Rob-B-Hood - Bo bui gai wak (2006)

Rob-B-Hood - Bo bui gai wak (2006)

Oder: Zwei Männer und ein Baby

Rob-B-Hood - Bo bui gai wak

Schnell, die Windeln sind nass!

Fong Ka Ho (Jackie Chan) und Kumpel Octopus (Louis Koo) sind Langfinger, professionelle Einbrecher. Sie räumen Safes en masse aus, retten zwischendurch entführte Babies im Kinderspital und eigentlich könnte es ihnen durch ihre Tätigkeiten recht gut gehen. Dumm nur, dass Fong alle Kohle beim Pferderennen verprasst und Octopus sich mit Vorliebe teure Frauen anlacht. Drum sind die beiden Freunde regelmässig pleite und das Geld muss wieder durch Einbrüche reinkommen.

Ein neuer Auftrag soll den Beiden alle Geldprobleme vergessen machen. Sieben Millionen stehen auf dem Spiel. Und dafür müssen sie "nur" einen kleinen Bruch machen und die Beute organisieren. Dass die "Beute" allerdings ein Baby ist, das hat niemand erwähnt. Aber solange die Kohle stimmt, sehen die beiden Gauner grosszügig über die Tatsache hinweg, dass sie soeben einer Familie ihren grössten Schatz geklaut haben.

Rob-B-Hood - Bo bui gai wak

Schmeckt gut!

Dummerweise kommen die Einbrecher (und jetzt auch Entführer) auf der Flucht durch eine Polizeikontrolle, verlieren die Nerven und der Mittelsmann wird verhaftet. Da ausser ihm aber keiner weiss, wohin das Kind "geliefert" werden soll, bringt einige Probleme mit sich. Denn das entführte Baby muss somit bei den beiden Kumpels untergebracht werden, die natürlich keine Ahnung haben, was sie mit diesem kleinen Hosenscheisser anstellen sollen.


Film-Rating

Ich geb's zu: Rob-B-Hood war meine Jackie Chan-Feuertaufe. Abgesehen von seinem Hollywood-Ausflug Rush Hour habe ich noch keinen "echten", sprich chinesischen, Chan-Film gesehen. Fundierte Vergleiche mit früheren Chan-Movies sollten daher von dieser Review bitte nicht erwartet werden.

Nun, Rob-B-Hood ist unterhaltsam. Im besten Sinne. Und symphatisch. Dass auf Waffen verzichtet und statt dessen ganz auf rasant inszenierte Kampfszenen gesetzt wird (von denen sich Hollywood notabene eine Scheibe abschneiden kann), wo Chan wie üblich als Stuntman seiner selbst funktioniert - eine wohltuende Abwechslung vom üblichen Action-Geballer, wie wir es aus den Staaten kennen. Dass zudem keinerlei Bösewichte sterben, sondern "nur" sehr sehr arg verkrüppelt werden, ist ebenfalls ein Pluspunkt.

Die Story hingegen kommt irgendwie bekannt vor. Zwei Taugenichtse und Anti-Väter, welche durch zufällige Windungen des Schicksals ein Baby pflegen müssen, am Anfang ist alles igitt, am Schluss haben das Kind jedoch alle lieb - es gibt Originelleres. Zudem ist die Story teilweise alles andere als logisch und scheint lediglich ein Vorwand für diverse Action- oder Kampfszenen. Hier unterscheidet sich der Film nicht wesentlich von den gängigen Hollywood-Produktionen. Für Lacher wird zur Genüge gesorgt, einige wirklich witzige Szenen sorgen für gute Laune. Allerdings geht der "Jööh"-Effekt, bei solchen Erwachsenen-und-Baby-Filme omnipräsent, mit der Zeit gehörig auf die Nerven. Mit über 2 Stunden ist der Film zudem zu sehr in die Länge gezogen.

Was ist also das Fazit des Chan-Newbies? Nun, Rob-B-Hood ist amüsant, der Umstand dass sich Chan auch mit 52 Jahren nicht doubeln lässt, sondern selbst bäuchlings ein Treppengeländer herunterrutscht, verdient Respekt. Ein neuer Fan allerdings ist nach diesem Film (noch) nicht geboren.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.53.5

 

11.09.2006 / ebe

Community:

Bewertung: 3.3 (12 Bewertungen)

 

 

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