Pulse (2006)

Pulse (2006)

Oder: Ctrl-Alt-Del

Pulse

Hallo ich bin Herr Wind-in-meinem-Haar

Bei Mattie (Kristen Bell) sitzt der Schock tief. Nachdem sie ihren Freund Josh (Jonathan Tucker) Wochen nicht gesehen hat, ging sie bei seinem Appartment vorbei und verpasste nur um wenige Minuten seinem Selbstmord. Sie ist völlig am Boden zerstört und wird von Schuldgefühlen beinahe zerfressen. Als sie sich per Chat mit ihren Freunden unterhält, klinkt sich plötzlich der verstorbene Josh ins Gespräch ein und schreibt wiederholt "Hilf mir" an alle.

Pulse

ach hätte ich doch meine Pille genommen

Sie machen sich auf die Suche nach Joshes Computer und finden ihn beim Bastler Dexter (Ian Somerhalder), der ihn aber noch gar nicht eingeschalten hatte. Derweil gibt es immer mehr Selbstmorde. Die Medien sprechen schon von einer Epidemie. Die Klassenräume sind halb leer. Da kommt Dexter einem Experiment auf die Spur, das schrecklich misslungen ist und dessen Nebeneffekt die Selbstmorde sind, die inzwischen in die Tausende gehen.

Maggie macht sich mit Dexter auf, um den Verantwortlichen hinter dem Experiment zu finden. Inzwischen tauchen immer wieder verzerrte Schatten auf, beginnen, die Bewohner des Dorfes auf die hässlichste Art zu terrorisieren, und selbst Maggies engste Freunde sind davor nicht geschützt. Wird sie es noch rechtzeitig schaffen, die scheinbar übermächtigen Schattenwesen zu stoppen, bevor jeder umgebracht wurde, der ihr lieb und teuer ist...?


DVD-Rating

The Ring, The Grudge oder auch Dark Water haben bewiesen, dass Remakes von japanischen Horror- und Geisterfilmen auch in der westlichen Welt mehr oder weniger erfolgreich sein können. Drum packen immer mehr US-Filmstudios ihre Anwälte in einen Flieger und besorgen sich Remake-Rechte von drüben. Pulse ist ein weiterer Kandidat dieser Sorte, der eine hemmungslose Geisterbahn verspricht und schlussendlich aber recht träge, uninspirierend und mühsam daherkommt.

Es dauert eine Weile, bis der ungeübte Zuschauer merkt, um was es in Pulse überhaupt geht. Die ersten Leichen tauchen auf, des blitzt in der Nacht und die Geister kommen mit schöner Regelmässigkeit. Das wäre ja alles Gut und Recht, wenn man diese Rezeptur nicht schon kennen würde. Aber nach der Sichtung der oben genannten Filme geht man recht abgehärtet und realistisch an diese Sache ran.

Schauspielerisch wird Massenware geboten. Die Damen und Herren (u.a. Christina Milian aus Be Cool und Ian Sommerhalder aus Lost) sehen zwar allesamt knackig und frisch aus, vermögen aber keine grossen Sympathiepunkte zu sammeln, damit man ihnen im Kampf gegen die Geister mentale Unterstützung anbieten würde.

Fazit: Pulse ist eine Geisterbahn mit Anfangsschwierigkeiten. Wenn die bleichen Gestalten dann anfangen, ihrer Arbeit nach zu gehen, kommt zwischendurch sogar etwas wie Spannung auf, was sich aber bald darauf wieder verzieht. So ist der Film leidlich unterhaltsam und lebt ganz alleine von den (zugegebenermassen gut gemachten) Geister-Sequenzen.

Die DVD überrascht dann aber doch etwas mit einem randvollen Programm und zwei Audiokommentaren. Die Deleted Scenes bieten einen alternativen (und wohl besseren) Schluss und die verschiedenen Trailers, Spots und das Musikvideo machen ebenfalls Lust auf den Film. Die Interviews sind semi-informativ, das Making-Of branchenüblich. Interessant sind die visuellen Effekte (Green-Screen) und natürlich der Bericht über die realen Phänomene dieser Art. Da kommt teilweise echtes Gruseln auf. Also ein schön vollbepacktes Extra-Set, das dem Film an sich in Sachen Qualität schon überlegen ist.

Der Film ist leider durchwegs in einem Blauton gehalten, der ein wenig an Underworld erinnert. Das setzt scharfe Augen voraus und kann mit der Zeit recht ermüdend sein. Dafür kommen die Schreie und die passend eingesetzten Musikstücke klar und störungsfrei zur Geltung, was dem Ton eine gute Note verleiht.

3.1 Sterne 4.2 Sterne
3.1 Sterne (23 Bewertungen) | 0 Kommentare

2.52.5
07.07.2007 / db (Inhalt), muri (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 05.07.2007

  • Bildformat: 2.40:1 (16:9 anamorph)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Deutsch (DTS 6.1), Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Audiokommentare, Trailer, Deleted Scenes, Musikvideo, Interviews, Making-Of, Die Effekte, Paranormale Phänomene, Produktionsnotizen, TV-Spots, Fotogalerie