Dreamgirls (2006)
Dreamgirls (2006)
Dreamgirls basiert auf dem Broadway-Musical von Tom Eyen aus dem Jahr 1981. Der Film erzählt die Geschichte von drei jungen Soul-Sängerinnen, welche 1960 mit ihren Songs bis in die Pop-Charts kamen. Gepflastert ist diese Erfolgsgeschichte mit Hass und Neid, aber auch mit Romantik. Dass bei einem Musical die flache Scheibe nicht fehlen darf, ist klar.
Auf dem Album enthalten sind etliche, wenn auch nicht alle, essentielle Songs aus dem Film (welche übrigens zum Teil aus der Musical-Vorlage übernommen und zum Teil neu komponiert wurden). Was "gluschtig" macht auf dieses Album, ist vor allem die Tatsache, dass hier die Stars selbst zum Mikro greifen und ihre Songs trällern. Dass Beyoncé Knowles singen kann, mag den meisten bekannt sein; doch wussten sie auch, dass sich einige der sogenannten "MusicStars" an Star-Komiker Eddie Murphys Gesangskünsten durchaus eine Scheibe abschneiden könnten?
Wie schon bei den berühmten Genre-Vorgängern Moulin Rouge und Chicago singen und Tanzen auch hier Stars, welche man in einem solchen Genre nicht erwartet hätte. Nach seiner beeindruckenden Darstellung des erblindeten Ray Charles überzeugt Jamie Foxx erneut nicht nur schauspielerisch sondern auch gesanglich. Doch die Hauptüberraschung bleibt, dass der Beverly Hills Cop Eddie Murphy ebenfalls trällern kann. Zu Beginn des Albums noch eher unhörbar in den vielen Tuttis und neben den Stimmen von Knowles und Hudson, gibt er spätestens mit "I Meant You No Harm/Jimmy's Rap" ein überzeugendes Ständchen. Neben den bereits erwähnten Namen tummeln sich auch noch Grössen wie Danny Glover, Anika Noni Rose und Keith Robinson auf der Leinwand und tragen ihren Teil zum Sound bei (bis auf Glover).
Das Album präsentiert über 65 Minuten schmissige und einfühlsam-dramatische Soul-Melodien. Highlights bilden dabei die Songs "One Night Only" und "And I'm Telling You I'm Not Going", beide gesungen von Newcomerin Jennifer Hudson. Der Eröffnungstitel "Move" aber auch der bereits als Single ausgekoppelte Song von Beyoncé Knowles "Listen" werden an den diesjährigen Oscars wohl kaum vorbei kommen.
Fazit: Für Soul-Liebhaber und Fans des Films ist diese Scheibe sicherlich zu empfehlen. Für all diejenigen, welche sich wenig aus Soul machen, könnte die doch stolze Lauflänge mit der Zeit hingegen etwas ermüdend werden. Die Qualität des Albums wird nach dem Kinoerlebnis definitiv noch um einiges steigen. Unterhaltend!
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