7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug (2006)
7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug (2006)
Oder: Rot heisst stehen, bei Grün kann man gehen
Im Märchenland ist einige Zeit vergangen, seit die 7 Zwerge ihre Abenteuer mit der bösen Königin (Nina Hagen) und Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen) erlebten und sich die damalige Geschichte glücklich beenden liess.
Im Schloss wohnt jetzt also Schneewittchen. Zusammen mir ihrem kleinen Sohn wartet sie noch immer auf die Rückkehr des Hofnarren (Atze Schröder), der doch nur mal kurz Zigaretten holen wollte. Ausserdem ist Intrigant Spliss (Hans Werner Olm) einem Kerlchen begegnet, der sich das Böse (das jeder kennt, doch niemand nennt) schimpft. Dieser Wicht (Axel Neumann) will denn nun auch den Sohn des Schneewittchens zu sich holen. Ein Aufschub von 2 Tagen wird von Schneewittchen erreicht, aber dann will das Rumpelstilzchen den Kleinen holen, wenn niemand vorher seinen Namen ausspricht.
Bubi (Otto Waalkes), der als letzter der Zwerge das Häuschen im Wald bewohnt, wird kontaktiert und bekommt einen Auftrag, der keinen Aufschub duldet und von höchster Wichtigkeit ist. Er soll seine sechs Zwergenfreunde suchen, damit sie als Einheit herausfinden können, wie der Bösewicht mit vollem Namen heisst. Doch die Zwerge Tschakko (Mirco Nontschew), Cloudy (Boris Aljinovic), Sunny (Ralf Schmitz), Cookie (neu im Team: Gustav Peter Wöhler), Speedy (Martin Schneider) und der Neueste der Gruppe, Ralfie (Norbert Heisterkamp) versuchen sich seit neuestem im Berufsleben.
Es heisst also für Bubi nicht nur, seine Freunde wieder zu vereinen, sich Schurken zu entledigen, komischen Gestalten zu begegnen (u.a. Oli Dittrich als Pinocchio) und gegen die gnadenlos tickende Uhr anzutreten. Nein, die Bande muss auch ausserhalb der Märchenwelt ihren Zwerg stehen, wenn sie auf der Suche nach dem weissen Helge (Helge Schneider) und dem "Palast der Fische" von einem Abenteuer ins nächste trampen.
Kinofilm-Rating
2004 kamen die 7 Zwerge in ihrem ersten Abenteuer in unsere Kinos und erreichten in Deutschland alleine Einnahmen von 6,5 Millionen Euro. Die Kritiker liessen zwar kaum ein gutes Haar am Film, aber das Publikum schien die Abenteuer von Sunny, Cloudy, Brumboss und Co. zu lieben. Deshalb ist es keine grosse Überraschung, dass sich Otto Waalkes und Kollegen noch einmal die Zipfelmütze überstülpen und als Zwerge in die Kinos kommen.
Das Team blieb das Gleiche. Ausser Markus Majowski, der durch ein Theater-Engagement verhindert war und ersetzt werden musste, waren alle Namen aus dem ersten Teil wieder an Bord. Und die ganze Crew um Regisseur Sven Unterwaldt konnte dem zwischenzeitlich etwas lauen ersten Teil noch einen saftigen Schuss Humor oben drauf schippen. Es brauchte keine Einführung der Figuren mehr, keine Vorstellung der Schurken und jegliche neuen Situationen werden schnell erklärt. Also keine langen Vorreden, sondern volle Kanne rein ins Vergnügen!
Hatte man beim ersten Teil noch den Eindruck, als kämen einige Zwerge humoristisch zu kurz, sind die Witze in 7 Zwerge - der Wald ist nicht genug besser verteilt. Vor allem Otto Waalkes hat am Anfang des Films genügend Gelegenheit zu zeigen, dass er einfach ein lustiger Kerl ist. Erstaunlicherweise sind auch die beiden Figuren "Cloudy" und "Sunny" dieses Mal witziger als im ersten Teil, dafür kommt Neuling Gustav Peter Wöhler etwas schlechter weg. Zappelphilipp Mirco Nontschew hat man schon besser gesehen und der Maaadin ist eh Kult.
Der Humor war, für meine Begriffe, dieses Mal besser. Keine Frage, das Niveau der Witze ist teilweise noch immer sehr tief angesiedelt, dafür sind die Cameos dieses Mal wirklich gelungen. Ohne zuviel der auftretenden Gesichter zu nennen, es hat schon ein paar Überraschungen dabei, zu denen sich natürlich auch bereits bekannte Figuren ("Ja, Hallo erst mal"...) gesellen.
Fazit: 7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug ist im Gesamteindruck lustiger, besser und unterhaltender als der erste Teil und hat mit Axel Neumann einen prima Bösewicht. Wer sich denkt, diese Zwergenfilme würden einfach längere Versionen der "Pro 7 Märchenstunde" sein, der könnte sich hier mächtig täuschen. Die lahme und ätzende Fernsehserie kommt nie und nimmer an die Zwergenaction heran.
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3.0 Sterne (50 Bewertungen) | 12 Kommentare




