Night at the Museum (2006)
Nachts im Museum
Night at the Museum (2006) Nachts im Museum
Oder: Nachts, da ist der Dino los
Larry Daley (Ben Stiller), ein zwar kreativer aber ziemlich erfolg- und arbeitsloser Möchte-Gern Geschäftsmann, braucht unbedingt einen Job. Jetzt! Larry dachte stets, er sei zu Höherem fähig, werde es zu etwas bringen und so weiter. Doch weiss er nicht mal, wie er nur schon die erste Sprosse der Karriereleiter finden soll. Schliesslich nimmt er die einzige Stelle an, die ihm die Jobvermittlerin anbietet. Er wird Nachtwärter des Natural History Museums.
Seine ersten Schicht muss Larry bereits ganz alleine bestreiten. Ausgerüstet mit einem Schlüsselbund, einer beachtlich grossen Taschenlampe sowie einer eselsohrigen Bedienungsanleitung, döst er schon bald bei der Arbeit ein. Kein Problem, denn viel zu tun gibt es ja eh nicht, oder?
Weit gefehlt! Zu seinem grossen Erstaunen sieht Larry, dass sämtliche Ausstellungsfiguren des Museums während der Nacht lebendig werden. Vom knochigen Tyrannosaurus Rex über Attila den Hunnenkönig hin zu Teddy Roosevelt (Robin Williams) und dem gefährlichen Löwenrudel fängt mit Sonnenuntergang das grosse Museums-Chaos an. Die Jobbeschreibung besagt, dass nichts und niemand ins Museum rein und nichts und niemand aus dem Museum raus darf. Wobei sich letzteres zunehmend schwierig gestaltet. Vor allem dann, als sich drei dreiste Diebe an die wertvollsten Museumsstücke ranmachen. Ist Larry diesem nächtlichen Drunter und Drüber - seinem Job - gewachsen?
DVD-Rating
Wenn in Hollywood Familienkomödien gedreht werden, ist meist Shawn Levy nicht weit. Cheaper by the Dozen oder Just Married sprechen da eine deutliche Sprache. Und sogar für den blöden, aber sauglatten Pink Panther war er verantwortlich. 2008 macht er sich dann an seine erste Comicverfilmung ran und bringt Flash ins Kino. Night at the Museum war Ende 2006 ein Überraschungserfolg an den Kinokassen. Ob es die (Vor-)Weihnachtsszeit war oder an was es auch immer gelegen haben mag, der Film spielte fast 250 Millionen Dollar ein und wurde zum Dauerbrenner in den Kinocharts.
Dabei ist Night at the Museum einfach ein ganz stinknormaler Familienfilm, ohne grosse Überraschungen, dafür mit ein paar mehr oder minder gut animierten Viechern, die Nachts im Museum lebendig werden und einen etwas träumerischen Nachtwächter bei Laune halten. Der T-Rex, der Stöckchen holen will. Der amerikanische Ex-Präsident, der sich in eine berühmte Indianerin vom Schaufenster nebenan verguckt hat, sowie Cowboys und Römer, die, zwar nur fingergross, miteinander arbeiten müssen, um einen bösen Fluch zu beseitigen. Ach....
Ja, es ist lustig. Anfangs. Wenn der Dino das erste Mal auftaucht, Robin Williams als Präsident Roosevelt seine (leider seltenen) Sprüche klopft und die drei alten Nachtwächter ihre Show abziehen. Grinsen kann man vielfach in Night at the Museum. Bis man merkt, dass sich die Gags wiederholen, die lustigsten Spässe bereits im Trailer gezeigt wurden und bereits nach wenigen Minuten klar ist, worauf die Geschichte hinausläuft. Ben Stiller trägt seinen Teil bei, dass Night at the Museum ein höchst durchschnittlicher Film wird, bei dem man sich ernsthaft fragen darf, warum den so viele Leute gesehen haben.
Fazit: Night at the Museum lebt von seinen Special-Effects und hat in den drei klassischen Hollywoodstars Dick Van Dyke, Mickey Rooney und Bill Cobbs seine heimlichen Stars. (Vielleicht noch mit Owen Wilson, der auch als Mini-Cowboy cool ist.) Der Witz ist kindgerecht und entsprechend harmlos. Und so richtig Spannung will auch nicht aufkommen. Da durfte man nach dem Trailer einiges mehr erwarten.
Die DVD geizt ein bisschen mit Bonusmaterial. Zwar ist der Audiokommentar recht interessant und die zusätzlichen Szenen bringen ein bisschen mehr Material für Freunde des Films. Aber die eigentlichen Features sind dann doch eher schwach. Die Versprecher wurden zu einem Clip zusammengefügt und ein Bericht über die Arbeit mit dem Äffchen (inkl. Schaum vor dem Mund) gibts auch noch zu sehen. Wer sich für Dinosaurier interessiert, darf dann in einem Spiel noch die verschwundenen Knochen dem Skelett des T-Rex zufügen.
Das Bild ist gewohnt sauber und klar und auch der Ton hinterlässt keine negativen Spuren. Ausserdem kann man sich die Audiokommentare entweder grad direkt übersetzen lassen oder man liest die Untertitel dazu.
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3.5 Sterne (123 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 03.05.2007
- Bildformat: 1:1.85 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Audiokommentar, Zusätzliche Szenen, Bloopers, Arbeiten mit dem Affen, Dino-Spiel




