My Super Ex-Girlfriend (2006)

Die Super-Ex

My Super Ex-Girlfriend (2006) Die Super-Ex

Oder: The Real Break-Up

My Super Ex-Girlfriend

Thats Super, Girl!

Matt (Luke Wilson) arbeitet in einem Ingenieurbüro, hat mit Kumpel Vaughn (Rainn Wilson) einen selbsternannten Frauenkenner an seiner Seite, jedoch Mühe mit dem anderen Geschlecht. S'will einfach nicht so recht hinhauen mit den Frauen. Auf alle Fälle bis er in der U-Bahn ein herziges Fräulein namens Jenny Johnson (Uma Thurman) entdeckt und sie anquatscht.

Die beiden kommen sich näher, verbringen die erste Zeit miteinander und Matt wundert sich schon ein bisschen, dass die Gute zeitweise ein wenig gar plauderhaft ist. Dafür ist sie im Bett eine Granate, also wird er sie auch wieder sehen. Während er das Ganze eher auf die lockere Schulter nimmt, fängt sie an zu klammern. Und zwar heftig. Ausserdem beichtet sie ihm ein Geheimnis. Sie ist "G-Girl", die lokale Superheldin, gegen die Supergirl wie eine Anfängerin aussieht.

My Super Ex-Girlfriend

Hände hoch oder ich föhne!

Matt gefällt es zwar, die Frau im Kostüm flach zu legen und der Sex in schwindelerregender Höhe über der Stadt hat auch seinen Reiz, aber mit Liebe hat das ganze wenig zu tun. Für dieses Gefühl wäre Arbeitskollegin Hannah (Anna Faris) besser geeignet. Und so macht Matt Schluss mit Jenny/G-Girl.

Das hätte er mal besser bleiben lassen. Denn wenn normale Frauen schon doppelt und dreifach zurückschlagen, ist es bei einer Superheldin nochmals ein paar Stufen schlimmer. Da hilft nur eins: Sich mit ihrem Erzfeind (Eddie Izzard) verbinden. Der weiss schon was zu tun ist. Oder?


Kinofilm-Rating

Regisseur Ivan Reitman haben wir ein paar der besten und lustigsten Komödien zu verdanken. Filme wie Ghostbusters, Kindergarten Cop oder Dave gehören in sein Repertoire, zu dem sich nun auch My Super Ex Girlfriend gesellt. Und wer die angesprochenen Filme kennt, der kann sich vorstellen, wie die neueste Arbeit aussieht. Zu lachen gibts also mehr als genug.

Trennungen sind meist keine angenehme Entwicklung einer Beziehung, die doch so hoffnungsvoll begonnen hat. Aber wenns nicht mehr klappt, muss man einen Schlussstrich ziehen. Entweder klappt das in beidseitigem Einvernehmen oder eine der Parteien wird den anderen entsprechend büssen lassen. Die Idee, aus dem Beziehungsopfer eine Superheldin zu machen, ist einerseits Garant für ungewöhnliche Rachefeldzüge, andererseits eine völlig neue Sichtweise des Ganzen. Daraus zieht der Film seinen Reiz, die Mehrheit seiner Witze und darf zusätzlich noch ein paar Special-Effects mehr oder weniger gut platzieren.

Wenn ein Mitglied des Fratpack mit einem Film in die Kinos kommt, darf meist geschmunzelt oder gelacht werden. Hier ist die Reihe an Luke Wilson, dem grossen Bruder des Wedding Crashers , der als hemmungslos überforderter Frauenheld eine richtig gute Figur macht. Sympathisch, trottelig und halt immer das falsche machend, verkörpert die Figur einen Grossteil der Männerschar. Uma Thurman als Superheldin hat dann ihre interessanten Auftritte, wenn sie aus der Rolle ausbrechen kann und die extrem nervige Privatfrau spielen kann. Da blitzt der Wahnsinn buchstäblich in ihren Augen. Scary Movie-Queen Anna Faris ist nett und darf mal wieder in der Gegend rumstaunen, bringt aber letztendlich keine grossen Impulse. Ganz anders Eddie Izzard (grad noch stimmlich als Koala in The Wild bei uns im Kino). Ihn zu beobachten macht definitiv Spass, während der von seinem Lümmel gesteuerte Kumpel Rainn Wilson sein Pulver ebenso schnell verschiesst wie "Stinktier" Wanda Sykes.

Fazit: My Super Ex Girlfriend macht vor allem in der ersten Phase grausam Spass. Da darf echt gelacht werden bis die Tränen kullern. Leider dreht sich der Film gegen Ende zu einer etwas langatmigen und vorhersehbaren typischen Hollywoodkomödie, die einen Abschluss hat, den niemand überrascht. Auch hat es zwischendurch einige Szenen, deren Sinn und Machart sehr gewöhnungsbedürftig sind. Im grossen und ganzen bringt My Super Ex Girlfriend aber genügend Witziges ins Kino, das es keinem langweilig wird.

3.0 Sterne
3.0 Sterne (69 Bewertungen) | 5 Kommentare

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31.07.2006 / muri