James Bond - Casino Royale (2006)
James Bond 007 - Casino Royale
James Bond - Casino Royale (2006) James Bond 007 - Casino Royale

David Arnold ist fester Bestandteil der 007-Reihe. Nach dem traurigen Gastspiel von Eric Serra mit Goldeneye fand man mit Arnold einen Komponisten, der Bond nicht als Selbstverwirklichung sah und typische Bond-Elemente in die Musik einbaute, nicht ohne den Zeitgeist ausser Acht zu lassen. So mixte er die traditionellen, jazzig-orchestralen Klänge, zu denen das unvergessene Bond-Thema einfach gehört, mit technoiden Akzenten. Im letzten, hochtechnologischen und grauenhaft überspitzten 007-Abenteuer mit Pierce Brosnan übertrieb er es allerdings ebenso wie die Filmemacher, es entstand einer der schlechtesten Bond-Filme und ein wenig bleibender Soundtrack, Madonna hin oder her.
Mit James Bond - Casino Royale findet nicht nur der Agent mit der Doppelnull zu einem Neubeginn, auch David Arnold kontert mit einer "traditionelleren" Musik mit währschaften Blechbläsersätzen, viel Action und Antizipation, und weniger, aber immer noch vorhandenen, elektronischen Beigaben. Die 75 minütige CD präsentiert eine wahre Achterbahnfahrt an fantastischen Actionmomenten mit dezenten, aber vorhandenen Rückgriffen auf Bond-Themen, die Hörer und Zuschauer einfach erwarten. Wenn eines fehlt, dann der unvermeidliche Bondsong zu Beginn der Scheibe, doch Chris Cornell hat sich vertraglich scheinbar die Herausgeberrechte zugesichert und will sein Lied nur auf seiner eigenen CD zur Veröffentlichung bringen. Arnold, der ebenfalls einen Songwriter-Credit hält, interpoliert den Song hie und da in seinen Score, aber der richtige Bezug fehlt halt leider.
Nichtsdestotrotz, James Bond - Casino Royale ist einer der besten Bondscores von Arnold. Film und Musik lassen hoffen, dass 007 seinen Weg zurück wiedergefunden hat.
Sountrack-Infos
Komponisten Release | Tracks
|

