The Contract (2006)

The Contract (2006)

Oder: Wandern gefährdet ihre Gesundheit!

Schwarze oder rote Piste?

Schwarze oder rote Piste?

Um zu seinem kiffenden Sohn Chris (Jamie Anderson) eine bessere Bindung aufzubauen, organisiert dessen Vater Ray (John Cusack) eine Wanderung in den nahen Bergen. Durch die gleiche Gegend wird dummerweise Frank Carden (Morgan Freeman) von US-Marshals transportiert, seines Zeichens Profikiller, der bei einem Autounfall verletzt wurde und vor einem wichtigen Auftrag steht. Und so haben seine Komplizen die Befreiung schon organisiert. Die läuft allerdings nicht ganz wie geplant und so laufen sich Carden und die wackeren Wandergeellen Ray und Chris über den Weg.

Die Rega ist auch schon da.

Die Rega ist auch schon da.

Der US-Marshal, der Carden begleitet hat, kann die beiden, ehe er das Zeitliche segnet, gerade noch auf die Gefährlichkeit seines Gefangenen hinweisen, worauf der ehemalige Cop Ray beschliesst, Carden den Behörden zu übergeben. Ein nicht ganz weiser Entscheid, denn Cardens Leute sind ihnen bereits auf den Fersen...


DVD-Rating

Bruce Beresford liefert mit The Contract einen recht spannenden Actionthriller ab, der nichts Neues dafür aber das Gewohnte mit viel Routine präsentiert. Auch wenn dieser Satz mit Floskeln gespickt ist, so ist er doch Tatsache. Alle Ingredienzen sind bekannt, die Stellungen bezogen und nach 90 Minuten ist eigentlich alles fast so gelaufen, wie man es hätte erwarten können. Selbst die kleinen Schlaufen hie und da, soll heissen Twists, reichen nicht zum doppelten Rittberger.

Unschuldige werden in eine Situation geworfen, derer sie eigentlich nicht gewachsen sind und die sie vor eine Entscheidung stellt, die sie mit dem Tod konfrontiert. Und obwohl sie einfach die Augen hätten zu machen und weitergehen können, nehmen sie das Heft in die Hand. Der Gerechtigkeitswille ist scheinbar zu stark ausgeprägt bei vielen Filmprotagonisten. Aber irgendwie kranken viele Filme von Bruce Beresford an ähnlichen Symptomen: sie sind wirklich gut, optisch schön gemacht aber tiefer als nötig gehen sie nicht. Driving Miss Daisy ist ein hübscher Film, aber enorm überschätzt. The Black Robe, Crimes of the Heart, Her Alibi, Double Jeopardy, alle gehören sie in dieses Raster gut besetzter, gut gespielter und gut gemachter Filmarbeiten. Nicht mehr, nicht weniger.

The Contract passt da eben auch rein. Freeman und Cusack agieren okay, aber sie finden nicht den Stoff um mehr zu bieten als einen fast üblichen Filmjob. Immerhin verpackt Beresford die Geschichte in kurze 92 Minuten, mehr hätte das Ganze auch nicht hergegeben. So garantiert der Film wenigstens für einen spannenden, doch unterhaltsamen aber eben völlig anspruchslosen Filmabend.

Extras: Ausser einem typischen Making Of und den üblichen Trailern gibt es zum Film keine Infos. Auf Darsteller und den Regisseur wird mit Texttafeln eingegangen. Das Bild der DVD ist äussert gut transferiert. Die Schärfe ist bemerkenswert gut und die grün-gräulichen Bilder werden überzeugend wiedergegeben und schaffen eine schöne Atmosphäre. Zwischen der deutschen DTS und der DD 5.1 Spur habe ich keine grossen Unterschiede ausmachen können.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.53.5

 

02.11.2007 / pb

Community:

Bewertung: 3.0 (19 Bewertungen)

 

 

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