The Hoax (2006)
The Hoax (2006)
Oder: Die wahre Geschichte über ein gefälschtes Buch
Clifford Irving (Richard Gere) ist ein erfolgloser Buchautor, dessen Werke öfter vom Verlag abgelehnt als veröffentlicht werden. Als sein neustes Werk auch nicht den erhofften Erfolg bringt, stürmt er den Verlag und behauptet, er sei dabei, das wichtigste Buch des Jahrhunderts zu schreiben. Details würde er am nächsten Tag bei einem geheimen Treffen bekanntgeben. Die Wahrheit ist jedoch, dass Clifford selbst keine Idee hat, was für ein Buch das sein soll.
Zum Glück fällt ihm am selben Tag eine Zeitschrift in die Hände, auf dessen Titelbild der Multimilliardär Howard Hughes abgebildet ist. Hughes hat sich total zurückgezogen und lebt abgeschirmt irgendwo auf dem Planeten. Er zieht aber weiterhin die Fäden in Politik und Wirtschaft. Clifford gibt vor, Hughes habe ihn ausgesucht, um seine Memoiren zu schreiben. Er glaubt, Hughes könne sich nicht wehren, da dieser noch ein Gerichtsurteil hängig hat und so niemals den Gang vors Gericht wagen würde. Mit Hilfe seines Kollegen Dick Suskind (Alfred Molina) reist Clifford nun um die Welt, um verschiedene Interviews zu simulieren. Doch diesen ganzen Schwindel wird Clifford schon bald bereuen.
DVD-Rating
Howard Hughes? Howard Hughes? Da war doch mal was? Genau: 2004 brachte Martin Scorsese eine Biographie eben dieses Howard Hughes in die Kinos und hatte damit grossen Erfolg. In Aviator wurde unter anderem gezeigt, welche Macht dieser Mann hatte. Im neuen Film des eher für die sentimentalen Stoffe zuständigen Lasse Hallström (An Unfinished Life) wird nun ein eher wenig bekanntes Kapitel aus dem Leben des Howard Hughes erzählt. Nämlich die Geschichte um seine gefälschte Autobiographie.
Diese Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Die Figur des Clifford Irving, welche von Richard Gere gespielt wird, ist nicht realitätsfremd. Dieser Mann schrieb wirklich ein Buch über den Multimilliardär Hughes - ohne dessen Wissen. Hallström inszeniert seinen Film in der ersten Hälfte wie eine Komödie. Gere und Molina reisen um die Welt, und man sieht ihnen mit einem Lächeln dabei zu, wie sie den Verlag an der Nase herumführen. Doch dieses Gerüst aus Lug und Trug bricht dann in der zweiten Hälfte zusammen, und man sieht, wie Irving an seinen eigenen Lügen zerbricht. Lasse Hallström macht vom Ablauf her eigentlich alles richtig, doch leider krankt sein Film etwas an der Länge. Vorallem in der mittleren Hälfte hätte man durchaus etwas kürzen können. Dieser Hänger wird dann aber durch eine deutlich rasantere zweite Filmhälfte wieder wettgemacht.
Bei den Schauspielern überzeugt Richard Gere mit gefärbtem Haar. Er darf endlich wieder einmal zeigen, was für ein guter Schauspieler er ist. Des Weiteren gefällt Alfred Molina als Dick Suskind, der zwar manchmal ein wenig überzogen wirkt, aber trotzdem ganz gut rüberkommt. Zusätzlich gibt es noch Marcia Gay Harden, die ihre Schweizerdeutschkenntnisse demonstrieren darf. Alle Schauspieler machen einen tollen Job.
The Hoax ist ein unterhaltsamer Film um Lug und Trug und deren Konsequenzen. Trotz Längen im Mittelteil ist der Film ein durch und durch überzeugendes Werk mit starken Schauspielerleistungen. Wie zu erwarten war, kommt dieser Film bei uns nur auf DVD und Blu-ray heraus. Doch die Qualität des Filmes wäre definitiv auch was fürs Kino. Diese Diskussion wurde allerdings schon oft geführt.
Die DVD überzeugt ohne zu glänzen. Bild und Ton dürfen als normal beschrieben werden. Das heisst, beides ist ok, aber nichts von beidem ist überragend. Bei den Extras wurde wieder einmal gespart, und so muss man sich vornehmlich mit Interviews und Trailern des Verleihers begnügen.
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3.9 Sterne (10 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 18.11.2009
- Bildformat: Widescreen 1.78:1
- Sprachen: Deutsch; Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: O-Trailer; Trailershow; Interviews; Featurette



