The Breed (2006)

The Breed (2006)

Oder: Schatz, ich habe den Maulkorb vergessen

Schatz, mein Finger ist schon wieder im Mixer....

Schatz, mein Finger ist schon wieder im Mixer....

Die grossen Prüfungen sind gleich um die Ecke. Die Brüder Matt (Eric Lively) und John (Oliver Hudson) fliegen mit ihren Kollegen zur Insel, wo ihr verstorbener Onkel eine Hütte hat. Die Insel gilt allgemein als unbewohnt und ist der ideale Ort, um etwas auszuspannen. Zufrieden landen die Freunde mit dem Wasserflugzeug vor der Insel und quartieren sich in dem geräumigen Haus ein.

Mist, Parkplatz verfehlt...

Mist, Parkplatz verfehlt...

Nachdem sie sich kräftig die Kehle befeuchtet haben, finden sie vor dem Haus ein kleines Welpen, von dem natürlich alle begeistert sind. Glücklich nehmen es die Freunde ins Haus und können kaum die Hände davon nehmen, bis es sich befreit und flieht. Als die Freunde benebelt nach draussen stolpern, werden sie von einem gewaltigen Tier angefallen, und nur im letztem Augenblick können sie sich ins Haus retten, doch sie sind bei weitem nicht in Sicherheit.

Einige Stunden Bier und Wein später belagern bereits weitere blutrünstige Tiere die Umgebung rund um das Haus und bedrängen die Freunde immer mehr. Plötzlich sind sie in der misslichen Lage, dass sie von allen Seiten eingekreist sind und es kein Entkommen mehr gibt. Um zu überleben, müssen sie sich jetzt durch eine Heerschar auf töten getrimmter Kampfhunde schlagen, die ihnen mit erstaunlicher Intelligenz hinterher hetzten. Werden sie es noch rechtzeitig schaffen, von der Insel zu fliehen, bevor sie von ihnen zerfleischt werden.


DVD-Rating

Die Zusammenfassung von The Breed könnte klischeelastiger nicht sein. "Teenager gehen auf eine Insel, um sich zu besaufen und finden die Hölle." *Ironie an* Genau einen solchen Film hat es noch nie gegeben *Ironie aus* und Wes Cravens Namen über den Titel zu schreiben, reicht schon eine Weile nicht mehr, um das Publikum anzulocken. Nach anfänglicher Routine entpuppt sich The Breed jedoch als durchaus kreativer Slasher.

Wer schon Filme wie Cabin Fever oder 2001 Maniacs gesehen hat, wird von den ersten paar Minuten kaum überrascht sein. Ein paar Teenager, deren Charaktere hautsächlich direkt aus dem Handbuch für angehende Regisseure stammen und so viel Tiefe haben, wie ein ausgetrockneter Bergsee, wollen sich übers Weekend die Birne vollaufen lassen und verschieben sich in eine abgelegene Hütte auf einer Insel. Nach kurzer Spielzeit hat man sich mit den einen angefreundet und bei den anderen hofft man auf ein schnelles Ableben.

Von Anfang an fällt positiv auf, dass sie gar nicht erst versuchen, ein neues Monster zu entwickeln sondern sie nehmen mit den Hunden ein Tier aus dem Alltag und verwandeln es in ein Killerbiest. Dabei bleiben sie im realistischen Rahmen und geben den Tieren keine übernatürlichen Kräfte, sondern einfach mehr Intelligenz. So bleibt der Horror nachvollziehbar und packt ab der Hälfte durchaus. Dadurch müssen sie sich durchaus einfallsreich zur Wehr setzen, was aus The Breed einen sehr vielseitigen Slasher macht.

Zu den Schauspieler: Zum grössten Teil biedere TV-Routine, welche weder überragende, Leistungen bringt, noch wirklich begeistert. Die einzige Überraschung bei den Schauspielern bietet Michelle Rodriguez gleich selber. Zum ersten Mal lässt sie ihre übliche Kampf-Chick Routine fallen und zeigt nicht nur, dass sie schauspielern kann, sondern auch noch sympathisch ist.

Fazit: The Breed hebt sich mit einer realistischen Umsetzung und durchaus kreativen Einfällen von der biederen Routine ab und packt in der zweiten Hälfte. Die FSK 16 Freigabe ist jedoch deutlich zu merken, und wem Teenieslasher nicht gefallen, wird sich mit The Breed nicht anfreunden können. Dennoch, wer einen Horrorstreifen für einen Filmabend sucht, der auch mehrheitstauglich ist, ist bei The Breed nicht schlecht aufgehoben.

Die DVD bietet den Film mit scharfem Bild und klarem Sound der auch die Boxen donnern lässt. Das Bonusmaterial säuft allerdings ab und bietet eigentlich nur Bildmaterial vom Set und zwei drei ungeschnittene und chaotische Interviews. Diese geben zwar noch etwas Hintergrund Infos täuschen aber nicht über die schlechte Qualität hinweg. Ansonsten ist neben ein paar Trailer rechte Fehlanzeige.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.04

 

10.02.2007 / db

Community:

Bewertung: 3.1 (13 Bewertungen)

 

 

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