Mission: Impossible III (2006)

Mission: Impossible III (2006)

Oder: Nix ist unmöglich!

Mission: Impossible III

"I LOVE Katie! Yippie!"

Im Leben des Agenten Ethan Hunt (Tom Cruise) hat sich was geändert. Er hat seinen Rückzug aus den aktiven Feldeinsätzen durchgeboxt und trainiert nun junge und motivierte Menschen, die nur ein Ziel haben: Die besten Agenten der Welt zu werden. Ethan lebt mit seiner Freundin Julia (Katie Holmes-Klon Michelle Monaghan) in einem schmucken Haus und bereitet sich seelisch auf die kommende Hochzeit vor. Als bei einer netten Party ein Anruf dazwischenfunkt, wird Ethan Hunt jedoch wieder in einen Fall gezogen, von denen er eigentlich Abschied genommen hat.

Seine Schülerin Lindsey (Keri Russell) wurde entführt. Man hatte sie auf den Waffenhändler Owen Davian (Philip Seymour Hoffman) angesetzt, der allerdings Lunte gerochen hat und die Agentin beseitigen will. Natürlich darf das unser Bald-Ehemann nicht auf sich sitzen lassen und stellt sofort ein Team zusammen. Sein Partner aus früheren Einsätzen, Luther Stickell (Ving Rhames), der junge Declan (Jonathan Rhys-Meyers) und die schöne Zhen (Maggie Q) machen sich, samt Hunt natürlich, auf, die Agentin zu befreien und den Waffenschieber zu schnappen.

Mission: Impossible III

Nein, ich will kein neues Swisscom-Abo!

Und siehe da: Der Agentin wird eine kleine Bombe ins Gehirn gepflanzt, das Ding geht hoch und die Wut auf Davian wird immer grösser. In einer nicht sanktionierten Aktion macht das Hunt-Team nun im römischen Vatikan Jagd auf den Händler, der dann auch prompt geschnappt wird. Samt geheimnisvollem Koffer, dessen Inhalt noch zu Reden geben wird. Davian allerdings, teuflisches Genie das er ist, hat noch ein paar ganz heisse Eisen im Feuer. Eines davon ist Julia. Die wurde gekidnappt und Ethan Hunt hat nun 48 Stunden Zeit, den Inhalt des Koffers zu besorgen und ihn Daivan auf dem Silbertablett zu präsentieren. Andernfalls ist Julia tot.

Also nix wie hin. Nach Shanghai. Die Hasenpfote holen und die dortige Bevölkerung in Staunen zu versetzen.


DVD-Rating

Der erste Mission: Impossible hatte durchaus gelungene Momente (mal abgesehen vom TGV-Tunnel-Heli-Finale), Mission: Impossible 2 war durch und durch ein überstilisiertes Machowerk. Insgesamt konnte man beim Gedanken an eine weitere Folge durchaus ein flaues Gefühl in der Magengegend bekommen - Tom Cruise mimt zum dritten Mal den Agenten für das Unmögliche, dem hinter dem Rücken wieder übel mitgespielt wird. Umso gelungener, wenn der Film nach dem Schlusspfiff dann mehr auf der gut verdaulichen Ebene zu liegen kommt.

Grundsätzlich haben Ehefrauen-Entführungsfilme immer dasselbe Muster: Sie lieben sich ach so sehr. Mann hat aber einen gefährlichen Job, von dem Frau nicht viel oder gar nichts weiss. Frau wird entführt. Mann muss ihr nachjagen und Bedingungen erfüllen, die ihm gegen den Strich gehen, sonst stirbt sie. Und so weiter, und so fort. Das Grundgerüst ist also sehr simpel, aber J.J. Abrams hat die Action und natürlich die Prämisse auf seiner Seite. Das weiss er zu nutzen und inszeniert einen schnellen und kurzweiligen Actionthriller mit aufblasbaren Polizeihüten, bösen Deutschen High-Tech-Terroristen, einfältigen Papstbewachern, 007-Feeling (nichts ist unmöglich!) und einem wirklich fiesen Bösewicht.

So ist es denn, Mr. Cruise kann Liebeleien austauschen wie er will, natürlich nicht das Beziehungsgeflecht, das wirklich Dranbleibinteresse weckt, als vielmehr die geschickte Umsetzung einer nicht sonderlich ungewöhnlichen, flockig-lockeren Agentenstory mit viel Star- und Popcornpotential. Ich übrigens, wegschauen wer den Film nicht kennt, hätte mir schon eher kein Happy End gewünscht.

Extras: Die schiere Menge an Extras (auf der zusätzlichen zweiten Disc - Disc 1 entspricht derjenigen der Single Disc Version) kann leider nicht über deren eher dürftige Qualität hinwegtäuschen. Es ist ein nerviges Schulterklopfen von A-Z. Cruise lobt Abrams, Abrams lobt Cruise, die Darsteller loben sich, Stuntleute Cruise und Cruise die Stuntleute. So geht es fast durchgehend in den verschiedenen, einzeln anwählbaren Making-Of Teilen. Dass der Film ein zünftiges Hin und Her an Regisseuren erlebte, wieso und weshalb, davon ist natürlich keine Rede. Immerhin gibt es noch ein ein wenig Zusatzmaterial (entfallene Szenen) auf DVD 1 zu bestaunen. Etwas schade auch, dass das Bild nicht in der obersten Liga mithalten kann. Die Schärfe ist verwunderlicherweise nicht sonderlich gut. Mit dem Bildkontrast hingegen kann man hingegen zufrieden sein und die vielen dunklen Szenen sind äusserst detailreich. Umso gelungener ist dann aber der Ton. Welch ein Fest für actionverwöhnte Ohren. Da ist vom leisesten Knirschen bis hin zum ohrenbetäubendem subwoofern wirklich alles vorhanden. Sauber!

Hinweis: am 30.12. erscheinen die Blu Ray als auch eine HD-DVD (als Code 1 Version bereits erhältlich).

4.0 Sterne 4.0 Sterne
4.0 Sterne (134 Bewertungen) | 14 Kommentare

4.0 Sterne4 von 0.0-6.0
29.10.2006 / muri (Inhalt), pb (Rating)


DVD-Infos

Special Edition, erschienen am 24.10.2006

  • Bildformat: 2.40:1 (anamorph)
  • Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1), Türkisch.
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch.
  • Extras: DVD 1: Audiokommentar; Making Of; Zusätzliche Szenen; Generation Cruise. DVD 2: In der IMF; Mission Action: Mitten im Action Unit; Visualisierung der Mission; Vertonung der Mission; Mission: Metamorphose; Start der Mission; Moviefon Unscripted: Tom Cruise und J.J. Abrams; Fotogalerie; Trailer; TV-Spots.