Half Nelson (2006)

Half Nelson (2006)

Oder: Die verwackelte Geshichte eines Siffsacks

Half Nelson

Übung macht den Meister

Danny Dunne (Ryan Gosling) ist eine ganz zwiespältige Person. Auf der einen, der offiziellen Seite, arbeitet er als Lehrer an einem Brooklyner Gymnasium, auf der anderen ist er drogenabhängig und ein elender Kiffer.

Der Film beginnt damit, dass der aufgeschlossene und vom Verhalten her an einen Hippie erinnernde Danny eine Schulstunde gibt, die so gar nicht nach dem uns bekannten Unterrichtsschema abläuft und in der doch so einige besonders komische Vergleiche und Erklärungen getätigt werden. Dann geht er nach Hause und kokst sich die Birne voll, wie später klar wird deshalb, weil ihn seine Freundin verlassen hat und weil "gewisse Menschen sich eben nie ändern". Irgendwann wird er dann beim Grasrauchen von einer seiner Schülerinnen auf der Toilette erwischt und es beginnt sich eine ganz besondere Beziehung zwischen den Zweien zu entwickeln. Sie versucht ihm die Drogen auszureden und er fährt sie nach Hause und versucht sie von ihrem Vater, der selbst Drogendealer ist, fern zu halten. Werden schlussendlich beide ihr Ziel erreichen?


Kinofilm-Rating

Der beste Lacher im ganzen Film ist immer noch der "Knock, knock"- "Who's there?" -"The interrupting cow"- "Muh, muh"- Witz, den aus der OutNow.CH-Redaktion nun wirklich keiner verstanden hat. An zweiter Stelle folgen dann die "Ryan Gosling hat ein Pflästerchen auf der Lippe, das aussieht, als würde er auf einem Strohhalm herumkauen"-Szenen und dann beginnt es schon schwierig zu werden. Nicht, dass der Film als Komödie geplant gewesen wäre, nein, nur sind diese Elemente die einzigen, die so einigermassen positiv auffallen. Ansonsten ist der Film verwirrend, zum Teil nicht nachvollziehbar und vor allem viel zu laaaaaaaaaaang (zwanzig Minuten weniger hätten es genauso getan). Nach einer Viertelstunde beginnt man sich zu fragen, wo eigentlich die Story steckt und nach 45 Minuten hat man definitiv aufgegeben, sie zu suchen, denn das wäre auch zwecklos. Neben einer nicht deutlich zur Geltung gebrachten Rassismusthematik und ein paar nirgends hinführenden Annäherungen zwischen Schülerin und Lehrer, Lehrer und seiner Ex, Lehrer und Arbeitskollegin, geschieht nix. Und obwohl Ryan Gosling klasse spielt, was er übrigens immer tut, ist dieser Film doch eher eine Schlaftablette als ein Adrenalinkick.

4.4 Sterne
4.4 Sterne (25 Bewertungen) | 4 Kommentare

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03.08.2006 / kat