Stay Alive (2006)

Stay Alive (2006)

Oder: Tödliche Spiele

Stay Alive

Es gab eine Zeit....

Hutch (Jon Foster), Abigail (Samaire Armstrong), Swink (Frankie Muniz), October (Sophia Bush) und Phineas (Jimmi Simpson) sind dicke Freunde, die sich schon lange kennen und bereits viel gemeinsam durchgemacht haben. Sie führen zusammen ein Internetcafé und treffen sich regelmässig für LAN-Parties, wo sie gegeneinander antreten. Für die neueste Zusammenkunft haben sie ein Game ausgewählt, das Hutch von einem Freund erhalten hat. Hutch ist zunächst gar nicht von der Idee begeistert, ausgerechnet dieses Game zu spielen; sein Freund hatte es als letztes gezockt, bevor er sich erhängte.

Stay Alive

... aus Feuer ...

Schliesslich lässt sich Hutch aber überreden, und die Freunde setzen sich für eine Runde "Stay Alive" zusammen. Nach einigen düsteren, schockierenden und intensiven Spielstunden brechen sie den Abend ab; doch der Horror hört nicht auf - am nächsten Morgen finden sie Miller (Adam Goldberg) brutal ermordet in seinem Büro. Und dies ist erst der Anfang eines unaufhaltbaren Alptraums, worin die Realität immer mehr mit dem Game verschmilzt.

Stay Alive

... und Blut.

Ein Alptraum, worin die Freunde plötzlich von Monstern aus dem Game terrorisiert werden und sie kaum mehr zur Ruhe kommen. Dazu kommt noch, dass ihnen nach dem ersten Todesfall bereits die Polizei auf den Fersen ist, und Hutch verdächtigt wird, den Mord begangen zu haben. Die Gruppe gerät immer mehr in tödliche Gefahr, und die Freunde müssen alles dran setzten, das Rätsel zu lösen, bevor es zu einem weiteren Todesfall kommt. Let the game begin...


DVD-Rating

Es gibt Situationen, da zockt man für mehrere Stunden ein Horrorgame das mit massiven Schockmomenten auffährt (wie zum Beispiel Doom 3 oder F.E.A.R), und wenn man den Computer schliesslich abstellt, schaut man zwei Mal um die Ecke, bevor man einen dunklen Raum betritt. Stay Alive spricht genau dieses Gefühl an und verschmilzt gekonnt die virtuelle mit der echten Realität, um so einen dichten und interessanten Film zu gestalten.

Dass auch andere Waffen als Messer und Pistolen töten können, weiss man spätestens seit The Ring. Stay Alive geht eine Stufe weiter und integriert den mordenden Geist in ein Videospiel. Dies eröffnet viele neue Möglichkeiten punkto Interaktivität. So können, wie bei Silent Hill, immer mehr Elemente des Spieles in die Realität eingeflochten und sehr intensive Szenen geschaffen werden. Der Look von Stay Alive ist eine gute Mischung aus verfallenen virtuellen Friedhöfen und blutigen Folterkammern aus dem Game und realen, genau so düsteren Drehorten. Einzig die sehr schwankende Bildqualität und die teilweise deutlich mit einem Weichzeichner verschwommenem Szenen trüben das Filmvergnügen.

Während Stay Alive stark mit einem ungewöhnlichen Szenario punktet und bis zum Schluss eine bohrende Ungewissheit aufrecht erhalten kann, kränkelt der Film - wie viele Horrorstreifen - an schwachen Hauptdarstellern. Die Teenies bemühen sich zwar, hinterlassen aber keinen wirklich bleibenden Eindruck. Einzig Charakterdarstellerin Alice Krige (Star Trek: First Contact, Silent Hill) bleibt hängen, die, wie üblich, ihre skurrile Gestalt perfekt verkörpert. Da verzeiht man auch die zwei, drei Hänger in der Mitte, welche die sonst zügige Fahrt des Films verlangsamen. Die immer zahlreicher werdenden Logiklöcher (wie das Plazieren eines Brecheisens im Spiel, das dann real erscheint) erleichtern zwar das Fortschreiten der Handlung, hinterlassen jedoch eher fragende Gesichter. Auch das Finale hätte man noch etwas intensiver gestalten können. Doch diese Einschränkungen sind Details.

Fazit: Stay Alive gehört zu den wenigen Filmen, die wieder einmal etwas erfrischend Neues bringen und so auch von Anfang an das Interesse wecken können. Die Verschmelzung zwischen dem Computergame und der Realität ist den Filmemachern gut geglückt und schafft eine düstere und packende Atmosphäre. Gamer werden einige Déjà-Vue-Erlebnisse haben, die anderen werden einen innovativen Horrorfilm sehen, der trotz einigen Hängern und den üblichen mittelmässigen Schauspielern bis zum Schluss packt und bei der Stange hält.

Von der DVD gibt es leider nicht viel Positives zu berichten. Der Ton ist eigentlich ganz gut und lässt die Boxen ordentlich donnern, das Bild aber ist körnig und unscharf. Beim Bonusmaterial verstärkt sich dieser schlechte Eindruck: Weder eine Dokumentation noch Interviews gewähren einen Blick hinter die Kulissen. Wenigstens gibt es einen Audiokommentar der Schlüsselfiguren, die den Film recht amüsant kommentieren.

3.9 Sterne 2.4 Sterne
3.9 Sterne (17 Bewertungen) | 0 Kommentare

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10.06.2007 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 06.02.2007

  • Bildformat: 2.35:1 Widescreen Anamorphisch
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Deutsch: DTS 5.1 Surround
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: -