Lights in the Dusk - Laitakaupungin valot (2006)
Lichter der Vorstadt
Lights in the Dusk - Laitakaupungin valot (2006) Lichter der Vorstadt
Oder: Wenn einer ziemlich dämlich ist
Koistinen (Janne Hyytiäinen) arbeitet als Wachmann bei einer grossen Firma und träumt davon, eines Tages seine eigene Bude aufzumachen. Er ist ein totaler Outsider, wird von Frauen ignoriert und von seinen Arbeitskollegen nie zum Biersaufen mitgenommen. Überall wird er wie ein Ausserirdischer angestarrt oder gar nicht erst wahrgenommen. Deshalb endet er am Abend meistens in der Würstchenbude seiner Bekannten Aila (Maria Heiskanen).
Dazu kommt, dass Koistinen auch noch ziemlich naiv ist. Als er vor einen Restaurant einen Hund entdeckt, der seinen Beobachtungen nach schon seit einer Woche dort angebunden ist, legt er sich ohne zu überlegen mit den drei Besitzern an, obwohl diese viel grösser und stärker sind als er. Kein Wunder also, dass er mit einem blauen Auge und Schürfwunden endet.
Eines schönen Tages jedoch taucht plötzlich eine wunderschöne blonde Frau (Maria Järvenhelmi) auf und setzt sich in der Bar an seinen Tisch. Die Beiden verabreden sich für ein Date im Kino und Koistinen ist durch die ungewohnte Zuneigung völlig aus dem Häuschen. Obwohl das "Paar" nicht wirklich viel miteinander redet und die Frau auch sonst eher kühl ist, ist Koistinen überglücklich; wenigstens wird er endlich gemocht. Was er aber nicht weiss ist, dass die schöne Frau nur mit ihm angebändelt hat, weil sie Informationen für ihren Boss beschaffen muss, der die Einkaufszentren, für die Koistinen als Nachtwächter zuständig ist, ausrauben will. Wird der Plan aufgehen, oder wird Koistinen schlussendlich doch Liebe finden?
Kinofilm-Rating
Die Geschichte an und für sich ist nicht schlecht, tönt sogar sehr originell. Allerdings frage ich mich, ob ein normaler Mensch tatsächlich so dämlich und blauäugig sein könnte, um alles was im Film geschieht mit sich machen zu lassen. SPOILER: Denn nachdem Koistinen als Mitthelfer des Raubüberfalls überführt und eingelocht wird, macht er keinen einzigen Mucks. Er wehrt sich nicht, er versucht nichts zu erklären, er ist einfach nur passiv und doof. Sogar als er merkt dass die schöne Mirja ihm Teile der Beute unters Kopfkissen schiebt, damit die Polizei Beweise findet, reagiert er nicht und lässt die Sachen schön dort wo sie sind. Auch als er dann aus dem Knast wieder rauskommt und sich eine halbwegs akzeptable Existenz aufgebaut hat, und diese vom Gangsterboss erneut zerstört wird, versucht er überhaupt nichts zu erklären *EinsaufdenKopfhauenwill*. SPOILER ENDE
Schön illustriert ist im Film allerdings die Kälte und Brutalität dieser Welt und man bekommt richtige Gänsehaut wenn man sich vorstellt, man würde selbst so völlig verachtet werden. Wunderschön ist dann auch die Feststellung am Schluss, dass doch jeder auf der Welt jemanden hat, der den Wert der eigenen Person sieht und einen lieben kann. Bloss laufen wir manchmal mit so fest verschlossenen Augen durch die Gegend, dass wir es nicht zu erkennen vermögen.
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4.2 Sterne (11 Bewertungen) | 3 Kommentare




