House M.D. - Season 2 (2006)

Dr. House - Season 2

House M.D. - Season 2 (2006) Dr. House - Season 2

Oder: Doktor Grummli, bitte in den OP!

Wie setz ich den bloss wieder zusammen...

Wie setz ich den bloss wieder zusammen...

Dr. Gregory House (Hugh Laurie) arbeitet mit seinem Team in einem grossen Krankenhaus und bekommt regelmässig die Fälle zugewiesen, die für Kollegen zu schwierig sind. Er, der geniale Arzt, hat aber ein grundsätzliches Problem. Er ist zynisch, sarkastisch, unfreundlich und mag die Menschen nicht besonders. Von seinen Patienten ganz zu schweigen. Ausserdem schluckt er diverse Pillen, die gegen die Schmerzen in seinem Oberschenkel helfen sollen, und läuft am Stock, seit dem Muskelproblem damals. Was ihn aber nicht davon abhält, seine Assis, die Patienten und natürlich vor allem seine Vorgesetzten immer wieder aufs Neue zu beschimpfen oder bloss zu stellen.

*ächz*

*ächz*

In Dr. House's Team arbeiten junge, engagierte Leute, die um Annerkennung kämpfen. Dr. Allison Cameron (Jennifer Morrison) ist Immonologin, Dr. Robert Chase (Jesse Spencer) ist sogenannter "Intensiv-Mediziner" und Dr. Eric Foreman (Omar Epps) ist Neurologe. Dazu gesellt sich teilweise der einzige Freund von Dr. House, Dr. James Wilson (Robert Sean Leonard), der sich auch mal traut, dem guten Doc die Meinung zu geigen oder ihn bei sich übernachten lässt. Eine weitere Hauptperson ist die Leiterin des Krankenhauses, Dr. Lisa Cuddy (Lisa Edelstein), die House eigentlich schon lange gefeuert hätte, wäre der Kerl nicht so abgrundtief genial in seinen Methoden und Behandlungen.

Schwester, das ist ein Stäbli!

Schwester, das ist ein Stäbli!

In Staffel zwei bekommt es unser Doktor meistens mit den üblichen, scheinbar unlösbaren, Fällen zu tun, denen nur er und sein Team sich annehmen können. Ein kleines Mädchen mit Krebs, ein Radprofi mit Dopingproblem, Anweisungen übers Telefon, Selbstversuche, Männer mit Geburtswehen, eine Herzverpflanzung, eine schlaflose Frau, Begegnungen mit Gott oder scheinbar tödlich infizierte Mitglieder des Ärzteteams. All das und noch viel mehr kommt auf Gregory House und sein Team zu.

Ausserdem erlebt unser Doktor die Freuden der Liebe, seine Assistenten tragen schlimme Geheimnisse mit sich rum und schlussendlich wird der Doc noch angeschossen. Doch neben all den schlimmen, fast unlösbaren und schockierenden Krank- und Begebenheiten wird sich wohl etwas nie ändern: Dr. House ist ein Saukerl. Ein genialer zwar, aber dennoch ein Saukerl.


DVD-Rating

Wir kennen Ärzteserien in jeglichen Formen und Arten. Emergency Room bringt uns die Notaufnahme näher, Greys Anatomy die jungen attraktiven Doktoren und ihre Probleme und natürlich tummeln sich auch im deutschen Vorabendprogramm die Ärzte, denen die Frauen vertrauen oder die einfach alles vom scheinbar tödlichen Virus bis zum gebrochenen Herzen heilen können.

Seit 2004 hat diese Art der TV-Unterhaltung einen neuen Primus, der frischen Wind in den angestaubten Operationssaal bringt. Dr. House kam aus dem Nichts und schnappte sich in den letzten Jahren diverse Preise, holte Traumquoten und katapultierte die Schauspieler ins Rampenlicht. Oder wer kann sich noch daran erinnern, dass ein Hugh Laurie mal der Papa aus Stuart Little war oder Omar Epps zur Chaotentruppe aus Major League 2 gehörte? Eben.

Diese Serie über den grummeligen, aber intelligenten Doktor scheint auf den ersten Blick nicht viel anders zu sein, als die Kollegen. Es gibt einen Patienten, der scheinbar unheilbar krank ist oder sich irgendwie verzwickt verletzt hat. Das Team um Hugh Laurie macht sich daran, die Lösung des Problems zu finden und stolpert regelmässig in scheinbar aussichtslose Situationen. Dazu gibts medizinisches Fach-Chinesisch und eine Art der Heilung, die mit viel Risiko verbunden ist. Dass natürlich die Doktoren schlussendlich den Patienten geheilt nach Hause schicken, trifft ebenfalls in den meisten (nicht allen...) Fällen zu. Dazu kommt das grosse Drumherum um die privaten Problemchen, die Liebeleien, die Vergangenheit der Figuren und die Konfrontationen. Was also macht Dr. House zu einem solchen Erfolg?

Es ist die hervorragende Mischung aus den angesprochenen komplizierten Krankheitsfällen, den sympathischen Charakteren und natürlich dem ungehobelten, direkten, sarkastischen und unfreundlichen Witz von Dr. House. Da wird schon mal der Patient angefahren, wenn er nicht kooperiert, Drohungen wahrgemacht und mit dem Chef gestritten. Immer mitten in die Fresse rein, denn wer braucht schon Freunde, Zuneigung oder gar Sympathie im Krankenhaus. Diese Rolle hat Hugh Laurie definitiv drauf und bringt seine Sprüche mit einer Trockenheit, die dem Zuschauer teilweise den Kiefer offen stehen lässt. So ein Doktor im Real Life? Undenkbar.. Oder?

Gegen den überzeugenden Hugh Laurie hat die Jungmannschaft natürlich einen schweren Stand. Aber sobald die einzelnen Assistenten in den Mittelpunkt gerückt werden (sei es durch Erkrankung oder durch die überraschende Turtelei mit House), halten sie dem Druck stand. Alles starke Schauspieler, die dem Gesamtpaket Dr. House einen optimalen Beigeschmack geben und die Serie auch dann überzeugen lassen, wenn die Hauptfigur mal nicht so einen guten Tag hat.

Fazit: Wer amigs nicht Wochenlang auf die Weiterführung der Serie warten will und wer rausfinden möchte, warum in den letzten Episoden Schüsse fallen, der kann das nun auch an anderen Tagen als Montag (SFZwei) oder Dienstag (RTL) tun. Die Serie macht Spass, auch wenn sich die einzelnen Episoden zeitweise etwas ähneln. Dennoch ist man nie sicher vor Überraschungen und das Happy-End der einzelnen Episoden ist bei weitem nicht garantiert.

Der interessanteste Teil des Extras ist ein Abend mit der Crew der Serie. Schauspieler, Macher und Verantwortliche setzen sich hin und beantworten Fragen, erzählen aus dem Alltag der Serie und reissen Witze. Ebenso lustig sind die Bloopers und ein kleines Special über "Lupus", ein Begriff den man dann innerhalb einer kurzen Zeit sehr viel zu hören kriegt. Teilweise sind ausserdem einzelne Episoden mit einem Audiokommentar versehen und ein paar wenige zusätzliche Szenen können ebenfalls abgerufen werden.

Der Ton ist qualitativ hoch anzusiedeln, wobei bei der deutschen Synchro die Stimmen ein bisschen laut (im Gegensatz zum Hintergrund und der Musik) durch die Boxen hallen. Das Bild ist klar und macht auch bei einigen schnell geschnittenen Szenen einen sehr guten Eindruck.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.54.5

 

18.08.2007 / muri

Community:

Bewertung: 5.0 (25 Bewertungen)

 

 

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