Click (2006)

Klick

Click (2006) Klick

Oder: A Universal Control to control the Universe

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One Lucky Dude

Michael Newman (Adam Sandler) ist Architekt. Und das macht er nicht mal so schlecht, denn "seine" Projekte stellen sich als gewinnbringend heraus, so dass ihn sein Boss (David Hasselhoff!) auch bald mal zum Partner machen will. Wenn Michael nur diese nächste Präsentation gut über die Bühne bringt und die erforderlichen Pläne so schnell als möglich abliefert.

Michael Newman ist aber ebenso ein Familienmensch. Er hat eine wunderschöne, sexy Frau, Donna (Kate Beckinsale), zwei Prachtskinder und viel zu wenig Zeit, sich mit seinen Liebsten zu beschäftigen. Ausflüge werden gestrichen, Zeltlager abgesagt und das nur, weil Michael dem Ruf der Arbeit nie widerstehen kann. Es ist zum verrückt werden! Als ihn dann auch noch der ferngesteuerte Helikopter seines Sohnes trifft, als er bloss mal den TV einschalten will, reichts. Es muss doch eine Fernbedienung geben, die alle anderen Kästchen überflüssig macht.

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Neulich im Baywatch Hauptquartier

Und siehe da. Bei "Bed, Bath and Beyond" (bei der Sektion "way beyond") trifft er auf den Tüftler Morty (Christopher Walken), der ihm eine Universal-Fernbedienung überreicht, die es in sich hat. Denn sie kann wortwörtlich das Universum bedienen. Michael macht seine ersten Erfahrungen mit Hundegebell leiser schalten, langweilige Familienessen und Krankheiten überspringen und dem Chef während des "Pausen"-Modus Ohrfeigen verteilen und ins Gesicht furzen. Das Leben ist cool!

Doch genau hier ist das Problem. Das Gerät merkt sich jegliche Arten von Vorlieben seines Besitzers und startet eigenmächtige Sprünge durch das Leben von Michael Newman, der sein Leben wortwörtlich an sich vorbei ziehen sieht und sich eingestehen muss, dass dieses ohne das Trucki doch auch nicht so übel war. Doch diese spezielle Fernbedienung kann man nicht einfach so umtauschen.


Kinofilm-Rating

Was wäre wenn. Was wäre, wenn man sein eigenes Leben via Menüverwaltung so organisieren könnte, dass man die langweiligen, traurigen oder nervigen Momente vorspult, während man die angenehmen Augenblicke (oder eine entgegejoggende Frau mit grossen Brüsten) verlangsamen würde? Eine interessante Ausgangslage, die teilweise schon mit Bruce Almighty verarbeitet wurde und nun als Click noch vertieft wird.

Adam Sandler wird erwachsen. Unter dieser Überschrift war sein Auftritt in Punch Drunk Love 2003 abgetan worden. Auch mit Spanglish konnte er diesen Verdacht erhärten und macht mit Click einen weiteren Schritt in diese Richtung, ohne seinen Brachialhumor ganz beiseite zu lassen. Denn während man, vor allem in Hälfte Zwei des Films, auch mal einen ernsteren Charakter zu sehen bekommt, folgt der Rest des Filmes klar dem klassischen Komödienweg. Dazu packt man ein paar schöne Special-Effects, eine hinreissende *schnurr* Kate Beckinsale, sowie ein kultiger Christopher Walken und fertig ist die Komödie mit ernsten Momenten.

Man bekommt in den ersten Minuten einen Einblick in das Leben der Charakter. Zuviel Job, zuwenig Zeit. Die Kinder werden vertröstet, die süsse Frau stämpfelet und der ewig grinsende und gemeine Chef (David Hasselhoff nüchtern und erstaunlich gut) vermiest dem liebenswerten Ehemann die verdiente Freizeit. Als dann die magische Fernbedienung dazukommt, sind der komödiantischen Entwicklung der Geschichte praktisch keine Grenzen gesetzt und man darf fast im Minutentakt losgrinsen oder lauthals herauslachen.

Minuspunkte gibt es für die zu dramatische Entwicklung der Story, die gewöhnungsbedürftigen Make-up-Effekte (Kate Beckinsale sieht auch als "reife" Frau noch immer zum anbeissen aus), sowie für die Geschichte, der am Ende sichtlich der Schnauf ausgeht.

Freunde von Adam Sandler-Filmen dürfen sich auch dieses Mal auf einen witzigen Auftritt von Rob Schneider freuen und sogar Sean Astin (war der nicht mal in Lord of the Rings auf dem Weg zum Superstar?) mischt mit.

Fazit: Click macht vor allem in der ersten Hälfte enorm viel Spass und entwickelt sich dann leider in eine Richtung, welche die Stimmung beim Zuschauer in Absturzgefahr bringt. Der Film vermag sich durch die solide Schauspielleistung der Akteure, sowie den immer lustigen, weil sooo kindlichen, Humor des Hauptdarstellers aber noch zu einer guten Bewertung retten.

3.8 Sterne
3.8 Sterne (110 Bewertungen) | 11 Kommentare

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14.08.2006 / muri