Unknown (2006)
Unknown (2006)
Oder: Wer bin ich und was tu' ich hier?
Nach und nach wachen fünf Männer in einer hermetisch abgeriegelten Lagerhalle auf und keiner weiss, wer er eigentlich ist und was er hier zu tun hat. Die Umstände scheinen mysteriös: Einer ist an einen Stuhl gefesselt, ein anderer schwer verletzt an ein Geländer gekettet, ein weiterer hat sich in einer Schlägerei eine blutige Nase geholt, die restlichen Zwei scheinen unverletzt - ein Telefonanruf trägt das übrige zur Verunsicherung bei. Gemeinsam versuchen sie die Puzzleteile zusammenzusetzen, wobei aufkommende Erinnerungsfetzen mehr für Verwirrung und Panik sorgen als eine Lösung in Sicht scheint.
Langsam stellt sich heraus, dass zwei der Beteiligten Opfer einer Entführung sind. Doch wer? Die Versuche aus der Halle auszubrechen scheitern und die Männer verdächtigen sich untereinander Opfer und Täter zu sein.
DVD-Rating
Unknown ist ein völlig in der Versenkung verschwundenes Indie-Starvehikel für Ex-Jesus Jim Caviezel von Regiedebütant Simon Brand. Trotz interessanter Ausgangslage schafft es der Film eigentlich nie die Neugier richtig zu wecken. Verwirrung total herrscht also nur bei den Protagonisten im Film, dem Zuschauer dürfte allzu schnell die Sache klar sein (was dem zu wenig ausgfeilten Konzept zuzuschreiben ist). Ist das geschehen, gleitet der Film ins Belanglose ab. Selbst der Cast und der ein oder andere gelungene Twist - zum Ende hin wiedermal übertrieben - können den Film nicht retten: Greg Kinnear als änsgtlicher und unsicherer Normalo und Joe Pantoliano, beeinflussend und von Panik geleitet, sind noch die erwähnenswertesten unter den von Demenz Befallenen.
Die Erinnerungsflashs wirken aufgesetzt und deplatziert. Hätte man diese weggelassen und ein richtig kleines Kammerspiel inszeniert, der Film hätte deutlich an Suspense und Intensität gewonnen und dem Zuschauer die Möglichkeit gegeben, seine eigenen Verknüpfungen zu erstellen. Leider geben die Filmemacher aber zu viel Preis und verderben so die Lust am Erforschen der Charaktere und dem wer-bin-ich-Spielchen. Irgendwie erinnerte mich Unknown an Cube, nur besser gespielt und sicher besser inszeniert, dafür aber weniger konsequent. Unknown möchte verzweifelt mehr sein als er wirklich ist, das undankbare Ende ist schliesslich nur noch ein Resultat der vielen negativen Punkte.
Mittemässig interessantes Verwirrspiel, gut gespielt, aber inkonsequent und fad.
Extras: Der Bildtransfer ist merklich dunkel ausgefallen, die vielen Schwarztöne aber sind sehr satt ausgefallen, nur eine leichte Körnigkeit ist sichtbar. Im Tonbereich überwiegen Dialoge mit teilweise überraschend gutem Ambiente der grossen Lagerhalle. Die kaum vorhandenen Extras sind nicht erwähnenswert.
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3.4 Sterne (20 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
- Bildformat: 1.85:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Featurette, Slideshow, Trailer.


