Snakes on a Plane (2006)
Snakes on a Plane (2006)
Langsam aber sicher neigt sich der Kinosommer 2006 dem Ende zu. Einige Filme, um die viel Wind gemachte wurde, verkamen zu einem lauen Sommerlüftchen. So auch Snakes on a Plane. Das Gerede war auf Dauer gestellt, die Cast- und Crew-Spekulationen dauerten lange an und vielerorts war man heilfroh, als der Film endlich ins Kino kam und somit dem Hype ein Ende gesetzt wurde - und zwar verhältnismässig schnell (zumindest hier in der Schweiz). Zu Beginn sah es aus, als sei Snakes on a Plane ein Film mit Kultstatus, doch vielen schien der Kampf mit den schuppigen Biestern zu abgefahren zu sein für einen Kinobesuch. Und so zahm wie sich dieses B-Movie über die Leinwand schlängelt, so harmlos kommt auch der Soundtrack daher.
Die 60-minütige CD präsentiert zum grössten Teil inspired-by-Material, welches sich überwiegend im Rock- und Hip-Hop-Genre bewegt. Alles in allem nett anzuhören und definitiv gut für eine unterhaltsame Autofahrt. Für den instrumentalen Teil des musikalischen Beitrages heuerte man den Actionfilm-Score-Veteran Trevor Rabin an. Dies überrascht wenig und Rabin scheint eine gute Wahl zu sein, hat er doch mit Con Air, Armageddon und kürzlich National Treasure schon etliche Actionkracher gekonnt musikalisch in Szene gesetzt. Die hier suitenartig präsentierte Komposition umfasst gerade mal gut vier Minuten und hinterlässt daher keinen allzu bleibenden Eindruck. Es ist routiniertes Rabin-Material, welches man, kompositionstechnisch gesehen, schon in etlichen früheren Rabin-Scores gehört hat. Passend aber nicht neu!
Fazit: Sollte man begeistert den Kinosaal verlassen haben, so kann man sich dieses Album als Souvenir zum Film getrost zulegen. Erwartet man jedoch orchestrale Filmmusik mit Schockeffekten in der Tradition von John Williams' Jaws, so wird man enttäuscht werden. Das Album ist routiniert, aber wenig faszinierend. Zum Autofahren eben... und los geht's!
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