Cars (2006)

Autos wie wir

Cars (2006) Autos wie wir

Oder: KA-CHOW!

Cars

*BlingBling*

Lightning McQueen (Stimme von Owen Wilson) ist der kommende Star am Autorennhimmel. Der Rookie ist "faster than fast, quicker than quick" und will nichts anderes als das berühmteste Rennen der US-Stock-Car-Saison gewinnen. Nämlich den Piston Cup. Ausserdem träumt er davon, endlich von dem neuen und hippen Sponsor ausgerüstet zu werden und seine momentanen Helfer endlich abschieben zu können. Doch für das muss er das Rennen gewinnen.

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So werden Freundschaften geschlossen.

Der rote Sportflitzer trotzt dann auch allen Hindernissen und lässt sogar einen Reifenwechsel aus, um an der Spitze zu bleiben. Das hätte er lieber nicht getan, denn prompt platzt einer davon und Lightning McQueen überquert genau gleichzeitig mit zwei Konkurrenten die Ziellinie. Das bedeutet nur eins: Entscheidungsrennen. In 7 Tagen. In Kalifornien.

Mack (Stimme von Animationsveteran John Ratzenberger) übernimmt wie immer den Transport, wird aber durch eine Horde Fast and the Furious-Strassenrowdies eingeschläfert und verliert seinen Insassen. Der sieht sich, ohne Scheinwerfer und mitten in der Nacht, am Boden zerstört und versucht sein Glück auf eigene Faust. Finden tut er ein kleines Dörfchen namens Radiator Springs, wo er einen schlechten ersten Eindruck hinterlässt.

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We only like the Ferraris

Vom Sheriff-Auto des Ortes geschnappt und vom Richter "Doc Hudson" (Stimme von Altstar Paul Newman) zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert, lernt Lightning McQueen langsam die putzigen Anwohner kennen. Abschleppwagen "Mater" (Stimme von Larry the Cable Guy) will sein Freund werden. Porsche "Sally" (Stimme von Bonnie Hunt) verdreht ihm den Kopf. VW-Bus "Fillmore" (Stimme von George Carlin) versucht ihm sein selbstgebrautes Benzin anzudrehen und hat ständig Meinungsverschiedenheiten mit dem Militärjeep "Sarge" von nebenan. Ausserdem sind da die Inhaber des "Casa della Tires", Luigi und Guido, die nichts lieber tun, als Ferraris zu bedienen.

Ein herber Brocken für unseren Renn-Rookie. Wie kommt er bloss wieder aus dieser "Hillbillie-Hölle" raus? Und will er das überhaupt noch?


Kinofilm-Rating

Jedes Mal, wenn Filme mit der lustigen Lampe als Signet auftauchen, fängt das Herz des Animationsfreundes an wie wild zu pochen. Haben die Jungs von Pixar mit Toy Story oder A Bugs Life noch vollkommen auf die Comedyschiene gesetzt, merkte man bei den neueren Werken wie Finding Nemo oder The Incredibles eine stetige Entfernung vom Dauerlachen, hin zur richtig guten Geschichte. Mit Cars legen die Leute rund um John Lasseter den nächsten Film nach, der diese Strategie weiter verfolgt. Weg von der Schenkelklopfer-Witzkiste zum inhaltlich anspruchsvolleren Film.

Kennt jemand noch Doc Hollywood? Der Film aus dem Jahre 1991 schickte Michael J. Fox als Stadtmensch quer durchs Land, liess ihn einen Unfall erleiden und die Bekanntschaft mit herzlichen, aber etwas einfachen Landeiern machen. Wenn man diese Geschichte nun mit Autos besetzt, aus dem Doc einen Rennwagen macht, dann hat man praktisch die Storyline von Cars. Die Begegnungen der coolen und oberflächlichen Stadtautos mit den ländlichen und lockeren Ländlern ist es, worauf dieser Film gestützt ist.

Was nun noch dazu kommt, sind die diversen lustigen (und weniger witzigen) Charaktere, mit denen sich unser Städter rumschlagen muss. Und da holt der Film mächtig aus. Alle lustigen Pointen des Films werden von Nebencharakteren und Sidekicks gebracht. Der Hauptkarren bleibt blass, langweilig und halt der typische Amerikanische Held. Wenn aber der Hippie-Bus am Morgen zum Fahnen-Salutieren des Militärjeeps in aller Lautstärke Jimi Hendrix dröhnen lässt oder der Pimpcar "Ramone" sich jeden Tag aus lauter Langeweile selber neu lackiert, dann ist das einfach riesig lustig. Ausserdem haben die zwei drolligsten Autos des Dorfes, Luigi und Guido, die besten Sprüche drauf und garantieren Gelächter pur. Und erst die Traktoren..... *Muuuuh*

Daneben, neben all den witzigen Sidekicks, hat Cars leider nicht viel zu bieten. Die Spieldauer ist zu lang geraten, vereinzelte Szenen sind schlichtweg langweilig und nicht mal die kleine Überraschung am Ende vermag wirklich zu ziehen. Die Machart ist zwar ein weiteres Mal als perfekt einzustufen, die Animationen sind genial, die Hintergründe wunderschön und der Sound (mit ein paar Ausnahmen) sehr passend. Und trotzdem kommt Cars nur schwer in die Gänge.

Fazit: Wenn man vom "schwächsten Pixarfilm" spricht, dann muss grundsätzlich gesagt werden, dass diese Schwächung die Konkurrenz mehrheitlich noch immer in den Schatten stellt. Trotz all den Längen und dem farblosen Hauptauto, ist Cars ein schöner und absolut sehenswerter Film. Nicht wahnsinnig lustig, nicht extrem spannend oder dramatisch. Aber solide gemacht und halt einfach für Pixar-Standards ein bisschen weniger genial.

4.3 Sterne
4.3 Sterne (113 Bewertungen) | 32 Kommentare

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15.07.2006 / muri