Monster House (2006)
Monster House (2006)
Oder: "I'm sorry about your house. Your wife. Your... house-wife." - oder wie man Häuser zum Leben erweckt
DJ (Stimme von Mitchel Musso) ist ein kleiner Junge auf dem Weg zum Erwachsenen. Er lebt an einer Strasse, die ganz normal scheint, wenn da nicht dieses komische Haus mit dem alten, nervigen und unfreundlichen Mr. Nebbercracker (Stimme von Steve Buscemi) wäre. Und wenn der alte Mann nicht genug beängstigend wäre, scheint das Haus lebendig zu werden, wenn kein Erwachsener hin guckt. Der Rasen vor diesem Haus scheint dem Bewohner heilig zu sein. Denn alles Spielzeug, das da drauf fällt, fährt oder fliegt, wird konfisziert und ins Haus gebracht.
Mit Kumpel Chowder (Stimme von Sam Lerner) positioniert sich DJ regelmässig in seinem Zimmer und beobachtet das Haus. Als sie ihre Beobachtungen melden, finden sie in Babysitter Zee (Stimme von Maggie Gyllenhaal) und deren Freund Bones (Stimme von Jason Lee) keine Hilfe, sondern werden ausgelacht. Als aber Bones darauf spurlos verschwindet, wirds unheimlich.
Die Nächste, die an der Tür dieses bösen Hauses läutet, ist Jenny (Stimme von Spencer Locke). Sie kann aber gerade noch gerettet werden. Als den Jungs (und Jenny) aber bewusst wird, dass Halloween vor der Tür steht und somit Hunderte von Kids an diesem Haus klingeln werden, müssen sie ein Blutbad verhindern. Sie beschliessen, dem Haus entgegen zu treten und es zum Kampf zu fordern.
Kinofilm-Rating
Gott sei Dank ist Monster House ein, mit der Motion-Capture-Technik erstellter, Animationsfilm. Die Vorstellung, das Drehbuch zu Monster House in einen konventionellen Film verarbeitet zu sehen, lässt mir die Nackenhaare zu Berge stehen. Steven Starkey, einer der Produzenten von Monster House, drückt es so aus: "Unser Dilemma war: Wie verbinden wir einen konventionellen Film mit einem Haus, das zum Leben erwacht?". Meiner bescheidenen Meinung nach am besten gar nicht! Die Wahl, einen Animationsfilm zu machen, der streckenweise an James and the Giant Peach oder The Nightmare before Christmas erinnert, war absolut richtig. Und obwohl mit der Motion-Capture eine Technik zur Verfügung stand, die eine möglichst realistische Animation ermöglicht, entschloss man sich dazu, Monster House stilistisch nicht ganz so nahe an der Realität zu gestalten. Jason Clark, ein weiterer Produzent, hofft, dass die Zuschauer erkennen werden, dass die Geschichte in einer traditionellen Vorstadtstrasse in einer ganz normalen Nachbarschaft spielt, aber dass die Zuschauer dieses Szenario gleichzeitig so unwirklich finden, dass den Filmern der dritte Akt abgenommen wird - dann nämlich wenn das Haus durch die Gegend wütet und die Kinder verfolgt. Dazu kann ich nur noch BRAVO! sagen.
Häuser haben Gesichter, und man sagt, dass ein Haus atmet und lebt, wenn es bewohnt wird. Nun dieses ganz spezielle Haus entwickelt sein Eigenleben in dem Moment, in dem es verlassen wird, alleine gelassen wird. Das Kino kann auf eine lange Reihe unheimlicher Häuser zurückblicken; das Haus in Psycho ist da nur eines unter vielen. Aber das Psychohaus entwickelt kein so beseeltes Eigenleben wie das Gebäude in Monster House. Ganz zu schweigen davon, dass das Haus mit der mumifizierten Mutter im Keller niemals von seinem Hügel herunter gekommmen ist und Janet Leigh bis in ihr Motelzimmer verfolgt hat.
Monster House ist ein Spass für jung und alt, mit einer Einschränkung: unter Zehnjährigen bereitet dieser Film vielleicht einige albtraumhafte Nächte und die "Alten" unter uns müssen bereit sein, das Kind in sich wieder zum Leben zu erwecken; zumindest für die Dauer von 91 Minuten. Danach kann man ja immer noch so tun, als ob man eben im neuen Almodovar oder Lee gewesen sei, sprich so tun, als ob man eben geistig und kulturell aufs Höchste gefordert worden sei. Ja, Monster House ist ein "Trickfilm", aber einer der mich begeistert hat, mich zum lachen brachte und der trotz all der Technik so vollkommen unrealistisch (und das im wahrsten Sinn dieser Worte) ist, dass er glatte sechs Sterne von mir bekommt. Ich wünsche allen "Kindern" unter euch ein "gruseliges" Vergnügen.
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4.2 Sterne (36 Bewertungen) | 6 Kommentare



