Mission: Impossible III (2006)
Mission: Impossible III (2006)

Michael Giacchinos grosser Durchbruch war seine Musik zum animierten Superheldenspektakel The Incredibles mit seinem prominenten 007-Flair. Es lag also nicht allzu fern, den ehemaligen Game-Komponisten (Medal of Honor-Serie) für den dritten Teil der unmöglichen Mission zu verpflichten. Ein weiterer grosser Schritt in der Karriere des noch jungen Filmmusikers.
Giacchinos Score zu Mission: Impossible III erinnert weit mehr an Danny Elfmans Kompositionen zum ersten Teil, vor allem in den perkussiven und den "ruhiger spannungsbetonten" Passagen, und hebt sich tunlichst vom improvisierten Rockgetösse eines Hans Zimmers zu Teil zwei ab. Auch die vielen gelungenen Anleihen an Lalo Schifrins weltbekanntem Originalthema der TV-Serie erfreuen das Hörerherz und machen sichtlich Spass – dem Komponisten auch (herrlich, die Variation in "The Chutist")! Diese Referenzen sind mitunter die Höhepunkte der für meinen Geschmack etwas zu lang geratenen CD. Schon ab Stück 4 hängt die Disc zwischenzeitlich etwas durch. Die reinen Suspensemomente und das Liebesthema ("Ethan and Julian") sind nicht gerade die originellsten Tracks beziehungsweise auf das Love Theme bezogen rein steretype Versatzstücke.
Als Fazit ist zu vermerken, dass Mission: Impossible III die Rückkehr zum traditionelleren Actionscoring ist und sich vom langweiligen und immer gleichen Bruckheimer-Bombast in vielen positiven Merkmalen abhebt. Das zumindest macht Lust auf mehr von Giacchino, dem mit dem Erfolg des Films sicherlich einige Türen offen stehen werden. Kleiner Sidekick für Jazzfans: Abraham Laboriel ist als E-Bassist im Musikerabspann aufgeführt! Feine Sache.
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