Knocked Up (2006)
Beim ersten Mal
Knocked Up (2006) Beim ersten Mal
Oder: Pregnant? With a baby?
Der Kanadier Ben Stone (Seth Rogen) betreibt in den USA eine Website. Dort listet er mit Freunden die genaue Dauer von Nacktszenen berühmter Schauspielerinnen in Filmen auf. Alison Scott (Katherine Heigl) ist das pure Gegenteil von Ben: Eine verantwortungsbewusste Karrierefrau, die erfolgreich als Fernsehjournalistin bei E! Television Network arbeitet. Sie lebt im Haus ihrer Schwester Debbie (Leslie Mann), welche mit ihrem Mann Pete (Paul Rudd) zwei Töchter hat. Als Alison ihre Beförderung mit Debbie in einem Club feiert, lernt sie Ben kennen. Betrunken lädt die blonde Alison Ben in ihr Poolhaus ein, wo es zu einem One Night Stand kommt. Aber schon am Morgen danach merken die beiden, dass sie doch ziemlich verschieden sind und so bleibt es vorerst bei dieser einen Nacht. Nach acht Wochen taucht Alison jedoch wieder auf und Ben ist geschockt. Sie ist schwanger von ihm (Mit einem Baby!) Da Alison das Kind behalten will, müssen sie sich erst einmal besser kennen lernen.
Kinofilm-Rating
Langsam haben wir sie eigentlich alle satt und sie langweilen uns, diese amerikanischen Komödien. Aber bei so viel Bullshit kommt dann erfreulicherweise ab und zu doch ein richtiger Volltreffer raus. Knocked Up gehört dazu.
Dass dieser Film sich von der grossen Masse der Durchschnittskomödien abhebt, liegt hauptsächlich am Drehbuch. Denn Knocked Up ist unglaublich schmissig geschrieben. Die Dialoge sind schön aufgebaut, sie beginnen sanft, steigern sich dann aber Schritt für Schritt, bis es zu einem erhofften Höhepunkt des Gespräches kommt. Diese Gipfelung des Dialoges ist meistens ungeheuer lustig. Die miteinander Kommunizierenden sind sich fast nie einer Meinung und genau diese Gegensätze treiben den Witz dieser Unterhaltungen an. Allein die Szene im Restaurant, wo Ben von Alisons Schwangerschaft erfährt, ist zum schiessen.
Nicht zuletzt ist das den zwei Hauptdarstellern zu verdanken. Seth Rogen braucht man nur anzuschauen und er versetzt einem schon in ein Gefühl der Heiterkeit. Kommt dann noch dieses tiefe glucksende Lachen dazu, sind alle Sympathien auf seiner Seite. Doch Katherine Heigl als Alison Scott geht da nicht unter, im Gegenteil, sie schafft es sogar daneben eine richtig gute Figur zu machen. Das liegt nicht nur daran, dass sie zum anbeissen gut aussieht, ganz egal ob sie im neunten Monat schwanger ist. Sie verleiht Alison die nötige Glaubwürdigkeit und Rasse.
Zwischendurch sinkt Knocked Up ein wenig ab. Beispielsweise gibt es Szenen mit Bens Freunden, die manchmal unnötig unter die Gürtellinie gehen. Diese sind, ebenso wie die ganzen Sachen ums Kiffen, flach und doof. Zum Glück sind solche Szenen sehr spärlich gesät. Leider wird die Komödie auch gegen Schluss immer absehbarer. An diesen Stellen droht dem Film die Gefahr, doch zu einer solchen amerikanischen Durchschnittskomödie zu werden, weil der schlaue Dialogwitz verloren scheint. Glücklicherweise hat das Drehbuch immer noch einen Rettungsanker: Es wird nämlich von den launigen Darstellern stets wieder heraufgezogen.
Gut eingesetzt worden sind auch sieben Cameo - Auftritte. Hier sollte nichts verraten werden, da ja genau der Überraschungseffekt so schön ist.
Fazit: Trotz einigen Schwächen, die offenbar in allen Komödien schwierig zu umgehen sind, ist Knocked Up top. Der Film ist ein Heidenspass und sobald die beiden Protagonisten aufeinander treffen vergnügt man sich köstlich. Schon nur Seth Rogen als Ben ist das Kinoticket wert. Knocked Up ist bis jetzt eindeutig die lustigste Komödie des Jahres.
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3.9 Sterne (103 Bewertungen) | 23 Kommentare


