Blood Diamond (2006)
Blood Diamond (2006)
Jetzt hat mich der James Newton Howard letztes Jahr mit seinem wunderschönen Lady in the Water so verwöhnt und nun enttäuscht er mich kurz darauf mit seinem Score zu Blood Diamond.
Fast immer wenn der Komponist seine afrikanischen Ideen hervorkramt, kommt ein merkwürdiges Werk dabei raus. Das war bei Dinosaurs schon so und es ist hier nicht anders. Blood Diamond versucht sich mit afrikanisch ethnischen Zusätzen, die über die Länge der CD recht ermüdend sind. Ein eigentliches Hauptthema gibt es nicht, vielmehr basiert Howard seinen Score auf melodischen Rhythmen. In den zahlreichen Actionszenen setzt er auf Perkussion und vorwärtsdrängende Streicher gepaart mit Akzenten der Blechbläser. Einige Teile der Musik erinnern an The Interpreter, der ebenfalls mit afrikanischen Motiven spielte.
Vereinzelte Elemente der Partitur sind reizvoll, über die Gänze gesehen aber doch zu wenig gehaltvoll, als dass die Musik einen bleibenden oder auch prägnanten Eindruck hinterlässt. Am gefälligsten sind Tracks wie "London" und "Your Mother Loves You", davon gibt es jedoch zu wenig. Abgeschlossen wird die CD mit drei Songs.
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