Half Light (2006)
Half Light (2006)
Oder: wenn das Hirn verrückt spielt
Rachel Carlson (Demi Moore) ist eine erfolgreiche Schriftstellerin und ihre Bücher bringen ihr genügend Geld ein, um ein (fast) sorgenfreies Leben zu leben. Zusammen mit ihrem Sohn und ihrem Gatten hat es das Leben bisher gut mit der schwarzhaarigen Schönheit gemeint. Das neueste Buch will aber nicht so laufen und drum schickt sie ihren Sohn alleine nach draussen, denn sie braucht noch fünf Minuten, um das Kapitel zu beenden. Der Aufenthalt des Kleinen am Wasser endet tragisch. Der Sohn stirbt, die Familie bricht auseinander und Rachel sucht die Einsamkeit an der schottischen Küste. Dort will sie auch ihr neues Buch schreiben.
Zwischen Leuchtturm, wilden Pferden und kilometerlangem und einsamen Strand versucht Rachel ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen, was ihr aber nicht einfach so gelingen mag. Auch die Einheimischen sind ein bisschen wunderlich, vor allem die Frau, die unserer Schriftstellerin von deren Sohn erzählt und dass dieser immer neben ihr stehen würde. Verrückt, die Frau?
Bei einem Ausflug zum lokalen Leuchtturm lernt Rachel Angus (Hans Matheson) kennen, der ihr auf herzliche Weise die Freude am Leben für ein paar Momente wieder zurückgibt. Als sie sich bei einem Dorffest treffen sollen, er aber nicht auftaucht, nimmt die Geschichte einen mysteriösen Lauf. Denn Angus ist schon seit etlichen Jahren tot. Hat Rachel den Verstand verloren? Sieht sie Geister? Was steckt hinter all den Zeichen, die unmissverständlich auf Kontakt zum Jenseits hinweisen?
DVD-Rating
Von Demi Moore hört man nur noch sporadisch ausserhalb der Klatschspalten, wenn ihr Ehemann Ashton Kutcher um die halbe Welt düst, nur weil Madame ihren Eisprung hat. Aber filmisch war nach Charlies Angels Full Throttle mehr oder weniger nichts mehr los. In Half Light geht die noch immer sehr schöne Frau auf Geisterjagd und das inmitten der malerischen Gegend von Schottland.
Man kennt die Geschichten. Familienmitglieder sterben, kommen aber irgendwie als Geister zurück und sollen dem Zuschauer des Films Gänsehaut verursachen und die Protagonisten erschrecken. Auf genau dieser Schiene läuft Half Light in gepflegter Langeweile vor sich hin und lässt einem schöne Blicke in die Landschaft werfen, die wie für eine solche Geschichte gemacht wurden.
Demi Moore spielt nett und sieht richtig herzig aus, wenn sie ungeschminkt im Wind steht und ihr (inzwischen wieder) langes Haar darin weht. Die Nebenrollen sind zwar für die Entwicklung der Geschichte wichtig, verblassen aber vollkommen. Der Film dreht sich einzig und alleine um die Ex-Frau von Bruce Willis. Und wenn dann die Story gegen Ende tatsächlich noch an Spannung aufnimmt, dann darf man zwar von einem höchst durchschnittlichen Film sprechen, aber "Flop" wäre dann doch etwas zu hart ausgedrückt.
Die DVD hingegen hätte diese Bezeichnung eher verdient. Gerade mal die "B-Roll" ist von Interesse und die kurzen Interviews (bei Demi Moore zum Beispiel nur gerade eine einzige Frage nach dem Wetter) sind überflüssig. Die Trailershow zeigt dann noch ein paar Konkurrenzprodukte, die aber allesamt bereits mehrfach auch auf anderen Scheiben sind.
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3.0 Sterne (12 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 26.05.2006
- Bildformat: 2.35:1
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Interviews, B-Roll, Trailershow



