Final Destination 3 (2006)

Final Destination 3 (2006)

Oder: Die Bestimmung ist noch immer nicht final

Final Destination 3

Da staunt ihr, was?

Es sollte einer der glücklichsten Tage ihres Lebens werden: Wendy (Mary Elizabeth Winstead), die gerade ihren Highschool-Abschluss in der Tasche hat, geht mit Freunden in einen Freizeitpark, um mit ihnen zu feiern. Doch als sie in eine Achterbahn einsteigen wollen, ist Wendy plötzlich ausser sich vor Angst. Ihr Freund (Jesse Moss) versichert ihr, dass ihre Furcht bloss mit dem Gefühl zu tun habe, dabei die Kontrolle zu verlieren. Wendy überwindet zwar ihre Angst, aber nur kurz nachdem die Sicherheitsbügel schliessen und sie in den Sitz pressen, hat sie eine äusserst realistische Vision eines verhängnisvollen Unfalls, bei dem die Achterbahn für sie und ihre Freunde zur Todesfalle wird.

Final Destination 3

Die Grillsaison beginnt!

Von ihrer Furcht einflössenden Vision erwacht, merkt Wendy, dass die Achterbahn-Fahrt noch gar nicht begonnen hat: sie gerät in Panik und will verzweifelt aussteigen. Ihr Klassenkamerad Kevin (Ryan Merriman), der neben ihr sitzt, begleitet sie wohl oder übel. Als die beiden gehen, macht sich Lewis (Texas Battle) über Kevin lustig und verspottet ihn als Schlappschwanz, was zu einer Schlägerei führt, an der sich auch andere beteiligen - daraufhin wird die Schülerclique vom Personal aus der Achterbahn verwiesen. Während sie von unten zuschauen, bewahrheitet sich Wendys Vorsehung auf albtraumhafte Weise: Die Achterbahn gerät ausser Kontrolle - alle Fahrgäste kommen dabei um.

Doch das ist erst der Anfang... Die Überlebenden erfahren schnell, dass man dem Schicksal kaum entkommen kann. Ihnen war der Tod vorbestimmt... und der lässt sich nicht so leicht austricksen! Schon bald fordert er sein nächstes Opfer und nach dieser Tragödie entdeckt Wendy, dass die Fotos, die sie an jenem grausigen Abend im Freizeitpark gemacht hat, Hinweise auf den bevorstehenden Tod der Überlebenden enthalten. Während Wendy und Kevin verzweifelt versuchen, die Zeichen richtig zu deuten, um ihr Leben zu retten, sterben ihre Freunde - einer nach dem anderen - auf brutal grauenhafte Weise... bis auch ihre Zeit gekommen scheint.


Kinofilm-Rating

Vor ziemlich genau 6 Jahren brachten die beiden X-Files Autoren Glen Morgan und James Wong einen kleinen Horrorfilm in die Kinos, der ein wenig frischen Wind in das angestaubte Genre brachte. Denn nicht die Horrorikonen wie Jason, Freddy, Michael oder deren Kopien hatten es auf die jugendlichen Opfer abgesehen, sondern der Tod höchstpersönlich. Dieser trat im Film allerdings nur formlos in Erscheinung und sorgte so für durchaus innovative Sterbearten. Der zweite Teil kam nur zwei Jahre später und ohne Beteiligung von Wong oder Morgan, dafür aber mit mehr Blut in die Lichtspielhäuser. Auch dieser Teil war erfolgreich und so kam es, wie es kommen musste: Noch eine Fortsetzung wurde angekündigt. Und auch die beiden Urheber der Filmserie waren wieder dabei. Es sollte allerdings vier Jahre dauern, bis der Tod wieder zuschlagen würde.

Während der erste Teil noch mit einigen Innovationen punkten konnte, war bereits der zweite Teil nicht mehr so prickelnd. Das Neue daran war weg, dafür wurde es blutiger. Für kurzweilige Unterhaltung war aber dennoch gesorgt, gesehen und vergessen. Nun melden sich die Schöpfer der Serie mit der zweiten Fortsetzung zurück. Können sie das Franchise mit einem neuen, sehenswerten Element aufpeppen? Die Antwort: Leider nein. Wenn man den ersten Teil bereits gesehen hat, braucht man sich diesen nicht auch anzutun. Die Geschichte verläuft von Anfang bis zum Ende genau gleich, irgendwelche Hintergrundinfos über den Tod oder das Schicksal gibt es nicht. Wendy, die Hauptfigur, hat eine Vision, die sich als wahr herausstellt, sie und einige Bekannte können entkommen, sterben dann aber trotzdem in derselben Reihenfolge, in der sie auch auf der Achterbahn gestorben wären, was sie natürlich zu verhindern versuchen. Neues ist nicht in Sicht und wer die Vorgänger kennt, weiss bereits wie der Hase läuft und braucht auch nicht allzu viel Fantasie, um sich das Ende auszumalen.

Die Charaktere hat man ebenfalls bereits zigmal in anderen Filmen gesehen: Da ist die hübsche Hauptprotagonistin, die von Schuldgefühlen geplagt wird, da sie ihren Freund hätte retten können, der sexistische Typ, der auf den zweiten Blick doch ganz in Ordnung ist, die Sportskanone, die alles besser weiss, die widerspenstige, jüngere Schwester und natürlich auch die zwei oberflächlichen, grossbrüstigen Hühner, die ihren Solariumbesuch vor alles andere stellen. Gääähn! Keine Figuren also mit denn man sich identifizieren könnte oder gar mitleiden würde, wenn sie zerquetscht, durchlöchert oder aufgeschlitzt werden, um einen qualvollen Tod zu sterben.

Fazit: Brauchte es unbedingt einen dritten Teil? Nicht wirklich. Ist er trotzdem brauchbar? Nicht wirklich. Für Fans könnten die teilweise sehr blutigen Todesarten vielleicht ganz sehenswert sein, wenn ein Film aber nur Blut und rollende Köpfe bietet, ist mir das schlicht zu wenig und keinen Kinobesuch wert.

3.1 Sterne
3.1 Sterne (87 Bewertungen) | 16 Kommentare

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05.04.2006 / yle