Date Movie (2006)
Date Movie (2006)
Oder: Pimp My Bride
Die junge Julia Jones (Alyson Hannigan) hat bloss einen Wunsch. Sie möchte endlich "den Richtigen" finden und geliebt werden. Sie will jedenfalls nicht so enden, wie die gspässige Old Cat Woman (Beverly Polcyn), die vis-à-vis von ihr wohnt. Doch so gross Julias Wunsch ist, so gross sind ihre Probleme: ihr beträchtlicher Umfang sowie ihr fehlendes Feingefühl.
Julias Vater Frank (Eddie Griffins) findet, dass der schleimige Nicky (Judah Friedlander) genau "der Richtige" für seine Tochter ist. Sie hingegen träumt vom Engländer Grant (Adam Campbell), den sie nur kurz im Familien-Restaurant, wo sie als Kellnerin arbeitet, erblickt. Da Julia nichts zu verlieren hat, bittet sie den Date Doktor Hitch (Tony Cox) um Hilfe. Anfänglich wimmelt Hitch sie ab, gibt aber schliesslich nach und macht aus Julia eine schlanke, attraktive junge Frau. Traumtyp Grant zappelt bald an Julias Angel.
Die Zwei planen zu heiraten, lernen ihre jeweiligen Familien kennen und engagieren die Wedding Planerin Jell-O (Valery Oritiz). Zudem freut sich Grant ganz besonders darauf, seinen besten Kollegen Andy (Sophie Monk) zur Hochzeit zu empfangen. Doch "der" Kollege entpuppt sich als "die obersexy Kollegin" und erst noch Grants Ex-Freundin. Julia muss sich entscheiden, wie das Ganze weitergehen soll... hat sie wirklich die echte Liebe gefunden?
DVD-Rating
Oh My God!
Als Date Movie im Juni 06 in die Schweizer Kinos kam, stellten sich die Menschen eine ganz simple Frage: Warum? Warum kam ein solcher *äxgüsi* Schrott in die Kinos, während Filme wie Talladega Nights oder auch 16 Blocks nicht veröffentlicht wurden. Die Einnahmen von Date Movie an den Kinokassen waren minimal (knapp über 25'000 Zuschauer) und wer den Film damals verpasst hat, der sollte mit grösster Vorsicht überlegen, ob er tatsächlich jetzt dafür die DVD kaufen soll.
Humor ist schwierig. Das ist bekannt. Selten gelingt es einem Film durchwegs lustige Sachen zu zeigen. Aber ehrlich. Wer lacht heute noch über einen Michael Jackson, der auf Kinderfang geht? Wer findet die Witze über den grossen Hintern von Jennifer Lopez lustig? Und Paris Hilton als Werbefigur für Hamburger hat auch schon einen langen Bart. Date Movie ist vollgepackt von diesen lahmen Scherzen, die kaum ein Schmunzeln verursachen. Zudem gibt es ekelhafte Szenen mit furzenden und scheissenden Katzen (wer Meet the Fockers kennt, der weiss wie mans richtig macht), Leichen in Urnen und wer sich bei der Szene mit Ben Stiller und Philip Seymour Hoffman beim Basketballspiel in Along came Polly genervt hat, der sollte die Szene bei den (*achtung lustiges Wortspiel*) "Funkyerdoders" besser überspringen.
Alyson Hannigan ist ein Schnuckelchen. Schon bei Buffy war sie je länger je mehr der einzige Grund, den TV einzuschalten. Und in American Pie 3 durfte man hoffen, sie würde jetzt den Sprung in den Himmel Hollywoods schaffen. Mit Filmen wie Date Movie hat sie sich diesen erstmal mächtig versaut. Adam Campbell, ihr Co-Star, versucht im Film verzweifelt lustig zu sein, scheitert aber kläglich dabei. Wie auch der Rest des Casts sich nicht zu dämlich ist, strohblöde Szenen zu absolvieren und halbpatzige Veräppelungen zu spielen.
Fazit: Date Movie ist gequirrlte Kacke hoch Drei. Weder lustig, noch interessant, noch spannend. Das einzige, was einen Filmfan dazu verleiten könnte, sich diesen Film genauer anzuschauen ist das nette Spiel "wer findet die meisten veräppelten Filme". Da kriegt man schön was zu tun, denn dutzende von Filmen der letzten Jahre und Monate kriegen hier Screentime. Leider sind die Parodien eine schlechter als die andere und machen Date Movie zur Gurke, die sich auf dem Niveau eines der miesesten Filme aller Zeiten befindet: White Chicks.
Nachdem man eigentlich schon eine Belohnung für das Durchaltewillen beim gucken von Date Movie verdient hätte, kommen die Extras grad richtig. Eine Veräppelung von Peter Jackson soll lustig sein, ist es aber nicht. Die B-Roll ist noch das interessanteste Feature, das man sich anklicken kann. Die Interviews sind nett, aber halt nicht wirklich interessant und die Bloopers vermögen doch immerhin zum Schmunzeln anzuregen. Den "Spass beim Casting" sucht man lange und die nicht verwendeten Szenen (Runaway Bride) sind glücklicherweise nur kurz.
Ton und Bild sind hingegen klar und sauber und heben somit wenigstens die qualitativen Werte ein bisschen an. Wer sich dennoch diesen Film anschaut, sollte sich danach einfach nicht beschweren, wenn er das Gefühl bekommt, er hätte den Kaufpreis besser angelegt, wenn er die Kohle aus dem Fenster geschmissen hätte
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1.4 Sterne (80 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 07.12.2006
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Trailershow , Making of , Deleted Scenes , Audiokommentar , TV-Werbespot , Interviews, Romantische Bildschirmschoner, Bei den Dreharbeiten




