Tenacious D: The Pick of Destiny (2006)
Tenacious D - Kings of Rock
Tenacious D: The Pick of Destiny (2006) Tenacious D - Kings of Rock
Oder: Suck my Cock, while I rock!
Klein JB (als Grosser natürlich gespielt von Jack Black) ist das schwarze Schaf seiner religiösen Familie. So taucht er schon mal am Essenstisch auf, hat die Gitarre um den Hals und singt seine Songs mit vielen "Fucks" und "Cocks", was Papa (Meat Loaf) dazu bringt, dem Sohnemann den Arsch zu versohlen. Nachdem Papa alle Rock-Poster von der Wand gerissen hat, ist klein JB verzweifelt. Nur das eine Bild von Ronnie James Dio hängt noch an den Tür. Und genau der ist es dann auch, der den dicklichen Jungen ermuntert, den wahren Rock'n'Roll in Hollywood zu finden. Dort würde er die geilste Band der Welt gründen und den Olymp erobern.
Doch was vom Postermann so einfach klang, ist in Wahrheit ein hartes Stück Arbeit. Zwar trifft JB eines Tages auf KG (Kyle Gass), doch der will mit diesem langhaarigen Pummelchen nichts zu tun haben. Erst als er diesen komischen Typen vor ein paar Strolchen rettet, willigt er ein, seinem neugewonnen Kumpel Gitarren-Stunden zu geben. Denn zu Zweit wollen sie die Welt des Rock'n'Roll auf den Kopf stellen.
Als dann aber KG's Mutter die Geldüberweisungen an ihren Sohn stoppt, müssen die beiden Pseudo-Musiker selber an ihre Kohle kommen. Und das wollen sie, in dem sie den Talentwettbewerb vom benachbarten Club gewinnen. Doch in der derzeitigen Verfassung wird das nichts. Da muss schon der Pick of Destiny, ein abgebrochenes Stück vom Zahn des Leibhaftigen, helfen. Das sagt auf alle Fälle der Angestellte (Ben Stiller des Gitarrenladens. Denn nur mit diesem Ding kann man den ultimativen Rocksound spielen. Doch dieses Plättchen ist hart bewacht und auch der Teufel selber hat sich vorgenommen, dieses Teil wieder zurück zu holen.
DVD-Rating
Fans von Jack Black und Kyle Gass werden die Veröffentlichung von The Pick of Destiny kaum erwarten können. Die Complete Masterworks von Tenacious D gibts ja schliesslich auch schon zu kaufen. Nun wird uns die Geschichte der Band erzählt. Die Geschichte von zwei Musikern, die Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um die beste Rockband der Welt zu werden.
Wer die Filme von Jack Black kennt, der weiss, dass wenn der rundliche Kerl die Hauptrolle innehat, dann wird einem was geboten fürs Geld. Der Mann hampelt, strampelt, rockt und posiert sich durch seine Filme, dass beinharte Fans des Kaliforniers immer wieder auf ihre Rechnung kommen. School of Rock, Nacho Libre oder auch High Fidelity wurden durch seine Fähigkeit aus sich einen kompletten Affen zu machen, aufgewertet.
Sein Gegenpol ist Kyle Gass. Auch er hat immer wieder kleine Auftritte in Filmen (Wild Hogs, Elf), hat es aber bislang noch nicht in die Gagen-Kategorie seines Kumpels gebracht. Auch in Pick of Destiny spielt er klar die zweite Geige und tut dem Film durch seine Ruhe einen guten Gefallen.
Was natürlich bei einem Rock-Musical (und nichts anderes ist Pick of Destiny, stimmen muss, ist die Musik. Da machen die beiden Jungs einen sauberen und rockigen Eindruck, auch wenn der Anfangswitz mit den gesungenen und coolen Dialogen mit der Zeit an Klasse verliert. Vor allem die ersten knapp zehn Minuten des Films sind göttlich und machen es den restlichen knapp 80 heidenschwer, auch nur annähernd die geweckten Erwartungen zu erfüllen.
Fazit: Pick of Destiny hat starke Momente, aber leider auch viel Leerlauf. Während einem in den Anfangsminuten Witz, Gaststars und coole Musik um die Ohren gehauen werden, flacht das Ganze danach zur puren Hampele mit dem finalen Duell gegen den Teufel ab. Mehr solcher Cameos, eine frechere Geschichte und mehr Comedy hätten dem Film nur gut getan. Das wird Die-Hard-Fans des Duos herzlich wenig kümmern, denn die werden an diesem Film ihre helle Freude haben. Der Rest sollte es sich eher zweimal überlegen.
Die DVD macht vor allem eins: Rocken bis die Anlage auseinanderfällt.... Nicht nur fetzt der Sound glasklar durch die Boxen und lässt das Wohnzimmer zur Konzerthalle werden, sondern es sind enorm viele Extras auf die DVD gepresst worden, dass der Interessierte gut und gerne ein paar Momente im Menü rumdrückt und sich herrlich amüsiert. Natürlich ist auch hier die Musik im Vordergrund und Features wie das "Jump-to-a-Song" passen hervorragend. Ein Musikvideo gibts noch obendrauf, sowie tonnenweise Extra-Szenen, von denen eine sogar ein alternatives Ende beinhaltet. Bloopers sind ebenfalls drin und auch Tim Robbins zeigt, dass er Probleme mit dem Text hatte...
Trailers, ein schön langes, ausführliches und lustiges Making-Of und natürlich diverse Audiokommentare dürfen ebenso wenig fehlen, wie Aufnahmen der Band aus dem Studio.
Auch hier gilt. Wer Jack Black mag, liebt, vergöttert oder anbetet, der wird seine helle Freude am ganzen Paket haben.
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4.2 Sterne (25 Bewertungen) | 3 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 08.06.2007
- Bildformat: 1.85:1
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Nicht verwendete Szenen, Alternatives Ende, Gag-Reel, Audiokommentare, Making-Of, Trailer, Im Studio, Musikvideo, Jump to an Song



