The Wicker Man (2006)

Wicker Man - Ritual des Bösen

The Wicker Man (2006) Wicker Man - Ritual des Bösen

Oder: Cop auf Irrwegen

The Wicker Man

Hopp GC!

Edward Malus (Nicholas Cage), ein Police Officer aus Kalifornien, kontrolliert während einer Routinefahrt eine Frau, die zusammen mit einem Mädchen im Auto unterwegs ist. Als er sich umdreht, um der Kleinen ihre aus dem Fenster gefallene Puppe zurückzugeben, wird das Auto frontal von einem Lastwagen gerammt und geht in Flammen auf. Edward versucht, das noch lebende Mädchen aus dem brennenden Auto zu befreien, doch dies gelingt ihm nicht. Kurz darauf explodiert das Auto. Merkwürdigerweise werden später keinerlei Leichen im Autowrack gefunden.

Kurz darauf erhält Edward ein Schreiben von seiner ehemaligen Frau Willow (Kate Beahan), die ihn vor einiger Zeit abrupt verlassen hat und seither zurückgezogen auf einer abgelegenen Insel im Bundesstaat Washington lebt. Sie bittet ihn, ihre verschwundene Tochter Rowan zu finden. Das Kind auf dem beigelegten Foto ist dasselbe Kind wie dasjenige aus dem brennenden Auto.

The Wicker Man

Sie war es!

Edward macht sich auf den Weg nach Summersisle, wie die mysteriöse Insel heisst. Dort angekommen, merkt er bald, dass die Uhren etwas anders ticken. Die Bewohner unter der Obhut von Schwester Summersisle (Ellen Burstyn) praktizieren eine naturverbundene, sektenähnliche Religion, in welcher der jährlich wiederkehrende "Tag der Geburt und Wiedergeburt" eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Das Sagen auf der Insel, wo die Gewinnung von Honig Haupterwerbszweig ist, haben ausschliesslich die Frauen, Männer sind lediglich stumme Arbeiter. Die kleine Rowan will niemand kennen. Edward fühlt, dass etwas Schreckliches im Gange ist...


DVD-Rating

Remakes sind Mode und werden produziert, solange sie Geld abwerfen, auch wenn die Qualität sehr oft äusserst mässig ausfällt. Bei Wicker Man ist dies nicht anders, und obwohl er dem Original aus dem Jahre 1973 neues Leben einhauchen will, scheitert er wie üblich daran, einen guten Film abzuliefern.

Dieses "neue Leben einhauchen" fällt zudem sehr zögerlich aus und anstatt viele neue Elemente hineinzubringen, beschränken sich die Verantwortlichen auf kleinere punktuelle Anpassungen. Einige Veränderungen hat unter anderem der Cop alias Nicolas Cage durchlaufen, der jetzt einen unreligiösen Mensch darstellt und als Vater des verschwundenen Kindes unterwegs ist. Die Gesellschaft selber - die sich auf der Insel sehr abgeschottet entwickelt hat - ist neu eine reine Frauentruppe, welche die Männer auf Arbeitstiere und Fortpflanzungsmaschinen reduziert hat, was beim Cop natürlich kaum auf Verständnis stösst. Diese und andere kleinere Änderungen sorgen nicht wirklich für zusätzliche Dramaturgie und rechtfertigen kaum ein Remake.

Nach einem kurzen Intro, bei dem nach allen Regeln der Kunst ein überraschender Unfall inszeniert wird, beginnt der lange Leidensweg von Nicolas Cage, der sich wie immer bemüht, seine Rolle so gut wie möglich zu erfüllen. Eine Aufgabe, die er - wie meistens - mehr schlecht als recht meistert und bei der er nicht mehr als die übliche Cop-Routine abliefert. Den Film selber kann man etwa mit The Village vergleichen. Was zu Beginn wie ein sehr interessanter Krimi aussieht, entwickelt sich mehr und mehr zur Farce. Spätestens im letzten Drittel wird offensichtlich, dass die anfänglich geschürten Erwartungen nicht einmal ansatzweise erfüllt werden und Wicker Man weder in Sachen Spannung packen noch in der Story überraschen kann.

Fazit: Wicker Man ist ein äusserst schwaches Remake, welches es nur im ersten Drittel annähernd schafft, interessant zu wirken. Ab da geht es bergab und es wird mehr und mehr zu einer öden Schnitzeljagd, die kaum mitreisst, geschweige denn packt. Weder die beteiligten Schauspieler noch die Story und schon gar nicht das zwar Hollywood-untypische Finale vermögen zu überzeugen. Da hilft auch ein sehr blasser Nicolas Cage nicht. Dass sogar Robin Hardy - der Regisseur des Originals - per Anwalt seinen Namen vom Remake entfernen liess, spricht Bände.

Die DVD bietet den Film in einer sehr körnigen Qualität, die die auch sehr farblos daherkomt. Das Bonusmaterial widerspiegelt diese mässige Qualität weiter und beschränkt sich auf einen Audiokommentar.

2.4 Sterne 2.8 Sterne
2.4 Sterne (25 Bewertungen) | 1 Kommentar

22
29.04.2008 / ebe (Inhalt), db (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 09.03.2007

  • Bildformat: Widescreen 2.40:1 Anamorph
  • Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
  • Extras: Audiokommentare