The Break-Up (2006)
Trennung mit Hindernissen
The Break-Up (2006) Trennung mit Hindernissen
Oder: Weddingcrasher vs. Rachel Greene
Es beginnt mit einem Hot Dog. Der Reiseführer Gary (Vince Vaughn) nötigt die Galeristin Brooke (Jennifer Aniston) fast zum Verzehr eines Würstchens mitten im Baseball-Stadion, obwohl sie eigentlich in Begleitung ein paar Stühle weiter sitzt. Aber seine Masche funktioniert, und die beiden werden ein glückliches Paar. Kein Wunder bei einem Mundwerk, das ihm auch bei den täglichen Touristen-Touren durch Chicago zum Vorteil gereicht.
Doch irgendwann kommt die Phase einer Beziehung, wo der Mann ständig das Falsche postet und die Frau den Abwasch lieber gleich macht als am nächsten Morgen. Wenn die Kuschelfrequenz sich senkt und die Wünsche des einen nicht mehr von den Augen des anderen abgelesen werden, hält der Alltag Einzug ins Paarleben. Aus kleinen Frotzeleien wird ein Krach, und bald schlittern Brooke und Gary vollends in die Krise.
Eigentlich müsste man sich dann trennen, auch räumlich. Dumm nur, dass keiner der beiden die gemeinsame Wohnung verlassen will. So wird in seinen Räumen bald dem Strippoker gefrönt, während aus ihren Zimmern Alanis Morissettes "You oughta know" in voller Lautstärke dröhnt. Ob sich das einst glückliche Paar so jemals wieder zusammenraufen kann?
DVD-Rating
Man hats verfolgen können. Jennifer Aniston und Vince Vaughn turtelten (ein bisschen länger als) einen Sommer lang und machten somit optimale Reklame für ihren gemeinsamen Film. Dass inzwischen die Wirklichkeit die Geschichte des Films eingeholt hat und sich die beiden wieder getrennt haben, dürfte für eifrige Leser der Klatschheftchen kaum überraschen. Wenigstens durften sie mit einem Einspielergebnis über 100 Millionen Dollar an den amerikanischen Kinokassen recht zufrieden sein. The Break Up war also schön profitabel und zeigt, dass beide Darsteller auf ihre Fans zählen können.
1989 zeigte uns Danny De Vito den War of the Roses und damit auch auf, was passieren kann, wenn sich Eheleute nicht mehr ganz so lieb haben. So weit geht The Break Up nicht. Aber er beschreitet einen ähnlichen Weg. Nämlich vom ersten Treffen der beiden Hauptfiguren, den Annäherungen ihres Umfelds (er mit Kumpels aus der Bar, sie mit schwuchteligen Galeri-Assistenten) bis zur schmerzhaften Trennung. Das Ganze wird angereichert mit ein paar flotten Sprüchen, einer nicht zu verpassenden Nacktszene (von hinten...) von Jennifer Aniston und viel Streit zwischen zwei sich eigentlich liebenden Personen.
Vince Vaughn ist immer einen Blick wert, wenn man ihn tun lässt und ihn nicht ein lahmes Drehbuch schreibt. Das ist bei The Break Up leider der Fall, denn die Geschichte des Films wird eigentlich mit zunehmender Filmdauer langweiliger. Jennifer Aniston spielt ihre "normale" Rolle. Nämlich diejenige der Frau, die keine Ahnung hat, was sie im Leben will, sich ach so verletzt füht und sich am liebsten bei Freunden ausheult. Optisch zwar niedlich wie eh und je, ist sie scheinbar noch immer nicht bereit, einen Film mitzutragen. Sie wird sich wohl auch künftig mit kleineren Produktionen oder entsprechenden Rollen zufrieden geben müssen.
Kurz was zu den Nebenfiguren. Jon Favreau ist aufgedunsen und sollte weiterhin Filme wie Elf drehen. Sein nächstes Ding wird ja dann der Iron Man sein. Live Free or Die Hard ist das Motto von Justin Long, der dort immerhin an der Seite von Bruce Willis über die Leinwand turnt. Ich befürchte schlimmes....
Fazit: The Break Up hätte eigentlich eine richtig lustige Komödie sein können. Ein bisschen mit schwarzem Humor angereichert wäre das sicher was geworden. Leider hat man diese Chance verpasst und so entpuppt sich der Film eher als Tra-, denn Komödie. Zu lachen gibts nach dem Start nur noch selten was und wer Beziehungskrisen im TV sehen will, der kann sich auch eine Soap einschalten. Nein, mehr als Durchschnitt war das wirklich nicht. Trotz Jennifer Aniston....
Ein alternatives Ende ist auf der DVD zu finden. Hier treffen sich beide Hauptfiguren nochmals. Im Arm haben sie Personen, die dem Ex-Partner wie aus dem Gesicht geschnitten sind. Das Resultat ist das gleiche. Ein paar unveröffentlichte Szenen und nette Erweiterungen, sowie ziemlich lahme Outtakes runden das magere Angebot der DVD ab. Das Highlight ist sicherlich der Audiokommentar, gesprochen von Vince Vaughn und Jennifer Aniston höchstpersönlich. Die vorhandenen Sprachversionen beschränken sich auf Deutsch und Englisch, wobei der Ton in beiden Versionen klar und sauber daherkommt. Ebenso das Bild, das ohne Flackern und Schimmern auskommt und optimale Qualität bietet.
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3.3 Sterne (67 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 14.12.2006
- Bildformat: 1.85:1 (Anamorpic Widescreen)
- Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch
- Extras: Audiokommentar, Erweiterte Szenen, Patzer, Unveröffentlichte Szenen, Alternatives Ende



