How I Celebrated the End of the World - Cum mi-am petrecut sfarsitul lumii (2006)

How I Celebrated the End of the World - Cum mi-am petrecut sfarsitul lumii (2006)

Oder: Anekdoten aus einer kommunistischen Diktatur

How I Celebrated the End of the World - Cum mi-am petrecut sfarsitul lumii

Die Petre lacht!

Rumänien 1989. Ceausescus letzte Tage. Eine vierköpfige Familie in Bukarest macht sich über den rumänischen Diktator schon lange nur noch lustig, wenn die Mitglieder nicht gerade andere Sorgen plagen. Der siebenjährige Lalaliu ( Timotei Duma) verliert einen Milchzahn und die siebzehnjährige Eva (Dorotheea Petre) denkt über das Erste Mal nach. Als die eigensinnige Schöne bei einem Treffen mit ihrem Schulschatz versehentlich eine Büste des Staatsoberhauptes zerstört, wird sie von der Schule geschmissen und kommt in eine Besserungsanstalt. Auch dort hat's nette Jungs. Andrei (Cristian Vararu), auch er rebellisch, hat Pläne, das Land schwimmend via kalte Donau zu verlassen. Eva macht da gerne mit. Ihr kleiner Bruder hingegen möchte Ceausescu im Alleingang stürzen. Als braver Chorknabe will er ihm beim Kommunistenfest ganz nahe kommen.


Kinofilm-Rating

Die Petre lacht. Dieser kleine Querverweis auf die grosse Greta Garbo sei erlaubt, wenn man die beste Schauspielerin Rumäniens endlich einmal lachen hört. Nach dem düster-depressiven Ryna hätte man es Dorotheea Petre fast nicht mehr zugetraut, dass sie auch richtig glucksen kann. Ein zauberhaftes Geräusch übrigens. Doch viel besser als der Tankstellentochter aus Rumäniens Hinterland, die sie in der schweizerisch-rumänischen Ko-Produktion verkörpert hat, geht es auch Eva, dem rebellischen Teenager aus Comment j'ai fêté la fin du monde nicht. Die Formel "Ryna mit Locken" beschreibt es ganz treffend.

Nach The Paper will be blue und Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage spielt auch diese Geschichte zur Zeit der kommunistischen Herrschaft in Rumänien. Statt Ordnung in das Chaos einer Revolution bringen zu wollen oder allzu schlimme Misststände anzuprangern, erzählt Regisseur Catalin Mitulescu lieber episodisch eine Coming-of-Age Story. Dabei sieht man zwar recht gut, wie die "Mittelschicht" damals im Leben zurecht kam, aber ein aufregender Film wird daraus nicht. Neben traumhaften Sequenzen, wie die in einem U-Boot, die sich im Kopf des kleinen Junge abspielen, gibt es auch die eine oder andere langweilige Passage. Gespannt sein darf man höchstens wie sich die Karriere von Dorotheea Petre weiter entwickeln wird.

2.8 Sterne
2.8 Sterne (3 Bewertungen) | 0 Kommentare

2.52.5
14.06.2007 / rm