Fallen Angels (2006)
Seven Deadly Demons
Fallen Angels (2006) Seven Deadly Demons
Oder: und keiner davon ist gruslig...
Ein altes Gefängnis soll zwecks Neuaufbau abgerissen werden. Die Bagger stehen parat, die Bauleute sind bezahlt und die Politiker grinsen fröhlich in die Kamera. Dumm nur, dass ausgerechnet an diesem so wichtigen Tag eine grässliche Entdeckung gemacht wird. Unten in den Kellern und in den Gemäuern des alten Gebäudes hat man Knochen gefunden. Überreste von Menschen. In gruseliger Umgebung, in stickiger Dunkelheit, liegen die Skelette, die auf ein brutales Ereignis aus der Vergangenheit schliessen lassen.
Ein CSI-Team wird angestellt, um diesen Fall zu bearbeiten. Unter der Leitung von Preston Davis (Michael Kaliski) sind die Spezialisten und Polizisten nun am werkeln. Was sie allerdings erst zu spät merken, ist dass ihre Ausgrabungen und Ermittlungen sieben todbringende Dämonen erweckt haben, welche auf Grund der sieben Totsünden nun fröhlich anfangen, einen Eindringling nach dem anderen aus dem Weg zu schaffen.
In diese gruslige Szenerie mischt sich auch die Mutter Tamela (Farah White) ein, die auf der Suche nach ihrer Tochter ist. Die wurde nämlich beim Schäferstündchen mit ihrem Freund in diesen alten Mauern von etwas überrascht, das den Typen ziemlich kopflos zurückgelassen hat. Nur vom Mädchen fehlte jede Spur. Bis jetzt. Zusammen mit Preston Davis will sie dieses Mysterium lösen, das mit fortschreitender Dauer den Eindruck erweckt, etwas mit Prestons Vergangenheit zu tun zu haben.
DVD-Rating
Wir kennen die sieben Todsünden. Wut, Faulheit, Neid, Gier, Stolz, Völlerei und Lust. Die hatte uns ja 1995 David Fincher mit Seven zu Genüge erklärt. Nun wird uns dieses Szenario ein weiteres Mal vorgesetzt. Mit sieben Dämonen, die aus der Gruft steigen und ahnungsloses Fallobst (aka C-Darsteller) vermetzgen. Fallen Angels heisst das Ding. Oder auf "Deutsch" Seven Deadly Demons.
Was auf den ersten Blick aufs DVD-Cover auffällt, ist nicht etwa die toll beschriebene Story oder ein noch nie dagewesenes Bild, sondern die Namensliste der Schauspieler. Da wirken tatsächlich Michael Dorn (Mr. Worf aus Star Trek: The Next Generation), Michael Berryman (aus dem Originalfilm The Hills have Eyes) oder auch Kane Hodder (Hatchet, Jason X) mit. Und das alleine sollte eigentlich schon fast genügen, um einen einigermassen ansprechenden und unterhaltenden Horrorfilm hinzukriegen. Oder?
Leider hats Regisseur Jeff Thomas total vergeigt. Nicht nur, dass die Storyline schon fast lächerliche Züge annimmt, nein, die grossen Darstellernamen gehen im Dunkel des Grauens verloren, haben Sekundenauftritte und lassen sich von der peinlichen Umsetzung anstecken. So ist dann auch das einzige Highlight, der Hinguckerauftritt von Wrestling-Dame Christie Hemme, die in Reizwäsche kurz knutschen darf und dann das Blut fliessen lässt. *Schauder*
Die Effekte in Seven Deadly Demons gehen ebenfalls in der Dunkelheit unter, lassen kaum Gruselfeeling aufkommen und werden musikalisch äusserst schlecht (wenn überhaupt) untermalt. Die Make-Up-Gurus, welche die Masken der Viecher erarbeitet haben, werden schlecht für ihre Mühe belohnt. Denn was nützt ein Biest mit Hörnern und grausliger Fratze, wenn es nur für Sekundenbruchteile durchs Bild huscht und seine Aktion danach durch schnelle Schnitte vollkommen vor die Hunde geht....
Fazit: Leider ist aus dem schönen Grusel- und Horrorerlebnis bei Seven Deadly Demons nix geworden. Sogar Lieutenant Worf kann ohne seine Klingonenstirn das Ganze nicht retten. So ist dieser Film einer derjenigen, um die man am besten einen weiten Bogen macht oder nur in sturzbetrunkenem Zustand erträgt. Beides war hier (leider) nicht der Fall... ;)
Neben dem üblichen Bonusmaterial wie Trailershow und Bildergalerie kann Seven Deadly Demons überraschenderweise mit recht coolen Features auffahren. Die Spezialeffekte werden erklärt, der Cast näher vorgestellt und der Drehort ein bisschen genauer unter die Lupe genommen. Vor allem Ersteres ist wie meistens in Monsterfilmen ein Heidenspass und beweist, das dort mit Herzblut gearbeitet wird. Auch wenns dann im finalen Film nur für Sekundenauftritte reicht.
Technisch ist die DVD dafür recht müllig. Das Bild ist altbacken und recht verschmutzt, und in der deutschen Synchro stimmen die Lippenbewegungen mit den Textpassagen zeitweise überhaupt nicht überein. Ausserdem sind die deutschen Sprecher recht lustlos bei der Sache. Der Ton an sich ist ebenfalls ungenügend, da recht leise und unspektakulär. Vor allem in den Metzgerszenen....
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DVD-Infos
DVD erschienen am 14.03.2011
- Bildformat: 1.78:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 2.0)
- Untertitel: keine
- Extras: Die Location; Die Darsteller; Die Spezialeffekte; Trailers; Biographien; Bildergalerie



