Daisy (2006)
Daisy (2006)
Oder: Donald Duck vs. Gustav Gans
Amsterdam. Ein skrupelloser koreanischer Killer verliebt sich unsterblich in eine junge Künstlerin derselben Herkunft. Über längere Zeit sendet er ihr Blumen, bekennt sich jedoch nie zu seiner Tat. Das Mädchen ist geschmeichelt und sehnt sich nach ihrem Verehrer. Sie glaubt diesen bald in einem Interpolmitarbeiter (ja, auch aus Korea) gefunden zu haben. Und dieser wiederum ist auf den Fersen des Killers. Eine Geschichte voller Komplikationen nimmt ihren Lauf.
Kinofilm-Rating
Zwei Männer - ein guter und ein böser - kämpfen um die gleiche Frau, hassen sich gegenseitig und sind letzten Endes doch nett zueinander? Und dann heisst der Film auch noch Daisy? Fehlen nur noch drei Gören und ein reicher Onkel.
Doch damit sind die Parallelen leider ausgeschöpft. Während ich bei Carl Barks und Co. immer freudig das Geschehen verfolgte, hat mich die koreanische Version der Dreiecksgeschichte zutiefst enttäuscht. Die Bilder sind zwar wunderschön, die Erzählweise ausufernd, der Score manchmal berührend, manchmal bombastisch. Und dennoch: Zu ergreifen vermag der Film nicht. Denn die Story liesse sich einmal mehr in fünf Minuten erzählen. Frau trifft Männer, zwei sind zuviel, Drama, Aus, Ende, Schluss. Aber nicht so in Südkorea: Kleine Bissen Handlung wechseln sich ab mit sich ständig wiederholenden Bildern von holländischen Blumenwiesen und anderem pseudo-poetischem Schwachsinn. Dadurch zieht Lau den von Symbolik triefenden Film in eine unerträgliche Länge. Nur hin und wieder blitzt dabei sein wahres Talent auf: Action, richtig gute Action. Schuster bleib bei deinen Leisten, sag ich daher nur! Infernal Affairs, dessen Remake uns ja Scorsese zurzeit präsentiert, war nämlich richtig gut.
Zwei Bonussternli bekommt der Film für Musik, Bilder und die beiden guten männlichen Hauptdarsteller. Der Rest sollte schleunigst in den Tiefen der Vergessenheit verschwinden.
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