DOA: Dead or Alive (2006)
DOA: Dead or Alive (2006)
Oder: Chicks mit Kicks
DOA (Dead or Alive) ist ein Kampfturnier auf einer geheimnisvollen Insel, in dem der beste Kämpfer der Welt erruiert werden soll. Unter der Leitung von Dr. Victor Donovan (Eric Roberts), treffen sich hier Stars aus allen Kampfecken zur finalen Prügelei. Neben eindimensionalen (männlichen) Teilnehmern, stehen drei Damen im Mittelpunkt, deren Charakter ein bisschen genauer beleuchtet wird.
Tina (Jaime Pressley) ist Wrestling-Star, will aber von diesem "gefakten Rumgeschiebe" wegkommen und sich im richtigen Kampf beweisen. Ihr Vater (Wrestler Kevin Nash mit Hulk Hogan-Gedenk-Mähne) tritt ebenfalls an. Wird sich die Tochter aus dem Schatten ihres Daddys lösen können?
Prinzessin Kasumi (Devon Aki aus Sin City) wird von ihrem Clan verstossen, da sie sich weigert, ihre Rolle als Anführerin zu übernehmen. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Bruder, der beim letzten DOA-Turnier scheinbar ums Leben gekommen ist. Begleitet wird sie vom besten Freund ihres Bruders und ausserdem hat der Clan eine Frau geschickt, welche die Prinzessin töten soll.
Christie (Holly Valance) ist Meisterdiebin und bringt sich selber immer wieder in scheinbar aussichtslose Situationen. Zusammen mit ihrem Partner in Crime (und noch ein bisschen mehr) wird auch sie zum Turnier eingeladen. Aber bei ihr steht nicht etwa Ehre und Erfolg zuoberst auf der Liste, sondern der immense Schatz der Insel.
Diese drei, meist leicht bekleidet kämpfenden Amazonen stellen sich also auf der Insel ihren Gegnern und machen die Bekanntschaft von Helena (Sarah Carter), die eine ganz spezielle Rolle in diesem Spiel inne hat.
Kinofilm-Rating
Verfilmungen von Videospielen sprechen meist nur dasjenige Publikum an, das auch zuhause die jeweiligen Games daddelt. Manchmal floppen die Filme trotzdem (Doom), manchmal kriegen sie Kultcharakter mit Filmreihen und TV-Serien (Mortal Kombat) und wiederum manchmal wird das (männliche) Teenagerpublikum mit nackter Haut und scharfen Bräuten ins Kino gelockt. DOA gehört dahin. In diese Ecke. Und dort soll der Film auch bleiben.
Zugegeben, es wird kaum mal richtig langweilig, weils auf der Leinwand praktisch im Minutentakt kracht, scheppert oder sonst irgendwie bummst. Und wie man es kaum anders erwarten konnte, bietet der Film schöne Frauen in luftiger Action, welche die (böse und eingebildete) Männerwelt reihenweise verdreschen und sich dabei noch nicht mal einen Fingernagel abbrechen. Ja, das ist "Girl Power".
Die Kämpfe sind erstaunlich unterhaltsam. Ausserdem wird, für jedermann ersichtlich, ganz lasch in die Trickkiste gegriffen, wenn ein Stunt mal etwas aufwändiger sein soll. Diese "Effekte" verzeiht man das erste, vielleicht auch noch das zweite Mal. Dann wirds langweilig. Dasselbe kann man von den Darstellerinnen sagen, die allesamt aus einem Modelkatalog entsprungen sind und einzig und allein durch Grossaufnahmen ihrer Hinterteile (praktisch in knappe Höschen verpackt) und stets optimal geschminkte Visagen überzeugen. Schauspielerischen Tiefgang sucht man hier vergebens. Aber das braucht ein Film wie DOA auch nicht.
Der Böse des Films ist natürlich ein Kerl. Und was für einer. Der grosse Bruder von Julia Roberts, Eric Roberts, hat in seiner langen Karriere schon viel Müll gedreht (u.a. ja auch The Specialist mit Sylvester Stallone und Sharon Stone) und bestätigt einmal mehr die Auffassung, dass er halt einfach ein übler Schauspieler ist. Das Alter macht ihm ebenfalls zu schaffen und so sind seine Kampfszenen dann auch etwas gar schnell geschnitten oder es wird (wie oben erwähnt) mit Effekten nachgeholfen. Peinlich ists allemal.
Fazit: DOA ist ein No-Brainer in Reinkultur. Da wird nicht der Ansatz von Intelligenz gefordert, geschweige denn auf der Leinwand gezeigt. Die Kämpfe (und um das gehts ja schliesslich) sind nicht übel, aber über den Rest legen wir schnell den Mantel des Vergessens. Die Sterne setzen sich zusammen aus den erwähnten Kämpfen und der Tatsache, dass für männliche Besucher immerhin optisch was Ansprechendes geboten wird.
![]()
2.7 Sterne (45 Bewertungen) | 1 Kommentar




