Urmel aus dem Eis (2006)
Urmel aus dem Eis (2006)
Oder: Jurassic Park für Kids
In die Südsee auswandern musste der kurrlige Professor Habakuk Tibatong (Stimme von Wigald Boning). Denn der gemeine Doktor Zwengelmann (Stimme von Christoph Maria Herbst) hat ihn vor dem ganzen Volk von Pumpolonien lächerlich gemacht und den Professor so ins Exil gezwungen. Jetzt lebt der Mann dort und bringt den Tieren das Sprechen bei.
Schweinedame Wutz (Stimme von Anke Engelke) bemüht sich, die Gegend so sauber wie möglich zu halten. Pinguin Ping (Stimme von Stefan Krause) und Waran Wawa (Stimme von Frank Schaff) sind die besten Kumpels und auf der Suche nach einer schönen Muschel für den Pinguin. Schusch, der Schuhschnabel (Stimme von Oliver Pocher) "fleegt" gemütlich über die Insel und draussen auf dem Felsen singt der Seelefant (Stimme von Altmeister Wolfgang Völz) traurige Lieder. Alles also in bester Ordnung?
Nunja, immerhin bis dieser kleine Eisblock angeschwemmt wird. Dort drin befindet sich ein prähistorisches Ei, auf dessen Inhalt die ganze Sippe gespannt ist. Und siehe da, es knackt und knirscht und schon steht ein Urmel (Stimme von Domenic Redl) im Sand. Professor Tibatong, gescheit wie er ist, sieht sich endlich in seinen Theorien bestätigt und schickt sofort eine Flaschenpost in die Heimat. Der Fund dieses Urmels soll ihm wieder die Akzeptanz und den Respekt seiner Kollegen erbringen.
In Pumpolonien sieht sich der dort nicht mehr so ganz herrschende König Pumponell (Stimme von Klaus Sonnenschein) in einem Zwiespalt. Er möchte doch so gern mal wieder ein seltenes Tier erschiessen und das dann als Trophäe an die Wand hängen. Als er von der Entdeckung dieses Urmels hört, sieht er seine Chance gekommen. Zusammen mit einem Diener macht er sich auf die Insel des Professors und will das Urmel erlegen....
Kinofilm-Rating
Nach Oh wie schön ist Panama startet innert kürzester Zeit der zweite Kinderfilm aus Deutschland, dem eine Geschichte zu Grunde liegt, die man beim grossen Nachbarn wohl in jedem Kinderzimmer findet. Mit Morgen, Findus, wirds was geben steht sogar bald ein Dritter im Bunde am Start. Urmel aus dem Eis könnte man ausserdem noch von den Geschichten der Augsburger Puppenkiste kennen.
Was an dieser recht niedlichen Geschichte vom Saurierbaby und den sprechenden Tieren sofort auffällt, ist die Besetzung der prominenten Stimmen. Da blödelt Wigald Boning für einmal nicht, Oliver Pocher geht einem nicht auf den Sack und Anke Engelke erkennt man fast nicht mehr wieder. Stimmlich, mein ich. Sie alle machen einen hervorragenden Job und verleihen dem Film Charme, Witzigkeit und viel Herz.
Leider ist die Geschichte an sich inzwischen so bekannt, dass eine Neuverfilmung eigentlich unnötig gewesen wäre. Trotzdem wird der Urmel aus dem Eis vor allem die Kleinsten unter uns begeistern. Die Machart ist sympathisch, jedoch bei weitem nicht so ausgereift, wie es in (teureren) Konkurrenzfilmen der Fall ist. Da sieht auch der Laie, dass die Animationen zwischendurch ein wenig holpern und die Geschichte halt nicht so richtig zu packen weiss.
Fazit: Nach der (Kinder-)Vorstellung war das Feedback der Kids eindeutig. Ein paar lässige Szenen, das Urmel als Liebling und ganz okay. Dem kann ich mich eigentlich anschliessen, auch wenn noch abschliessend zu sagen ist, dass Oh wie schön ist Panama den Direktvergleich locker gewinnt.
![]()
2.5 Sterne (9 Bewertungen) | 0 Kommentare



