La Planète blanche (2006)
Der weisse Planet
La Planète blanche (2006) Der weisse Planet
Oder: ... bald ausgestorben
Von oben siehts aus, als wenns einfach eine weisse Fläche wär. Bei genauerem Hinschauen wird dann allerdings eine der beeindruckendsten und schönsten Landschaften unseres Planeten daraus. Die Arktis. Heimat von Unmengen schöner, gefährlicher und vor allem bedrohter Tiere. Und wieder einmal ist es der Mensch selber, der dafür verantwortlich ist, dass diese Tierwelt ums Überleben kämpft.
Eisbären, die ihre Jungen knuddeln. Polarfüchse auf Futtersuche. Walfische auf Brautschau oder Karibus auf Wanderschaft. Angereichert mit vielen kleinen Episoden und Momenten bekommt man ein Bild einer Welt, die selten einer direkt vor Ort begutachten kann. Und wenn das mit der globalen Erwärmung so weiter geht, wird das auch bald überhaupt nicht mehr möglich sein.
Während drei Jahren haben sich interessierte Filmemacher daran gemacht, die Tierwelt der Arktis zu portraitieren. Sie setzten sich an die Fersen der Karibus, beobachteten die durchs inzwischen dünne Eis brechenden Eisbären, sahen Robben auf der Flucht und tauchten in die dunkle Tiefe des Meeres, um einem Walballett zu folgen oder komische Bewohner der Tiefe zu filmen. Und mehr als einmal wird bewusst, dass das wilde Leben da draussen ein ewiger Kampf ist. Fressen oder gefressen werden. Das gilt auch am Nordpol. Trotz der schönen Landschaft und den knuddeligen Tieren.
Kinofilm-Rating
Vorspannlog: Jetzt mal ernsthaft: was wir Menschen mit dem Erdenklima veranstalten, wozu wir es treiben - mit (Ab-)Gas und all dem Müll - und wohin das führen wird... es sieht gar nicht gut aus! Zumindest seit An Inconvenient Truth, in welchem Al Gore an unsere Vernunft appelliert, sollten wir's kapiert haben, oder? Wenn wir wie bisher die Welt verpesten, schmilzt das letzte Eis weg. Auch das dort oben im Norden! Katastrophe! Filme wie La Planète blanche werden nie mehr entstehen können!!
Filmlog: Der Dokumentarfilm von den Produzenten von Mikrokosmos und Das Geheimnis der Zugvögel ist Natur pur. Vor allem die wunderbaren, sehr eindrücklichen Bilder der Arktis, einer Welt, die die Meisten von uns nur oberflächlich kennen, lassen einen erstaunen. Ein angenehmes Mass an Spannung wird damit erzeugt, dass man während der filmisch umgesetzten Zeitspanne eines Jahres immer wieder auf dieselbe Eisbärenfamilie und jene hunderten, ja tausenden von Karibus trifft, die einem bald einmal vorgestellt werden. Schliesslich will man ja wissen, wie's ausgeht. Ob die Reisenden ihr Ziel erreichen werden.
Zudem schwirren ab und an Wesen über die Leinwand, die von einem anderen (weissen) Planeten stammen könnten. Es kann folglich auch geschmunzelt werden. Die musikalische Begleitung ist dabei stets stimmig und betont angenehm die jeweiligen Stimmungen, tierischen Szenarien und anderen Gegebenheiten.
Abspannlog: La Planète blanche ist ein Film für Jung, Alt, zum alleine oder in der Gruppe angucken. Der Film erzählt, lehrt und unterhält gleichermassen. Sehr zu empfehlen ist der Film bestimmt auch Schulklassen, die sich mit den aktuellen Themen betreffend der Klimaproblematik beschäftigen. Ein guter, solider, aufklärender, spannender, sehr ansprechend gemachter Dokumentarfilm.
![]()
4.0 Sterne (10 Bewertungen) | 3 Kommentare



