Just My Luck (2006)
Zum Glück geküsst
Just My Luck (2006) Zum Glück geküsst
Oder: We are Mud-People!
Ashley (Lindsay Lohan) ist ein Glückskind. Wenn sie auf die Strasse täppeled, dann beginnt die Sonne zu scheinen. Im überfüllten New York wartet immer ein Taxi auf sie, der Lift bleibt nur bei den anderen stecken und ihre Karriere in einem Werbebüro startet durch. Als nämlich eine Sitzung mit einem wichtigen Musikmanager zu platzen droht (weil alle wichtigen Leute im Lift stecken bleiben...), fasst sich Ashley ein Herz, präsentiert die Werbekampagne und holt sich den Auftrag ins Boot. Dafür winken eine Beförderung, eine Geschäftskreditkarte und der Job, einen riesigen Party-Event für den Kunden zu organisieren.
Jake (Chris Pine, grad als durchgeknallter Killer in Smokin Aces im Kino)) ist das exakte Gegenteil. Er watet durch den Regen, wird von heranfahrenden Autos angespritzt, reisst sich die Hose beim Aufheben einer verlorenen CD auf und wird schlussendlich verhaftet. Dabei wollte er doch nur das Demoband "seiner" Jungs, der Band "McFly", dem dicken Musikmanager bringen, damit der mal reinhört. Doch Jake lässt sich durch solche Vorfälle nicht aus der Ruhe bringen und hat einen Plan. An der grossen Party, die für diesen Musikmogul geschmissen wird, will er die CD an den Mann bringen. Koste es, was es wolle.
Ashleys Party ist in vollem Gang. Alles läuft super, die Chefin wurde mit einem Nachbarn verkuppelt, die Show ist top und der Typ, mit dem Ashley grad tanzt, ist auch ein Süsser. Nicht wissend, dass es ausgerechnet Jake ist, der sich hinter dem Augenband verbirgt, kommts zum entscheidenden Kuss. Glück und Pech wechseln den Besitzer und bringen die jungen Leute in neue Situationen.
Während Jake nun einen Plattendeal an Land zieht, schöne Frauen kennenlernt und eine Super-Wohnung bezieht, gehts für Ashley steil bergab. Die Karriere ist zur Sau, die Wohnung überflutet und das Leben eine Hölle. Dem will sie abhelfen. Sie muss den Kerl wieder finden, der ihr persönliches Glück geklaut hat. Doch bis zum finalen Prinz muss Ashley noch viele Frösche küssen.
DVD-Rating
Partymaus Lindsay Lohan macht in letzter Zeit nicht unbedingt durch filmische Projekte von sich zu reden, sondern durch Partybilder in der Boulevard-Presse, Alkohol-Entzügen und Shopping-Exzessen. Das Mädel, das in Freaky Friday und Herbie Fully Loaded so niedlich war, will aber unbedingt raus aus dieser Schublade der Teenie-Göre. Bobby soll ihr dabei helfen. Doch bis das vielschichtige Drama in die Kinos kommt, gehts zurück in die Teenie-Schublade.
Just my Luck soll lustig sein, erinnert aber mehr an einen missglückten Film der dürren Mary Kate Olsen und Schwester Ashley Olsen. Der Anfang mag ja noch einigermassen witzig sein, wenn dem guten Fräulein alles in den Schoss fällt und sich der Typ vor Pech nicht mehr retten kann. Doch das hat man nach fünf Minuten gesehen. Was dann folgt ist Teenie-Herz-Schmerz der übelsten Sorte. Keine Chemie zwischen den Hauptdarstellern, eine zum gähnen langweilige Story und sogar die Band "McFly", die immerhin das Finale dieses Filmes dominiert, ist nur Eine unter Tausend Bands dieser Sorte.
Lindsay Lohan täppeled als zum Leben erweckter Kleiderständer durch die extrem seichte Handlung und zeigt, dass sie noch viele Schritte zu gehen hat, bis man sie als Schauspielerin ernst nehmen kann. Ihr Partner, Chris Pine, hinterlässt ebenfalls einen schwachen Eindruck und kriegt keine Chance seine vergebenen Chancen zu korrigieren. Der Rest des Casts besteht aus jungen, meist hübschen, Menschen, die erst ihre filmischen Sporen abverdienen müssen. Just my Luck ist wohl einer dieser Filme....
Fazit: Nein, das war gar nichts. Weder lustig, noch romantisch und noch nicht mal gut gespielt. Ein schwacher, langweiliger Teenie-Schinken, der es eigentlich nicht verdient, dass ihn jemand über 14 Jahren anguckt. Und während zb. Mean Girls immerhin einen Auftritt von Lindsay Lohan im kurzen Röckchen hatte, fehlt sogar dieser hier. Ausserdem, und das ist jetzt bitte rein subjektiv, wärs für die Göre mal Zeit, das Leben ein bisschen ruhiger anzugehen. Man sieht ihr nämlich die durchzechten Nächte inzwischen an. Und für einen jungen Filmstar ist das praktisch die Bankrott-Erklärung.
Die DVD ist ausgestattet mit diversen Werbefilmchen zur vorgestellten Geschichte. Hinter den Decknamen "Making-Of" oder "B-Roll" finden wir diese, durchwegs positiv gestalteten, Berichte. Die "B-Roll" ist zwar ohne Kommentar, aber dafür wird herzlich gelacht, umarmt und auch sonst die gute Stimmung am Set zelebriert. Die Interviews gehen in die gleiche Richtung. Jedem wars eine Ehre, ein grosser Spass und natürlich waren allesamt extrem nett am Set. Die verschiedenen Castings werden kurz angetönt und ca. 6 Minuten lang kriegen wir Szenen zu sehen, die es nicht in den finalen Film geschafft haben. Über die Band "McFly" wurde dann gleich 2 Berichte auf die DVD gepackt. Einmal angereichert mit Konzertbildern und viel Musik und dann natürlich ein Film aus dem Backstagebereich. Die "Star-Profiles" entpuppen sich als kurze Werbefilmchen für die beiden Hauptdarsteller, mit denen sie sich künftig wohl für etwaige Rollen bewerben können.
Ton und Bild sind klar und machen keine Probleme. Aber das darf man auch erwarten und ist heutzutage keine grossen Kommentare mehr wert. Die Extras sind zwar quantitativ ansprechend, allerdings wird einem von all den netten, freundlichen und lieben Menschen schon fast ein bisschen übel.... Kein Wunder, säuft sich Lindsay Lohan durch die Nachtclubs ;)
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2.6 Sterne (21 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 23.03.2007
- Bildformat: 1:1.85 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch
- Extras: Deleted Scenes, B-Roll, Interviews, Trailer, Casting, McFly, Star-Profiles



