Night at the Museum (2006)
Nachts im Museum
Night at the Museum (2006) Nachts im Museum
Im Fantasy/Science Fiction-Genre tummelte sich Alan Silvestri immer schon gerne, dort wo er mit seine umwerfendsten Musiken entworfen hat: Back to the Future, Judge Dredd und zuletzt der lachhafte Van Helsing und der weihnachtliche The Polar Express. Night at the Museum nun bescherrt dem 56jährigen Komponisten eine besondere Plattform mit all den verschiedensten Elementen, die man in einem naturkundlichen Museum so findet. Das könnte Silvestri ausnützen und zwischen szenengerechtem unterlegen von Musik (mickey mousing) und grossem Abenteuer muszieren. Vom Wilden Westen bis zu den Römern. Doch Silvestri nimmt einen etwas einfacheren Weg und komponiert das Ganze eher als abenteuerlichen Actionscore mit mysteriösen Untertönen.
Was fehlt sind handfeste Themen, die dem Score ein griffiges Rückgrat und ein Wow-Gefühl geben. Merkwürdig, Silvestri gehört sonst zu den Komponisten, die über das Können solche Themen zu komponieren verfügen und mit tollem thematischem Material umzugehen verstehen. Ein Hauptthema taucht im ersten Stück "Night at the Museum" auf, ein gelungenes, aber nicht übermässig einprägsames Motiv für die verschiedenen Helden und Charaktere des Films. Ein weiteres Manko sind die vielen recht kurzen, ein- bis zweiminütigen Tracks, die sich auf sage und schreibe 35 Tracks und auf 53 Minuten verteilen. Night at the Museum hat seltene und kurze Momente, die wirklich beeindrucken und von denen man sich mehr wünschen ("Heroes Return" zum Beispiel) würde - über die ganze CD gesehen bleibt ein spassiger Abenteuerscore mit viel Bewegung für volles Orchester und Chor. Aber es fehlt der letzte Zwick und das wirklich umwerfende Element um an Silvestris beste Arbeite heranzukommen.
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