Curious George (2006)
Coco - Der neugierige Affe
Curious George (2006) Coco - Der neugierige Affe
Oder: Tu doch nicht so affig!
Ted (Stimme von Will Ferrell) ist Museumsangestellter mit Leib und Seele. Er kann über die Erfindung des Feuers genau so lange und ausführlich referieren, wie über irgendwelche Fische, die scheinbar von Interesse sind. Nur das Publikum macht nicht so mit. Die Klasse von Miss Maggie Dunlop (Stimme von Drew Barrymore) kommt zwar regelmässig am Donnerstag ins Museum, was aber hauptsächlich an der Verliebtheit der Lehrerin liegt, die gewaltig auf den etwas stolperigen Ted abfährt.
Der Chef des Museums, ein alter Mann namens Mister Bloomsberry hat hindessen schlechte Nachrichten. Das Geld wird knapp, das Museum zieht nicht mehr und muss geschlossen werden. Sein Sohn, Junior Bloomsberry, hat dann auch schon die visionäre Parkanlage geplant, mit der man viel, viel Kohle machen kann. Doch bevor Papa Bloomsberry seine Unterschrift unter den Ablösungsvertrag setzt, kann ihn Ted überreden, doch mit einem sensationellen Fundstück die Besucher wieder an zu locken. Dummerweise muss sich ausgerechnet Ted selbst auf die grosse Reise nach Afrika machen, um die grosse Affenstatue zu finden.
Ausgerüstet in den neuesten Expeditionsfarben ("Gelb ist das neue Khaki") macht sich Ted auf, den Urwald zu erkunden. Junior Bloomsberry hat allerdings dafür gesorgt, dass der Abenteurer keinesfalls die richtige Statue findet und so ist dann auch die Enttäuschung gross, dass anstelle des meterhohen Gebildes nur ein kleines Figürchen gefunden wird. Und trotzdem reist Ted nicht mit leeren Händen heim. Denn im Urwald hat er die Bekanntschaft eines kleinen Affen gemacht, dem er den Namen "George" geben wird. Und dieses neugierige und kindliche Viech zeigt den Menschen, wie man eine Stadt auf den Kopf stellt und sich mit Neugier immer wieder in lustige Situationen begibt.
Doch mit einem herzigen Äffchen ist das Problem mit der zu kleinen Statue nicht gelöst. Und bis dieses Problem behoben ist, hat George noch jede Menge Zeit, Unfug an zu stellen und seinem Freund Ted ein paar Probleme zu bescheren.
Kinofilm-Rating
Im Kinderalter hat man jede Menge Figuren, von denen man liest, die man hört und inzwischen natürlich auch im TV sieht. Für die meisten Schweizer ist es "Globi", für die etwas Grösseren mag es Harry Potter sein. Für die kleinen Amerikaner ist es seit Jahren ein kleines Äffchen, dessen Taten und Erlebnisse sie in Buch-, CD- und natürlich Filmform miterleben dürfen. Curious George begann einen Siegeszug in die ganze Welt und ist nicht erst seit gestern auch in unseren Buchhandlungen in den entsprechenden Regalen zu finden. Die Idee, diese Bücher mit einem "altbackenen" Trickfilm in die Kinos zu bringen, schien drum nicht wirklich Erfolg versprechend zu sein. Und trotzdem liess man im Februar 2006 den Affen auf die Zuschauer los und wurde von einer Resonanz überwältigt, die man sich nicht vorstellen konnte. Fast 60 Millionen Dollar spielte Curious George ein und wurde somit ein voller Erfolg.
Klar, für einen Film wie diesen muss man entweder Kind sein oder sich in eins hinein versetzen können. Denn auf coole Sprüche, Insiderwitze oder Veräppelungen wartet man vergebens. Bereits die Overture startet mit "Upside Down", dem nicht mehr aus dem Ohr zu kriegenden Song von Jack Johnson, und einem Feuerwerk an herzigen Figuren, lustigen Szenen und kindlichem Humor. Und in diesem Stil gehts dann auch weiter. Wann immer das Äffchen auftaucht, geht die Post ab. Allerdings immer niedlich, schön und kindgerecht. Und trotzdem, absolut unterhaltend. Herrlich die Hommage an King Kong. Wirklich lustig.
Für die Originalfassung des Filmes konnten verschiedene Stars gewonnen werden, deren Stimmen nun für die Figuren sprechen. So darf Will Ferrell für einmal den leisen Humor auspacken, wenn er als Stimme von Ted mit Problemen zu kämpfen hat und sich von Curious George inspirieren lassen kann. Drew Barrymore spricht die mit stahlblauen Augen gekennzeichnete Freundin von Ted, die auf ihre Horde Kinder ebenso Acht geben muss, wie Ted auf den Affen.
Die Geschichte ist, wie erwähnt, absolut kindgerecht, sehr witzig und mit wunderbaren Songs untermalt. Als Dauergast in den Kinos mag die Entwicklung der Freundschaft zwischen Mensch und Tier kaum unvorhergesehenes beinhalten, da der unvermeidliche Konflikt auch hier nicht fehlen darf. Für Fans der vielen Geschichten ist jedoch ein Filmbesuch Pflicht. Wer sich bis anhin noch nicht mit den neugierigen Affen auseinandergesetzt hat, der wird nach Ansicht des Trailers und dem Drängen des Nachwuchses wohl nicht darum herumkommen, einen extrem niedlichen und herzigen Film gucken zu gehen, der allesamt verzaubern mag.
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4.7 Sterne (8 Bewertungen) | 2 Kommentare




