Happy Feet (2006)

Happy Feet (2006)

Happy Feet

Happy Feet hat in den Kinos einen beeindruckenden Start hingelegt und in den US-Kinocharts sogar das 21. Bond-Abenteuer vom 1. Platz fern gehalten. Der Film erzählt die Geschichte eines Pinguins, welcher nicht singen kann, dafür steppt wie ein Weltmeister. Dass bei solch einem Filmthema die Musik eine Hauptrolle spielt, liegt auf der Hand. Mit dem vorliegenden Album kriegt der Hörer eine 47-minütige Mischung aus Feel-Good-Tanz-Nummern und auch dem einen oder anderen Herzschmerzlied. Lasst uns die Celebrations-Packung öffnen!

Happy Feet scheint ein sehr ambitioniertes Filmprojekt gewesen zu sein. Abgesehen von der Animationsarbeit, welche sich über Jahre hinweg zog, hat sogar Komponist und Jungtalent John Powell über vier Jahre an diesem Film gearbeitet. Dabei schrieb er nicht nur den schmissigen Score, welcher mit etlichen schnellen und exotischen Rhythmen unterlegt und vorangetrieben wird, sondern seine Hauptaufgabe bestand darin, sämtliche Songs so neu zu arrangieren, dass ein stimmiges musikalisches Gesamtbild entstand und sich die Songs gut in den orchestralen Score einbinden liessen.

Somit wurde der eine oder andere Song etwas dicker orchestriert und gewisse Songs wurden auch zusammengemischt und überlappend inszeniert (wie die beiden Nummern "Kiss" und "Heartbreak Hotel" und "The Joker" und "Everything I Own"). Das Resultat ist ein kunterbunter Mix, welcher von Prince über Pink bis hin zu einer Nummer von The Beach Boys (in der Antarktis!) reicht und somit keine Langeweile aufkommen lässt. Dem ein oder anderen könnte dies jedoch auch zuviel werden und die veränderten Versionen von Originalen wie bspw. dem Beach Boys-Song könnten beim ein oder anderen Fan das Herz ein bisschen zum Bluten bringen.

Interessant sind vor allem die Titel 10, 11 und 13: Diese Titel kommen einem Score-(Song)-Arrangement am nächsten und lassen John Powells Arbeit am besten erkennen. Die Übergänge von einem Song zum anderen und wieder zurück in pure Orchesterpassagen sind fliessend und recht beeindruckend. Das letzte Stück ist eine Score-Suite, die rein instrumental daher kommt und ein paar musikalische und motivische Hauptthemen von Powells Score präsentiert. Dabei haben wir auch hier wieder eine breite Palette von verspielten Melodien à la Ice Age 2: The Meltdown (ebenfalls von Powell), über Samba-ähnliche Passagen, welche an Rio erinnern, zu einem schnellen Latin-Thema mit sehr schönem Trompeten-Spiel. Das Ganze endet in einem fast schon sakral wirkenden Chor-Motiv. Vielseitig also!

Fazit: Mit dem Album zu Happy Feet kriegt der Hörer ein sehr unterhaltsames Souvenir geboten, um die schmissige Stimmung des Films auch in den eigenen vier Wänden nochmals fühlen zu können. Mit dem letzten Stück wird der Appetit auf das im Dezember kommende Score-Only-Album angeregt, welches besonders für "seriösere" Score-Liebhaber sehr interessant sein dürfte. Ein weiteres Tor für John Powell!

3.53.5
08.12.2006 / bab

Sountrack-Infos

Komponisten
John Powell

Release
Label: Atlantic Records
Laufzeit: 47 Minuten
EAN: 0075678399824

Tracks

The Song of the Heart - Prince

Hit Me Up - Gia Ferrell

Tell Me Something Good - Pink

Somebody to Love - Brittany Murphy

I Wish - Patti LaBelle, Yolanda Adams & Fantasia Barrino

Jump N'Move - The Brand New Heavies (feta. Jamalski)

Do It Again - The Beach Boys

The Joker mash-up with Everything I Own - Chrissie Hynde

My Way (A Mi Manera) - Robin Williams

10 

Kiss mash-up with Heartbreak Hotel - Hugh Jackman

11 

Boogie Wonderland - Brittany Murphy

12 

Golden Slumbers/The End - K.d. Lang

13 

The Story of Mumble Happyfeet