The Covenant (2006)

Der Pakt

The Covenant (2006) Der Pakt

Oder: Von Harry Potter überrundet

The Covenant

I see dead people...

Seit jener Zeit der Hexenverbrennungen hat sich der Clan von Ipswitch von der Öffentlichkeit verborgen und jeden Hinweis auf seine Fähigkeiten geheim gehalten. Für viele hundert Jahre hielten sie sich versteckt. Sie sprachen nur unter Eingeweihten über ihre Kräfte, die während ihrer Jugendzeit immer stärker werden, bis sie sich schliesslich mit dem 18. Geburtstag komplett entfalten. Dieser Zeitpunkt steht bei Caleb (Steven Strait) kurz bevor. Die Angst seiner Mutter steigt immer mehr. Sie will ihn nicht - wie einst ihren Ehemann und Clabes Vater - verlieren. Denn die Kräfte haben eine dunkle Seite: Jedes Mal, wenn man die Macht einsetzt, wird man älter. Zudem wird man süchtig danach. So kann es sein, dass man bereits mit dreissig körperlich so alt wie ein 100-Jähriger ist.

The Covenant

So, der Braten ist im Ofen

Mutters Ängste sind allerdings Calebs kleinstes Problem. Seine jüngsten Clanbrüder nutzen ihre Mächte immer öfters und dies auch in der Öffentlichkeit. Dazu kommt, dass sich die Vorfälle häufen, die auf Machtmissbrauch hindeuten: Caleb wird von Dämonen terrorisiert, und bei einer Party stirbt ein Junge unter mysteriösen Umständen.

Caleb muss herausfinden, wer ihn mit den Zauberkräften verfolgt und den Schuldigen unschädlich machen. Denn dieser Unbekannte bedroht nicht nur unbeteiligte Personen, sondern den gesamten Clan. Unter keinen Umständen darf bekannt werden, was sie für Fähigkeiten haben! Ein gnadenloses Duell mit einem unsichtbaren Gegner beginnt. Als Caleb begreift, wer ihn attackiert, sind er und seine engsten Freunde bereits in Lebensgefahr.


DVD-Rating

Es gibt Filme, die punkten sofort durch ein gutes Szenario. Und es gibt Filme, die können tun was sie wollen, sie vermögen einfach nicht zu überzeugen. Regisseur Renny Harlin - der unter anderem auch Nightmare on Elm Street 4 verbrochen hat - zeigt aufs Neue, dass er zwar gute Ansätze bieten und visuell ganz coole Resultate abliefern kann. Aber damit gelingt ihm noch lange nicht ein empfehlenswertes Ganzes.

Ein paar Freunde gehören zu einem uralten Clan, der streng geheim ist und unter anderem über magische Kräfte verfügt. Die Jungs blödeln natürlich kräftig damit rum. Wenn sie sich nicht gegenseitig durch die Luft schleudern, heben sie Röcke auf... Was jetzt wie eine Kreuzung zwischen Eugen und Harry Potter klingt, ist leider nur halb so aufregend. Obwohl der Regisseur anfänglich ein gutes, durchaus glaubhaftes Szenario entstehen lässt, vergeudet er den ganzen Film mit zweierlei Dingen: Einem billigen Duell und einer wirren Story, bei der man schnell die Übersicht verliert wer jetzt eigentlich gegen wen ist.

So schlägt man sich mit schlechten Spezialeffekten, viel mythischem Gequassel und teilweise arg in die Länge gezogenen Gruselsequenzen herum. In die Länge gezogen deswegen, weil 90% sämtlicher Szenen viel zu dunkel gehalten sind und damit die eigentlichen Gruselsequenzen noch länger wirken. Einige wirklich hässliche Schocksequenzen sind Renny Harlin jedoch gelungen. Doch diese können trotzdem nicht über die immer länger werdenden Hänger und die voraussehbare Story hinwegtäuschen. Schliesslich degeneriert The Covenant zu einem langweiligen Duell zwischen zwei Jungschauspielern, bei denen vor allem der Badguy alias (Sebastian Stan) überhaupt nicht überzeugt. Das Resultat ist ein pompös inszeniertes Schlussduell mit lähcerlichen Dialogen und dümmlich wirkenden 'durchsichtige Kugeln Schiessen'.

Fazit: The Covenant hat mit der behandelten Mythologie gute Ansätze parat und kann dank guter Kameraführung und düsterer Atmosphäre überzeugen. Doch trotz der recht ansprechenden, jedoch zum Teil recht ausdruckslosen Jungschauspielern, vermag das Endergebnis keine positive Wertung einzuheimsen: Zu voraussehbar ist die Handlung, zu simpel die Auflösung und zu ausgelutscht die Heldenstory. Wer gerne zaubernde Jugendliche sieht, ist mit Harry Potter bestens bedient. Wer allerdings doch sein Glück mit The Covenant probieren will, erhält eine routinierte, pseudodüstere Story, die man in ähnlicher Form schon viele Male gesehen hat.

Die DVD bietet den Film in sauberer und scharfer Bildqualität und einem Sound, der auch die Boxen donnern lässt. So gesehen kann die DVD durchaus punkten. Im Bereich des Bonusmaterials wurde bei der Scheibe jedoch auf Sparflamme geschalten. Neben dem obligatorischen Audiokommentar gibt es nur eine Behind the Scenes Dokumentation. Die Dokumentation deckt zwar viele Infos ab, streift aber die meisten Themen nur am Rande. Für einen groben Einblick reicht es.

2.8 Sterne 4.2 Sterne
2.8 Sterne (15 Bewertungen) | 0 Kommentare

2.52.5
09.06.2007 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 02.09.2009

  • Bildformat: Widescreen 2.35:1 Anamorph
  • Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
  • Extras: Audiokommentar mit Regisseur Renny Harlin, Ende des Schweigens: Der Pakt wird durchleuchtet, Verschiedene Trailer