Skinwalkers (2006)

Skinwalkers (2006)

Oder: Haarige Beisserchen

Skinwalkers

Ein Fall für den Zahni

Knapp 13 Jahre wurde Timothy (Matthew Knight) versteckt, beschützt und unter Kontrolle gehalten. Denn was der Bub nicht weiss ist, dass er ein ganz spezielles Kind ist. Er wird es sein, der an seinem 13. Geburtstag über die Zukunft der Skinwalkers zu entscheiden hat.

Die Skinwalkers sind Werwölfe. In jeder Vollmondnacht bricht das Tier durch und die Lust auf Blut wird gross. Durch die Jahre haben sich zwei Gruppen von Wölfen gebildet. Eine, die Gute, hat ihre Verwandlung im Griff, lebt zurückgezogen, würde Menschen niemals angreifen und kettet sich bei Vollmond verantwortungsvoll im Keller an, damit sie niemandem an den Kragen geht. Diese Gruppe wird angeführt von Jonas (Elias Koteas), dem Schwager von Timothys Mutter, Rachel (Rhona Mitra). Deren Ehemann (und sein Bruder) starb schon vor einiger Zeit und liess Rachel und Timothy alleine zurück.

Skinwalkers

Wild Hogs Reloaded

Die Gegenseite wird von Varek (Jason Behr) befehligt. Sie dröhnen auf schweren Motorrädern durch die Städte, leben ihre Verwandlung im Wald aus (wo sie schmerzhaften Sex miteinander haben) und sind auf der Jagd nach einem speziellen Kind. Dieser soll, wenn sich der Mond blutrot färbt, vernichtet werden. Denn im Gegensatz zu den lahmarschigen "Guten", sind die "Bösen" nicht daran interessiert, sich von diesem Fluch zu befreien, sondern lieben ihr Leben.

Da dieser wichtige Bub nun ausgerechnet Timothy ist, macht die Sache spannend. Denn die bösen Werwölfe haben Witterung aufgenommen und sind fest entschlossen, die Gemeinschaft der Beschützer zu durchbrechen und den Kleinen zu beseitigen. Auch wenn dabei ein ganzes Rudel Gleichgesinnte drauf geht....


DVD-Rating

Wer kennts nicht. Bei jedem Vollmond wird das Brusthaar zahlreicher, der Bart spriesst und man bekommt unbändige Lust, den Mond anzuheulen. Werwölfe haben eine lange Geschichte in den Büchern des Films. Meist sind sie bösartige Monster, die schlecht animiert den Helden der jeweiligen Filme an den Kragen wollen. In Skinwalkers ist es ähnlich. Nur dass es hier selber Werwölfe sind, welche sich gegen die eigene Rasse stellen und die Erwartungshaltung von Kämpfen innerhalb des Wolfclans schön angehoben wird.

Eins vorneweg: Skinwalkers ist glücklicherweise keine filmische Gurke, sondern wandelt auf den Pfaden von Vampirserien wie Buffy oder Angel. Überhaupt, der Film macht den Eindruck einer Doppelfolge der erwähnten Serien, in dem eine recht interessante Geschichte erzählt, aber mit dem Blut und dem Mönsterlen doch recht geizig umgegangen wird. Dafür sind die Wolfmasken für einmal nicht ganz ungelungen, auch wenn die finalen Kämpfe mehrheitlich im Dunkeln stattfinden.

Jason Behr dürfte den Fans noch aus The Grudge oder der TV-Serie Roswell in Erinnerung sein. Inzwischen hat sich der Gute ein imposantes Sixpack antrainiert und auch die Oberarme zeugen vom fleissigen Besuch des Fitnessstudios. Gegenpart Elias Koteas hat immer wieder Auftritte in grösseren Produktionen wie zum Beispiel Zodiac oder Shooter. Sie beide agieren überraschend gut, auch wenn das künstliche Haarteil nicht so recht zum Bild des Elias Koteas zu passen scheint.

Trotzdem ist Skinwalkers kein Überfilm geworden. Aber eine interessante Thematik, ein bisschen Mystik und schöne Schiessereien (mit Silberkugeln, natürlich...) hinterlassen einen brauchbaren Eindruck. Schön auch, dass es kein stumpfes und stupides Blutbad wurde, sondern man auch ein bisschen Wert auf die Figuren gelegt hat. Die schlussendliche Auflösung des Films und der (nicht ganz überraschende) Twist lässt die Möglichkeit einer Fortsetzung offen. Wer weiss, vielleicht werden die Skinwalkers bald in einer zweiten Runde auftauchen.

Die DVD überrascht mit informativem Zusatzmaterial. Die nervigen Werbe-Filmtipps mal ausgenommen, sind durchaus brauchbare Sachen abrufbar. Seien es mehr oder weniger interessante Interviews mit den Darstellern oder Animationen einzelner Szenen. Dazu kommt ein, leider zu kurz geratener, Bericht über die Special-Effects, der wie immer recht spannend ist. Das Making-Of jedoch ist reines Werbematerial.

Auf der technischen Seite kann die DVD ebenfalls genügen. Der Ton ist sauber und in den einzelnen Szenen dröhnt die Action klar und laut durch die Boxen. Das Bild hat allerdings im Schlussfight ein bisschen Mühe, das vorher locker erreichte Niveau zu halten.

3.3 Sterne 4.2 Sterne
3.3 Sterne (6 Bewertungen) | 1 Kommentar

3.5 Sterne3.5 von 0.0-6.0
29.08.2007 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 27.08.2007

  • Bildformat: 2.35:1
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
  • Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
  • Extras: Making-Of, Interviews, Deleted Scenes, Audiokommentar, Gunshot-Animation, Visual-Effects, DVD-Tipps