The Sentinel (2006)
Der Sentinel - Wem kannst du trauen
The Sentinel (2006) Der Sentinel - Wem kannst du trauen
Oder: Jack Bauer, bitte kommen
Als Präsident der Vereinigten Staaten lebt es sich nicht leicht. Jedermann will ihm an den Kragen, es wimmelt nur so von potenziellen Attentätern, seien das nun geistig Verwirrte oder islamistische Terroristenprofis. Dies hat Pete Garrison (Michael Douglas) 1981 schon am eigenen Leib erfahren müssen, als er sich zwischen eine Kugel und den damaligen Präsidenten Reagan geworfen hatte. Noch immer ist er beim Secret Service, als "living legend" sozusagen, dabei und steht Tag für Tag um vier Uhr auf um das Leben des wichtigsten Mannes der Welt zu schützen. Nun hat er aber sein Betätigungsfeld etwas erweitert und kümmert sich nebenbei auch eingehendst um das Wohl der First Lady (Kim Basinger). Sicherlich keine gute Voraussetzungen um ein entspanntes Berufsleben zu führen. Doch die wahren Probleme beginnen erst, als ein Freund, und ebenfalls Secret Service Agent (Regisseur Clark Johnson) , liquidiert wird und Pete von einem Informanten erfährt, dass sich im Geheimdienst ein Verräter befindet, mit dessen Hilfe der Präsident ermordet werden soll.
Weil die Quelle ziemlich verlässlich scheint, lässt man alle Agenten einen Lügendetektortest absolvieren, den nur ein Mann verpatzt: Pete Garrison. Dies ist ein gefundenes Fressen für Investigation-Agent Breckinridge (Kiefer Sutherland), einst bester Freund von Pete, doch seit er glaubt dass dieser mit seiner Frau in die Kiste ging, dessen erbittertster Feind. Als Garrison von seinen eigenen Leuten verhaftet werden soll, entschliesst er sich selbst in die Offensive zu gehen. Im Stile von Harrison Ford in The Fugitive muss er nun gleich zwei Fliegen auf einen Schlag erledigen. Zum einen seinen Agentenkollegen entwischen und zum anderen den wahren Maulwurf, den ersten in der über hundertjährigen Geschichte der Agency übrigens, enttarnen.
DVD-Rating
Michael Douglas macht sich rar im Kino. Inzwischen bringt Gattin Catherine Zeta Jones mit Filmen wie The Legend of Zorro oder Oceans Twelve die grosse Kohle mit nach Hause, während sich ihr Gatte um die Kids kümmert oder Golf spielt. Und seit seinem letzten wirklich guten Film, Traffic sind auch schon ein paar Jahre vergangen. Irgendwie schade, dass dann "nur" solche Filme wie The Sentinel rausspringen, wenn man den Mann mal wieder sehen kann.
In Amerika nur sehr zaghaft gelaufen und in der Schweiz auch vielfach ignoriert, entpuppt sich The Sentinel als solider Krimi, der versucht, den Zuschauer an der Nase herumzuführen. Leider gelingt das nicht besonders gut und schon bald mal ist man sich sicher, wer denn der böse Bube ist. Spätestens dann zittert man mit Alt-Agent Michael Douglas und hofft, dass Kiefer Sutherland doch nicht so stur auf seine Einstellung pocht.
Ähnlichkeiten mit The Fugitive sind nicht zu vertuschen und was anfänglich spannend und interessant aussieht, entwickelt sich zum, zwar routiniert und solide gemachten, aber irgendwie halt doch ein bisschen lahmen Thriller. Neben dem erwähnten Oscar-Gewinner und unserem Lieblings-TV-Agenten Kiefer Sutherland können die Damen leider nicht überzeugen. Eva Longoria sieht zwar gut aus, bringt jedoch ihre Figur nie richtig ins Spiel mit ein. Oscar-Preisträgerin und Ex-Nine and a Half Weeks-Gespielin Kim Basinger hat ebenfalls Mühe, ihren Charakter interessant zu machen. Da nützen auch die Schmusi-Busi-Szenen nichts.
Fazit: The Sentinel ist ein passabler, zweitweise aber doch langwieriger Krimi geworden, der einzig und allein davon lebt, dass man nicht weiss, wer hinter den Drohungen gegen den Präsidenten steht und wie Michael Douglas aus der Kacke rauskommt. Der Rest ist Routine
Überraschungen dann auf der DVD. Wer schon immer mal davon geträumt hat, sich eine coole Sonnenbrille auf zu setzen und im Schrittempo neben einem Präsidentenauto zu traben, der sollte sich die beiden Features über den Secret Service angucken. Nicht nur wird die Geschichte dieser Institution kurz beleuchtet, sondern es kommen auch echte Agenten zu Wort, die von den Dreharbeiten berichten und auch sonst einiges zu erzählen haben. Ein Making-Of für die Werbekunden, mässig spannende Interviews mit den Schauspielern und ein paar weitere DVDs gibts ebenfalls. Immer wieder interessant ist die "B-Roll", also die Kamera hinter der Kamera.
Die Schiessereien und mit guter Musik untermalten Verfolgungen dröhnen im soliden 5.1 Digital-Sound durch die Boxen und auch das Bild weist keine Schwächen auf. Eva Longoria ist also (ratten-)scharf zu sehen....
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DVD-Infos
DVD erschienen am 21.12.2006
- Bildformat: 2.35:1
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Trailer, Funkfeature, Interviews, B-Roll, Deleted Scenes, The Secret Service, Protecting the President, DVD-Show



