Jade Warrior - Jadesoturi (2006)
Jade Warrior - Jadesoturi (2006)
Oder: A Finnish Ghost Story
Ronja (Krista Kosonen) hat gerade ihren Freund Kai (Tommi Eronen), einen jungen Schmied, verlassen. Da sie nicht länger an ihren Verflossenen erinnert werden möchte, bringt sie einige von Kais Gegenständen, die noch in ihrem Besitz sind, zum örtlichen Antiquar Berg (Markku Peltola), der wiederum vor kurzer Zeit auf ein magisches Artefakt stiess. Dieses Artefakt scheint in irgendeiner Form auf Kai zu reagieren. Berg nimmt sofort zu diesem Kontakt auf und glaubt in ihm die Reinkarnation von Sintai, einem vor über 2000 Jahren geborenen finnisch-chinesischen Krieger, zu sehen. Sintai kämpfte zu dieser Zeit als Auserwählter gegen einen Dämonen und um das Herz seiner Angebetenen...
Kinofilm-Rating
Ein finnischer Kung-Fu Streifen? Kann das überhaupt funktionieren? Anti-Jussi Annila, so der Name des Regisseurs, lebt für den asiatischen Film und hat sich mit seinem Erstlingswerk wohl bereits einen kleinen Traum erfüllt. Bereits sein Studium hat er mit einer Arbeit über Actionfilme aus Hongkong abgeschlossen und legt mit der chinesisch-finnisch-niederländisch-estnischen Co-Produktion nicht nur den ersten Martial-Arts Film aus Finnland vor, sondern auch den ersten finnischen Film, der überhaupt in China vertrieben wird.
Im Film wird immer wieder zwischen dem vergangenen China und dem heutigen Finnland gewechselt. Leider ist man an der Handlung in Finnland schon nach kurzer Zeit kaum mehr interessiert, die Vergangenheit vermag viel mehr in den Bann zu ziehen. Doch dort bleibt leider alles sehr oberflächlich - es sind einige wirklich schöne Szenen vorhanden, gut choreographierte Kampfszenen und auch Jingchu Zhang, die man bald in Rush Hour 3 zu sehen wird, ist hübsch anzusehen. Doch trotzdem will der Funke nicht wirklich rüberspringen. Kommt dazu, dass man das relativ unspektakuläre Finale in die Gegenwart verlegt hat, wo kaum die richtige Atmosphäre aufkommen mag.
Man sollte mich nicht falsch verstehen, der Film ist grundsolide - aber leider nicht viel mehr. Zuviel Potential wird verschenkt und hätte man den Fokus vermehrt auf den finnischen Krieger im alten China gelegt, wäre vielleicht sogar ein Geheimtipp aus dem Film geworden. Erwartet man vom Streifen nichts in der Klasse eines Crouching Tiger, Hidden Dragon, wird man aber für knapp zwei Stunden gut unterhalten.
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3.2 Sterne (8 Bewertungen) | 1 Kommentar


