Dark Ride (2006)

Dark Ride (2006)

Oder: Mit Rückfahrt oder nur einfach...

Dark Ride

Die neuste Generation der Schauspieler

Alles begann vor einigen Jahren, als Zwillingsschwestern auf dem Vergnügungspark ein Ticket für eine Fahrt in einer düsteren Geisterbahn kauften. Obwohl sie sich anfänglich sträubten, setzten sie sich doch in einen Wagen und fuhren in die Dunkelheit. Eine Reise, die für beide zu einem Albtraum wurde und mit dem Tod endete. Ein Ereignis, das eine ganze Stadt traumatisierte und dafür sorgte, dass die Geisterbahn geschlossen wurde und der Mörder in einer psychiatrischen Klinik verschwand.

Dark Ride

Da lacht sogar der Lieferant

Dreissig Jahre später fahren Cathy und vier Kollegen zusammen in die Ferien, um es richtig krachen zu lassen. Munterfröhlich geht es in den Süden. Auf einer süsslichen Graswolke schwebend und ohne viel zu überlegen beschliessen sie, in einer Geisterbahn zu übernachten, um Kosten zu sparen. Diese ist schon lange nicht mehr in Betrieb und soll nach einem hässlichen Ereignis geschlossen worden sein. Die Freunde denken sich nichts dabei und betreten die verfallene Anlage.

Was jedoch mit einem Spass beginnt, wird rasch zu tödlichem Ernst, denn der Killer der Zwillinge ist vor kurzem aus der psychiatrischen Klinik entkommen und treibt sich inzwischen wieder in der Geisterbahn herum. Können die Freunde aus dem Reich des Geisterbahn-Killers flüchten oder werden auch sie aufgeschlitzte Marionetten in der kranken Vergnügungsanlage des Killers?


DVD-Rating

Schon beim Trailer liess Dark Ride seine Muskeln spielen und stellte einen düstereren und brutalen Schocker in Aussicht. Ein Versprechen, das er einhalten konnte und darum auch neben vielen Schockmomenten brutalen Splatter bietet. Für den erwarteten Knüller reicht es jedoch nicht, denn trotz intensiven Momenten wird nichts aus Adrenalinschub und blanken Nerven, da die schlechten Schauspieler jedes Gruselfeeling zerstören.

Nach einem sehr brutalen Intro, das genau den Erwartungen entspricht, die man an einen solchen Film stellt, versumpft Dark Ride zu lange in der üblichen Teenies-fahren-in-den-Süden-für-Party-Routine. Während dieser Zeit merkt man auch, dass man das Intro schon ähnlich bei House of 1000 Corpses gesehen hat. Diese Trockenphase haben sie auch beim Schnitt erkannt, und kurz bevor man wegen der Dauerkifferei, der schlechten Schauspielerei und den dämlichen Dialogen auf den Stoppknopf drückt, lassen sie den Killer auf die Teenies los.

Mit der Geisterbahn als primärer Handlungsort hatte Regisseur Craig Singer ein goldiges Händchen, denn so können sie nicht nur eine möglichst hässliche Umgebung schaffen, sie können auch viele tückische, völlig sinnlose Schockmomente einbauen. Hier sammelt der Film weitere Pluspunkte und bietet dem Horrorfan alles, was er braucht. Blutige, völlig übertrieben Splattersequenzen, eine gnadenlose Jagd auf die Teenies und einen Soundtrack, der dies noch steigert. Ein weiterer Knackpunkt haben sie auch gut gelöst, nämlich die Etablierung des neuen Killers. Obwohl dieser auch zur Familie der unzähligen Jason Vorheese Kopien gehört, überzeugt der hünenhafte Kerl von Anfang an.

Soweit der positive Teil. Wenn sie dies konsequent verfolgt hätten, wäre es sicher ein solider 4,5-Stern-Schocker gewesen, wenn da nicht die grottenschlechten Schauspieler wären. Ausdruckslos und völlig desinteressiert stammeln sie sich durch die Szenen und schon von Anfang an sind sie gesichtsloses Frischfleisch.. Sie versauen regelmässig die Szenen mit ihren jämmerlichen Versuchen, die Panik glaubhaft zu spielen und man wartet nur noch, dass der Killer sie aus dem Bild räumt.

Fazit: Dark Ride hätte einer der Slasher werden können, welcher nicht nur einen überzeugenden neuen Killer etablieren, sondern auch ein krankes Szenario mit vielen brutalen Splattersequenzen bietet. Dies verdirbt er sich jedoch mit einem äusserst schwachen Mittelteil, Schauspielern und einer eher voraussehbaren Story. Wer sich jedoch an den Teenies nicht stört, erhält einen brutalen, rohen Schocker, der dank der Geisterbahn und blutigen Splattereffekten im finalen Drittel eine rechte Spannung aufbauen kann, die auch mitreisst und überzeugt. Für die anderen bleibt es ein besserer Teenieslasher mit schlechtem Cast.

Die DVD bietet den Film in guter Bildqualität, die aber in der Schärfe einige Schwächen hat. Das Bonusmaterial präsentiert im ersten Making Of viele Interviews mit den Schauspielern, aber recht wenige Einblicke in die eigentliche Produktion, während das zweite nur die Spezialeffekte sehr umfassend abdeckt. Dazu gibt es nicht verwendete Szenen und einige Trailers. Unter dem Strich ein sehr umfassendes und gutes Bildmaterial für einen Horrorfilm.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.53.5

 

04.06.2007 / db

Community:

Bewertung: 3.2 (8 Bewertungen)

 

 

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