten. Denn Oma hat sich gewappnet. Jetzt haben es die Kinder nicht nur mit dem chaotischen Federvieh zu tun, sondern auch mit einer alten Frau, die sich grade erst eine Pistole beim Versandhaus bestellt hat....


Kinofilm-Rating

Cornelia Funke, auf deren Geschichte schon der Thief Lord basierte, sieht also ein zweites ihrer Bücher auf der grossen Leinwand verfilmt. Ein Drittes, namens Inkheart soll auch noch folgen. Das scheint aber eine grosse Hollywoodkiste zu werden, während sich Die wilden Hühner als deutscher Kinderfilm präsentieren. Und auch wenn ich nicht der Zielgruppe dieses Filmes angehöre, spassig wars trotzdem.

Die Geschichte dreht sich eigentlich um viele Dinge. Da wären mal die "normalen" Probleme, die man in dem Alter hat, in dem man die fünfte Klasse besucht. Jungs, Mädels, Pickel, Lehrer, Banden und so weiter. Jeder kennts und doch ists immer wieder sympathisch, wenn diese ganzen Sörgelchen gelungen auf der Leinwand wiedergegeben werden. Die Hauptaktion ist natürlich die Befreiung der Hühner. Und auch da läuft nicht alles so, wie man sichs eigentlich gedacht hätte.

Schauspielerisch wurden alle Mädchenrollen von unverbrauchten Gesichtern besetzt, wobei vor allem Paula Riemann, eine extrem niedliche Figur macht. Richtig herzig. Die Mädels kommen also gelungen rüber und auch die Jungs, von denen der Dicke schon bei Charlie and the Chocolate Factory zu sehen war, sind sehr sympathisch und witzig.

Fazit: Die wilden Hühner entpuppen sich keinesfalls als Mädchenvariante der Wilden Kerle, sondern überragen diese mindestens um Kopfhöhe. Die Geschichte ist nett und leider auch ein bisschen zu schnörkellos für Zuschauer über 15 Jahre. Trotzdem machts Spass, den Mädels beim Bandenleben über die Schulter zu gucken und der Film wird sicherlich (oder vor allem) während den Schulferien seine Besucher finden.

3.8 Sterne
3.8 Sterne (12 Bewertungen) | 0 Kommentare

3.53.5
16.02.2006 / muri