L'écart (2006)
L'écart (2006)
Oder: Wer ist die Fremde in meinem Bett?
Als der Chirurg Antoine (Michel Voïta) eines Morgens neben seiner Ehefrau Elizabeth (Monica Budde) aufwacht, erkennt er diese nicht wieder. Aus der anfänglichen Verwirrung entwickelt sich eine regelrechte Paranoia: Antoine ist überzeugt, dass die Frau, die mit ihm wohnt, nicht Elizabeth ist. Seine Freunde versuchen ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Ohne Erfolg. Langsam verfällt er dem Wahnsinn - und wird für seine Umwelt, insbesondere für Elizabeth, zur gefährlichen Bedrohung.
Kinofilm-Rating
Ein Psychothriller aus der Schweiz mit einem Hauptcharakter, der einem Roman von Patricia Highsmith entsprungen sein könnte - durchaus vielversprechend, was im Programm des 7. Festival International du Film Fantastique (NIFFF) von Neuenburg über L'Ecart zu lesen war. Leider vermag der Film die Erwartungen nicht zu erfüllen: Über weite Strecken passiert überhaupt nichts und der das Fehlen der Handlung wird durch aufdringliche Metaphorik und melancholische Musik übertüncht. Spannung kommt dabei nie auf, und nach Filmende bleibt dem Zuschauer die Hauptfigur Antoine genauso fremd wie zu Beginn. Ob das nun des Regisseurs Absicht war oder nicht - die Motivation Antoines seltsamen Handelns bleibt jedenfalls völlig im Dunkeln.
Schade. Der Plot hätte durchaus Potenzial für ein packendes Psychogramm gehabt. So bleibt nichts als ein über weite Strecken furchtbar langweiliger Film. Fans des aufstrebenden Schauspiel-Rappers Carlos Leal dürfen sich wenigstens an dessen Auftritt als Chemiker erfreuen. Allerdings geht er ebenso schnell wieder vergessen wie wohl der ganze Film.
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